Horst Buchholz im Film "Die Halbstarken"

27.09.1956: Der Film "Die Halbstarken" feiert Premiere

Jeans, Lederjacken, Rock’n’Roll: Die "Halbstarken" werden in den 1950er-Jahren zum Schreckbild der Erwachsenen und zum Symbol einer neuen Jugendkultur.


In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka:

  • wie "Die Halbstarken" zum Schreckbild der 1950er-Jahre werden,
  • warum Rock’n’Roll und Kino die Jugendkultur verändern,
  • wie Medien und Politik die Angst vor der Jugend anheizen,
  • wie das Kino den Mythos der rebellischen Jugend prägt,
  • warum der Film "Die Halbstarken" Kultstatus erreicht.

Mit dem Film "Die Halbstarken" greift Regisseur Georg Tressler 1956 ein Thema auf, das die Bundesrepublik bewegt: Jugendliche, die anders aussehen, andere Musik hören und sich den Erwartungen der Erwachsenen entziehen. Der Begriff "Halbstarke" wird zum Sammelbecken für alles, was als unbequem oder rebellisch gilt.

Doch hinter der moralischen Aufregung steckt ein tiefer gesellschaftlicher Wandel. Die Nachkriegsgeneration verfügt über mehr Geld, entdeckt neue Freiheiten und orientiert sich an amerikanischer Musik, Mode und Lebensart. Der Film trifft damit den Nerv seiner Zeit und macht seine Hauptdarsteller Karin Baal und Horst Buchholz zu Stars.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Dr. Bodo Mrozek (Zeit- und Kulturhistoriker)
  • Bodo Mrozek: Jugend-Pop-Kultur. Eine transnationale Geschichte. Berlin 2019
  • Deutsches Filmmuseum: Zwischen Gestern und Morgen. Westdeutscher Nachkriegsfilm 1946-1963. Frankfurt am Main 1989

Weiterführende Links:

Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!

Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.


Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Christiane Kopka
Redaktion: Emily Jeuckens, Frank Zirpins
Technik: Theo Kramer