In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich:
- wie Olympe de Gouges aus Männerrechten Menschenrechte macht,
- warum sie schon früh gegen Sklaverei und Unterdrückung anschreibt,
- weshalb ihre Forderungen nach Gleichberechtigung auf taube Ohren stoßen,
- wie sie zur schärfsten Kritikerin Robespierres wird,
- warum ihr Name fast 200 Jahre lang vergessen bleibt.
Mit der Französischen Revolution verbinden viele Menschen die Parole "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Olympe de Gouges erkennt jedoch früh, dass die gefeierten Menschenrechte Frauen nicht einschließen. 1791 formuliert sie deshalb ihre eigene Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin und fordert politische, gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung.
Die Schriftstellerin mischt sich immer wieder in die politischen Konflikte ihrer Zeit ein. Sie kritisiert Gewalt, Terror, Machtmissbrauch und Sklaverei und verteidigt ihre Überzeugungen unbeirrt. Damit macht sie sich mächtige Feinde. Nach ihrer Verhaftung wird sie 1793 vor das Revolutionstribunal gestellt und hingerichtet.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Dr. Heike Specht (Historikerin und Autorin)
- Olympe de Gouges: Die Rechte der Frau und andere Texte. Stuttgart 2018
- Olympe de Gouges: Denkschrift der Madame de Valmont. Sulzbach 1987
- Heike Specht: Nicht mit uns! Wie Frauen Geschichte schrieben und wieder ausradiert wurden. Eine Warnung. München 2026
- Sibylle Peine: Olympe de Gouges. In: Ohne Furcht ins Weite hinaus. Biographien streitbarer Frauen. Solothurn und Düsseldorf 1995
Weiterführende Links:
- Olympe de Gouges bei FemBio
- Olympe de Gouges: Reflexionen über die versklavten schwarzen Menschen (französisch)
- Olympe de Gouges: Politisches Testament (französisch)
- Zeitzeichen 06.05.1758: Maximilien Robespierre wird geboren
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Claudia Friedrich
Redaktion: Frank Zirpins