Am Bahnhof zeigt eine Person ihr Deutschlandticket auf dem Display eines Smartphones

WDR 5 Tagesgespräch Deutschlandticket: Wie teuer darf es sein?

Das Deutschlandticket soll erneut teurer werden: Ab dem kommenden Jahr soll es 63 Euro kosten – darauf hat sich die Verkehrsministerkonferenz der Länder geeinigt. Wie finden Sie das? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen und Gedanken im WDR 5 Tagesgespräch mit Julia Schöning und Prof. Andreas Knie.

Was sagen Sie zur geplanten Preiserhöhung des Deutschlandtickets? Finden Sie den höheren Preis angemessen oder zu teuer? Nutzen Sie selbst das Deutschlandticket? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Wie lässt sich das Deutschlandticket weiterhin finanzieren? Um diese Frage ging es bei der Verkehrsministerkonferenz der Länder am Donnerstag (18.09.2025) in München. Denn klar ist: Um das Deutschlandticket 2026 weiterhin zum aktuellen Preis anbieten zu können, müssen Bund und Länder mehr Geld ausgeben.

Fahrgäste müssen höheren Preis bezahlen

Dass die Länder das tun werden, hatte Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde allerdings im Vorfeld ausgeschlossen: "Die Kommunen und die Länder haben das Geld nicht zur Verfügung", sagte die CDU-Politikerin dem RBB-Inforadio. "Entweder der Bund gibt mehr dazu oder es ist tatsächlich so, dass die Fahrgäste einen höheren Preis bezahlen müssen."

Und so wird es nun auch kommen: Ab 2026 soll das Deutschlandticket 63 Euro pro Monat kosten. Derzeit liegt der monatliche Preis bei 58 Euro – nachdem dieser zu Beginn des Jahres bereits von ursprünglich 49 Euro um neun Euro angehoben worden war.

Finanzierungslücke von 800 Millionen Euro

Das Deutschlandticket wird nach Branchenangaben von rund 14 Millionen Menschen genutzt. Es lässt sich bundesweit für Fahrten im öffentlichen Regional- und Nahverkehr nutzen und ist in vielen Fällen günstiger als regionale Monatskarten.

Für die Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde führt das Deutschlandticket allerdings zu Einnahmeausfällen. Um diese auszugleichen, stellen Bund und Länder bislang pro Jahr je 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen reicht das allerdings nicht aus. 2026 droht demnach eine Finanzierungslücke von geschätzten 800 Millionen Euro.

Leistet das Deutschlandticket einen sinnvollen Beitrag zur Verkehrswende? Oder wäre das Geld an anderer Stelle besser investiert – etwa beim Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum? Wie sehen Sie die Rolle der Politik? Und wie sollte sie Ihrer Meinung nach aussehen – die Mobilität der Zukunft?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Prof. Andreas Knie, Mobilitätsforscher

Redaktion: Chris Hulin und Valentina Dobrosavljević

Deutschlandticket: Wie teuer darf es sein?

WDR 5 Tagesgespräch 19.09.2025 43:03 Min. Verfügbar bis 19.09.2026 WDR 5


Download