Unterzeichnung des Viermächte-Abkommens in Berlin

ZeitZeichen 03.06.1972 - Transitabkommen zwischen der DDR und der BRD tritt in Kraft

Stand:

Familien riss sie auseinander, Freunde, Liebespaare. Sie durchschnitt Straßen, Flüsse, sogar die Ostsee: die Mauer - das wohl monströseste Bauwerk der deutschen Geschichte. Am 3. Juni 1972 aber öffneten sich erste Türen in ihr.

Von Kerstin Hilt

Zaghaft zwar, aber immerhin: Bundesbürger durften in die DDR reisen, ohne zuvor langwierig ein Visum zu beantragen, Westberliner konnten einfacher in den Ostteil der Stadt gelangen. Viele nutzen die neue Freiheit, um Verwandte in der DDR zu besuchen.

15 Monate hatten BRD und DDR über das Transitabkommen verhandelt und sich nichts geschenkt. Profiteur war aber zunächst der Osten. Schienennutzung, Straßenbau, Visagebühren: All das ließ man sich von Bonn bezahlen.

Bis 1989 hatten sich allein die Instandhaltungskosten für die Transitwege auf mehr als zwei Milliarden DM summiert. Doch einen vom Westen durchaus beabsichtigten Nebeneffekt des Transitabkommens konnte man nicht mit Geld aufwiegen: West und Ost rückten zusammen.

Bis nach 1989 dann endlich zusammenwachsen konnte, was für Willy Brandt - den Kanzler, unter dem das Abkommen ausgehandelt worden war - ohnehin zusammengehörte.

Redaktion: Ronald Feisel

Transitabkommen DDR/BRD tritt in Kraft (am 03.06.1972)

WDR Zeitzeichen 03.06.2017 14 Min. 55 Sek. Verfügbar bis 01.06.2097 WDR 5


Download

Aktueller Beitrag

23. September 1806: Die Lewis-und-Clark-Expedition kehrt nach St. Louis zurück

Im September 1806 kehrt die Lewis- und Clark-Expedition nach St. Louis zurück. Die Teilnehmer werden als Helden gefeiert.  |  mehr

Oktober 2027
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31