WDR 5 Tagesgespräch : Spahn geht – ist die Glaubwürdigkeit zurück?
Jens Spahn ist als Unionsfraktionsvorsitzender zurückgetreten – nach heftiger Debatte: Er und sein Mann haben ein Baby von einer Leihmutter bekommen. Kanzler Merz nennt den Rücktritt "richtig und unvermeidlich". Was bedeutet das für die CDU und das Vertrauen in die Politik? Diskutieren Sie mit Politologe Stefan Marshall und Moderatorin Julia Schöning im WDR 5 Tagesgespräch!
"Meine Familie ist mir das Wichtigste" – so begründete Jens Spahn am Wochenende seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef, nach einem Anruf von Kanzler Friedrich Merz, der ihm kaum eine Wahl ließ. Grund: die Leihmutterschaft, mit der Spahn und sein Mann in den USA Vater wurden – ein Weg, den Spahn und die CDU Menschen in Deutschland selbst verwehren, hierzulande ist sie verboten.
Kritiker werfen Spahn Doppelmoral und Hybris vor. Merz betont: Glaubwürdigkeit sei das höchste Gut der Politik. Für seine Konsequenz erhält Spahn aber auch Zuspruch, SPD-Chef Miersch spricht von "großem Respekt".
Aber reicht das, um verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen? Schadet die Affäre dem Ansehen von CDU und Politik – oder zeigt sie: Politik kennt Konsequenzen?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Prof. Dr. Stefan Marschall, Politikwissenschaftler der Universität Düsseldorf
Redaktion: Birgit Becker und Esther Körfgen
WDR 5, Tagesgespräch, 21.07.2026, 12:10 Uhr