So viele Fans passen jetzt in Gladbachs Stadion

WDR 03:43 Min. Verfügbar bis 23.07.2028

Neuer Name, mehr Plätze So viele Fans passen jetzt in Gladbachs Stadion

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Die neue Saison wird spürbar anders bei Borussia Mönchengladbach. Das Stadion hat jetzt einen neuen Namen - und mehr Stehplätze.

Von Annika Haupt

Wer in diesen Tagen am Stadion von Borussia Mönchengladbach unterwegs ist, dem müssten die neuen Schriftzüge schon aufgefallen sein. "ista-Borussia-Park" steht dort in großen, schwarzen Buchstaben über dem Eingang im Osten. Auch an den anderen Eingängen werden die Schriftzüge in diesen Wochen neu angebracht.

Die Entscheidung, das Stadion zum ersten Mal in 22 Jahren umzubenennen, wurde im vergangenen November offiziell bekanntgegeben. "Damit erweitern die Fohlen und ihr offizieller Nachhaltigkeitspartner ista die im Sommer 2025 vereinbarte Partnerschaft um ein sichtbares Zeichen auf dem gemeinsamen Weg hin zu einer effektiven Energienutzung im Stadion und darüber hinaus", hieß es in der damaligen Pressemitteilung.

Mann sitzt im Borussia Park

Borussias Geschäftsführer Markus Aretz freut sich über die Veränderungen im Stadion.

Eine Umbenennung des Stadions war für Borussia schon länger ein Thema, erzählt uns Geschäftsführer Markus Aretz im WDR-Interview - sobald man einen Partner findet, der gut zu Borussia Mönchengladbach passt. Das sei mit ista jetzt der Fall. Sowohl vom Inhalt als auch vom Namen und vor allem von der Farbe, so Aretz weiter. Denn das Stadion beispielsweise blau oder rot anzustrahlen, sei keine Option gewesen.

Geteilte Meinung bei den Fans

Was Borussia besonders freut, ist, dass der Name "Borussia Park", an den sich in 22 Jahren alle gewöhnt haben, erhalten geblieben ist.

Ich glaube, das ist eine gute Lösung. In dem Wissen, dass es auch Fans gibt, die das nicht schön finden und am liebsten weiter nur bei Borussia Park geblieben wären. Markus Aretz, Geschäftsführer Borussia Mönchengladbach

Fans, die wir beim öffentlichen Training der ersten Mannschaft treffen, bestätigen diese Annahme. Die einen finden die Namensänderung nicht schön, blicken mit gemischten Gefühlen darauf. Die anderen sehen vor allem die wirtschaftlichen Vorteile und finden diesen Schritt längst überfällig. Zwischen 4 und 5 Millionen Euro soll Borussia durch den Namens-Deal mit ista pro Saison einnehmen.

Block 2 ist jetzt ein Stehplatz-Block

Im Borussia Park gibt es jetzt mehr Stehplätze als vorher.

Block 2 ist von einem Sitzplatz- zu seinem Stehplatz-Block geworden.

Eine weitere Veränderung im Stadion führt hingegen zu mehr Freude bei den Fans. Aus dem Sitzplatz-Block 2 in der Südkurve ist ein Stehplatz-Block geworden. Die Sitze sind weg, die neuen Wellenbrecher stehen. Statt 900 Fans haben in Zukunft 1.800 Fans Platz in Block 2. Somit steigt die Kapazität im Stadion auf rund 55.000 Plätze und das könnte in der kommenden Saison einen neuen Zuschauerrekord bringen.

Mit dem Umbau reagiert Borussia auf eine - nach eigenen Angaben - seit Jahren steigende Nachfrage nach Stehplätzen im Stadion, speziell bei den jüngeren Fans. Der Verein will gleichzeitig eine Alternative für Fans in der Nordkurve schaffen, die dort aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr stehen möchten.

Die Nordkurve im Borussia Park bietet zahlreiche Stehplätze.

Bis zuletzt hatte es nur in der Nordkurve Stehplätze gegeben.

Und es sind in der Tat vor allem Fans aus der Nordkurve, die dieses neue Angebot schon wahrgenommen haben. Rund 400 Dauerkarten-Inhaber wechseln zur neuen Saison aus der Nord- in die Südkurve. Die restlichen rund 1.400 Plätze im Block 2 werden als Tageskarten angeboten - ebenso wie die frei gewordenen 400 Plätze in der Nordkurve.

"Kein Zwanni für 'nen Steher"

Das sind Plätze, auf die zum Beispiel jüngere Fans zugreifen können und dafür unter 20 Euro bezahlen. Denn Borussias Motto "Kein Zwanni für 'nen Steher" hält weiter Stand und soll auch in Zukunft weiter gelten, wie Markus Aretz sagt.

Ein Mann im Stehblock des Borussia Parks

Sebastian Nellis vom FPMG Supporters Club begrüßt die Umbaumaßnahmen in Block 2.

Der Umbau freut auch den FPMG Supporters Club, Borussias Dachorganisation für alle Fans. Borussias Fanszene sei älter geworden, was auch gut so sei, wie uns der zweite Vorsitzende, Sebastian Nellis, im WDR-Intreview erzählt. Die 30.000 Dauerkarten pro Saison seien immer weg und trotzdem sei es wichtig, vor allem die jüngere Generation ins Stadion zu holen.

Für alle die passende Lösung

Die Fans, die bis zur letzten Saison in Block 2 gesessen haben, haben andere Sitzplätze im Stadion gefunden. Mit ihnen war Borussia im engen Austausch. Zuerst hatten die rund 250 Besucher mit Sitzplatz-Dauerkarten in Block 2 die Chance, sich zu entscheiden, entweder für einen Sitzplatz in einem anderen Block oder für eine Stehplatz-Dauerkarte in Block 2. Auch einige Fans aus Block 3 sind angeschrieben worden, weil auch dort durch den Umbau Plätze wegfallen mussten - aus Sicherheitsgründen.

Im zweiten Schritt hatten dann die Fans aus der Nordkurve die Möglichkeit, einen Wechsel in Bock 2 zu beantragen, was ein Teil gemacht hat.

Viele Fans, so erzählt es Markus Aretz, wollen die neue Saison aber erstmal abwarten und schauen, wie sich alles entwickelt, wie der neue Stehplatz-Block angenommen wird und vor allem, wie das die Stimmung im Stadion verändern wird. Und vielleicht entscheiden sich dann noch mehr Fans dazu, die Seite zu wechseln - natürlich nur, was den Platz im Stadion betrifft.

Mehr Stehplätze für den Borussia-Park

WDR Studios NRW 23.07.2026 01:01 Min. Verfügbar bis 22.07.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Markus Aretz, Geschäftsführer Borussia Mönchengladbach
  • WDR-Gespräch mit Sebastian Nellis, 2. Vorsitzender des FPMG Supporters Club e.V.
  • WDR-Gespräch mit Fans am Stadion in Mönchengladbach
  • Pressemitteilung von Borussia Mönchengladbach vom 25.11.2025

Sendung: WDR.de, Borussia Mönchengladbach benennt Stadion um, 23.07.2026, 05:03 Uhr
Sendung: WDR.de, So viele Fans passen jetzt in Gladbachs Stadion, 23.07.2026, 10:27 Uhr

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