Reichsaußenminister Gustav Stresemann spricht am 10. September 1926 vor dem Völkerbund in Genf

10.09.1926: Deutschland zieht in den Völkerbund ein

Nach dem Ersten Weltkrieg bleibt Deutschland außen vor. Außenminister Gustav Stresemann kämpft gegen Widerstände und erreicht die Rückkehr auf die Bühne Europas.

Frieden in Europa: Deutschland tritt dem Völkerbund bei

WDR Zeitzeichen 10.09.2026 14 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 10.09.2099 WDR 5


In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:
  • welches Ziel der nach dem Ersten Weltkrieg gegründete Völkerbund hat,
  • wie Gustav Stresemann aus ehemaligen Kriegsgegnern wichtige Verhandlungspartner macht,
  • weshalb er im eigenen Land von rechts wie von links angegriffen wird,
  • wie die Verträge von Locarno Deutschlands Weg zurück in die internationale Politik ebnen,
  • warum Historiker heute in Stresemanns Politik ein frühes Modell europäischer Zusammenarbeit sehen.

Nach dem Ersten Weltkrieg scheint eine Annäherung zwischen Deutschland und den Siegermächten kaum vorstellbar. Der Versailler Vertrag belastet die Beziehungen, die Ruhrbesetzung verschärft die Spannungen zusätzlich. Trotzdem setzt Gustav Stresemann als deutscher Außenminister auf Verständigung statt Konfrontation.

Sein Engagement hat Erfolg: Im September 1926 wird Deutschland Mitglied im Völkerbund und erhält einen ständigen Sitz im wichtigsten Gremium der Organisation. Acht Jahre nach der Niederlage des deutschen Kaiserreichs ist das Land als Weimarer Republik wieder als gleichberechtigter Partner in der internationalen Politik vertreten.

Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
  • Andreas Rödder (Historiker Uni Mainz)

Weiterführende Links:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Martina Meißner
Redaktion: Carolin Rückl und David Rother
Technik: Moritz Raestrup

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