In diesem Zeitzeichen erzählt Heiner Wember:
- warum eine Kutschenkolonne zum Schauplatz eines internationalen Prestigekampfs wird,
- weshalb Spanien und Frankreich ihren Konflikt mitten in London austragen,
- wie bezahlte Schläger und bewaffnete Gefolgsleute den Streit anheizen,
- wieso die militärisch unterlegenen Spanier zunächst triumphieren,
- weshalb der eigentliche Sieger am Ende doch Frankreich heißt.
Im 17. Jahrhundert entscheidet nicht nur militärische Stärke über den Rang eines Herrschers. Wer bei öffentlichen Zeremonien den Vorrang erhält, demonstriert Macht vor aller Augen. Als ein schwedischer Botschafter 1661 in London feierlich empfangen werden soll, treffen die Rivalen Spanien und Frankreich aufeinander.
Der Streit um die bessere Position in einer Kutschenkolonne eskaliert. Pferde werden attackiert, Schüsse fallen, Menschen sterben. Was zunächst nur wie eine bizarre Auseinandersetzung wirkt, markiert einen Wendepunkt im europäischen Machtgefüge.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- André Krischer (Historiker, Universität Freiburg)
- Mark Hengerer: Ludwig XIV. Das Leben des Sonnenkönigs. München 2015
- Elisabeth Ruffert: Das Gesandtschaftszeremoniell des brandenburgisch-preußischen Hofes um 1700. Berlin 2022
Weiterführende Links:
- Zeitzeichen 31.05.1669: Samuel Pepys macht den letzten Eintrag in seinem berühmten Tagebuch
- Samuel Pepys Diary: Tagebuch-Eintrag zum 30. September 1661
Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?
Gerne her damit: Einfach schreiben an zeitzeichen@wdr.de
Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!
Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.
Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Heiner Wember
Redaktion: Sefa Inci Suvak
Technik: Moritz Raestrup