Auf einem Kartenlesegerät werden deutlich Trinkgeldbeträge angezeigt, die man bei der Zahlung antippen soll.

Trinkgeld per Karte: Wertschätzung oder Gängelung?

Immer öfter zeigen Kartenlesegeräte Trinkgeldvorschläge von 10, 15 oder 20 Prozent groß an, während das Feld für "kein Trinkgeld" eher versteckt ist. Viele fühlen sich zum Geben gedrängt. Gleichzeitig gilt Trinkgeld als Anerkennung für Service. Wie sehen Sie das? Diskutieren Sie mit Wirtschaftspsychologe Stefan Diestel und Moderatorin Julia Schöning im WDR 5 Tagesgespräch!
 

Verbraucherschützer kritisieren, dass viele Kartenterminals Gäste mit voreingestellten Prozentbeträgen zum Trinkgeld lenken – bei Barzahlung war die Entscheidung freier. Gleichzeitig sind viele Servicekräfte auf Trinkgeld angewiesen, weil Löhne oft niedrig sind.

Aber warum sollen Gäste das über ihren Geldbeutel ausgleichen? Zudem tauchen Trinkgeldabfragen inzwischen auch dort auf, wo sie früher unüblich waren – etwa beim Bäcker oder in Bekleidungsgeschäften. Im Ausland ist das Bild bunt: In manchen Ländern ist Trinkgeld fest erwartet, anderswo eher unüblich oder im Preis eingerechnet.

Wie entscheiden Sie beim Trinkgeld, hier und auf Reisen? Fühlen Sie sich von digitalen Trinkgeldsystemen unter Druck gesetzt oder sehen Sie sie als praktische Erinnerung, Wertschätzung zu zeigen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Prof. Dr. Stefan Diestel, Wirtschaftspsychologe

Redaktion: Birgit Becker und Jessica Eisermann

Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 25.08.2026, 12:10 Uhr

Trinkgeld per Karte: Wertschätzung oder Gängelung?

WDR 5 Tagesgespräch 25.08.2026 45 Min. 22 Sek. Verfügbar bis 25.08.2027 WDR 5


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