Eduard von Schnitzler, Foto von 1980

ZeitZeichen 28.04.1918 - Geburtstag von Karl-Eduard von Schnitzler

Stand:

Es gibt ein paar Witze über seinen Namen: Er würde „Karl-Eduard von Schni“ heißen, weil spätestens wenn der Ansager seinen Vornamen ausspricht, jeder den Sender gewechselt hätte. Ein paar Zuschauer muss von Schnitzler aber doch gehabt haben, denn ohne die wäre er nie der wohl bestgehasste Journalist des Deutschen Fernsehfunks geworden.

Von Thomas Klug

„Der schwarze Kanal“, so der Titel seiner Sendereihe, die sich mit dem „Westfernsehen“ befasste, ist die Sendung, mit der er das geschafft hat. „Sudel-Ede“, so eine andere Bezeichnung für ihn, hatte sich immerhin einen Ruf als Agitator und Propagandist erworben, der über das Sendegebiet des DDR-Staatsfernsehens hinausging. Von Schnitzler sah das sportlich, es sei für ihn eine Ehrenbezeichnung, kommt sie doch vom Klassenfeind – so glaubte er.

Den kannte er gut, entstammte er nach eigener Lesart doch selbst einer Familie des Klassenfeindes. Sein Vater wurde in den preußischen Adelstand erhoben – fünf Jahre bevor der Adel in Deutschland abgeschafft wurde.

Redaktion: Ronald Feisel

Karl-Eduard von Schnitzler, DDR-Journalist (Geburtstag 28.04.1918)

WDR Zeitzeichen 28.04.2013 14 Min. 37 Sek. Verfügbar bis 26.04.2053 WDR 5


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