In diesem Zeitzeichen erzählt Nora Hespers:
- wie Seweryna Szmaglewska das Grauen von Auschwitz vor Gericht bezeugt,
- warum ihre Frage "Wo sind diese Kinder?" bis heute unbeantwortet bleibt,
- weshalb die Erfahrungen von Frauen in Nürnberg lange wenig Beachtung finden,
- warum Nürnberg bis heute als Symbol für internationale Gerechtigkeit gilt.
Als am 1. Oktober 1946 die Urteile gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes verkündet werden, blickt die Welt nach Nürnberg. Im Mittelpunkt stehen Dokumente und Beweise für die systematisch geplanten Verbrechen. Die Stimmen der Überlebenden spielen dagegen nur eine vergleichsweise kleine Rolle.
Zu den wenigen Zeuginnen der Anklage gehört die polnische Widerstandskämpferin und Auschwitz-Überlebende Seweryna Szmaglewska. Erst wenige Monate zuvor hat sie das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt. Ihre Aussage über Frauen und Kinder in Auschwitz erschüttert den Gerichtssaal.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Nina Lutz (Leiterin Memorium Nürnberg)
- Seweryna Szmaglewska: Die Frauen von Birkenau. Frankfurt a.M. 2020
- Seweryna Szmaglewska: Die Unschuldigen in Nürnberg. Frankfurt a.M. 2022
Weiterführende Links:
- Zeitzeichen 31.08.1946: Schlussworte der Angeklagten im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess
- NDR Retro: Nürnberger Prozesse - 1. Tag der Urteilsverkündung
- Planet Wissen: Der Nürnberger Prozess
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Nora Hespers
Redaktion: David Rother