Philosoph Bernhard Schlink
“Gerechtigkeit hat mich mein juristisches Leben lang beschäftigt“, sagt der Rechtsphilosoph und Schriftsteller Bernhard Schlink. In seinem Essay "Gerechtigkeit" hat er jetzt die Essenz seine Erfahrungen und Gedanken gesammelt und konzentriert: Gerechtigkeit ist ein Sehnsuchtsort insofern, als die eine für alle und alles gültige Gerechtigkeit eigentlich niemals erreicht werden kann, denn was wie gerecht ist, hängt immer stark von Kontexten ab und verändert sich mit der Zeit. Deshalb, so Bernhard Schlink, braucht es Gerechtigkeitsarbeit: Prüfen, abwägen, diskutieren, reflektieren, verhandeln, um das Erreichen von Gerechtigkeit möglichst wahrscheinlich zu machen. Das, so Bernhard Schlink, klappt am besten in einer Demokratie.
Kann es eine Welt ohne Ungerechtigkeit geben? Wie hängen Gleichheit und Gerechtigkeit zusammen? Wie wichtig ist Ihnen Gerechtigkeit? Darüber haben Jürgen Wiebicke und Bernhard Schlink vorab diskutiert. Was ist ihre Meinung?
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Redaktion: Monika Kophal
WDR5, Das philosophische Radio, 20.07.2026, 19.04