Illegaler Waffenbesitz-Geldstrafe für BVB Spieler Adeyemi | Aktuelle Stunde
00:24 Min.. Verfügbar bis 16.11.2027.
Der Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi (Borussia Dortmund) hat nach WDR-Informationen Probleme mit der Justiz. Der BVB-Angreifer erhielt bereits vor wenigen Wochen einen Strafbefehl, weil er unerlaubt im Besitz von Waffen war. Darüber berichtete als Erstes die Bild-Zeitung.
Adeyemi muss Geldstrafe bezahlen
Laut dem Zeitungsbericht wurden bei Adeyemi ein Schlagring und ein Taser gefunden - beides ist ohne Erlaubnis in Deutschland strafbar und kann bei Besitz mit einer Freiheitsstrafe von bis drei Jahren geahndet werden. Die Staatsanwaltschaft Hagen bestätigte auf WDR-Anfrage, dass gegen einen 23-jährigen Profisportler aus Herdecke Ende Oktober vom Amtsgericht in Wetter ein Strafbefehl wegen des Vorwurfs des Besitzes von verbotenen Gegenständen nach dem Waffengesetz erlassen wurde. Nach Informationen des WDR trifft es zu, dass es sich bei dem Profi um Adeyemi handelt.
Junge Spieler machen Fehler, in dem Fall war es ein dummer Fehler. DFB-Sportdirektor Rudi Völler
Der Bundesliga-Spieler kommt mit einer Geldstrafe über 450.000 Euro davon. Das entspricht 60 Tagessätzen zu je 7.500 Euro. Eine Vorstrafe und ein Eintrag im Führungszeugnis erhält man erst ab Strafen von mehr als 90 Tagessätzen. Die Höhe der Sätze bemisst sich vom Nettoeinkommen und kann auf höchstens 30.000 Euro festgesetzt werden.
Vorerst keine Strafe vom DFB für Adeyemi
Zu möglichen weiteren Konsequenzen für Adeyemi abseits der Justiz äußerte sich sein Arbeitgeber Borussia Dortmund am Sonntag auf WDR-Anfrage nicht: "Der BVB nimmt strafrechtliche Vorwürfe stets ernst und zum Anlass, sie unter Wahrung von Verschwiegenheitspflichten mit seinen Angestellten zu erörtern", teilte der Verein lediglich mit.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler
Von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) muss Adeyemi vorerst auch keine Konsequenzen fürchten, kam am Montag beim 6:0-Erfolg der Nationalmannschaft gegen die Slowakei, mit dem Deutschland das Ticket für die WM 2026 gelöst hat, trotz abgesessener Gelbsperre allerdings nicht zum Einsatz. Man sei im Umgang mit dem Offensivspieler zwar "kritisch", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler im ZDF, "aber wir wollen ihn natürlich auch nicht verdammen". Junge Spieler machten Fehler, und in diesem Fall sei es ein "dummer Fehler" gewesen.
Der DFB will den Fall "in Ruhe" mit Adeyemis Verein Borussia Dortmund aufarbeiten. "Ich weiß es von den Dortmundern, die haben das mit ihm im Griff und werden das weiterverfolgen. Wir natürlich auch", sagte Völler. Ganz vom Tisch sind weitere Konsequenzen also nicht. Der DFB-Sportdirektor ließ das offen: "Dem will ich jetzt gar nicht vorgreifen. Das wird noch kommen", sagte der Weltmeister von 1990 und ergänzte: "Man muss auch hin und wieder bestrafen. Aber natürlich ist es wichtig, solche Spieler auch in den Arm zu nehmen."
Unsere Quellen:
- Bild-Zeitung
- Staatsanwaltschaft Hagen
- Bundesministerium der Justiz
- Nachrichtenagenturen DPA und SID
Über dieses Thema berichtet der WDR auch im Hörfunk: 16.11.2025, 13 Uhr, WDR aktuell