Frederik Christensen bejubelt sein 3:0

3. Liga MSV Duisburg schießt sich in Wiesbaden zurück an die Spitze

Stand:

Der MSV Duisburg thront nach dem sechsten Sieg im siebten Saisonspiel wieder an der Spitze der Drittliga-Tabelle.

Von Bastian Hahne

Die Meidericher setzten sich am Sonntag klar mit 4:1 (3:1) beim kriselnden SV Wehen Wiesbaden durch und holten sich die Tabellenführung von Viktoria Köln zurück.

Dominik Kother (18./25.), Frederik Christensen (32.) und Conor Noß (54.) trafen für den MSV, Lukas Schleimer (45.) für Wiesbaden, das nach einer Roten Karte für Tarik Gözüsirin (59.) die letzte halbe Stunde in Unterzahl bestreiten musste.

MSV Duisburg nach 4:1 in Wiesbaden wieder Tabellenführer

NRW-Sport 20.09.2026 52 Sek. Verfügbar bis 19.09.2028 WDR Online

SVWW beginnt stark, Duisburg antwortet stärker

Die erste Gelegenheit der Partie verbuchten die Hausherren, als ein Volleyschuss von Schleimer nach einem missglückten Klärungsversuch der MSV-Abwehr über den Duisburger Kasten ging (3.). Die Hessen fanden sehr gut ins Spiel und bestimmten in der Anfangsphase das Geschehen. In der 13. Minute kam auch der MSV erstmals gefährlich vor das gegnerische Tor. Zunächst wehrte Torhüter Florian Stritzel eine Hereingabe von Conor Noß ab. Dann herrschte bei zwei Duisburger Eckbällen Chaos im Wiesbadener Strafraum, doch der SVWW konnte mit Mühe klären.

In der 18. Minute zeigte der MSV dann mit einem wunderschön herausgespielten Angriff und dem Führungstor, warum er aktuell das Top-Team der 3. Liga ist. Nach einer Ballstafette über mehrere Stationen legte Aljaz Casar den Ball flach in den Strafraum auf den einlaufenden Kother, der mit Wucht zum 1:0 traf. Nach einem geblockten Wiesbadener Abschluss im Duisburger Strafraum ging es erneut blitzschnell nach vorne beim MSV, wieder über die rechte Seite. Diesmal legte Noß für Kother auf, der wie beim ersten Treffer und aus ähnlicher Position eiskalt einnetzte (25.).

Remmert verpasst, Christensen trifft mit Gewalt

Fast hätte Peter Remmert in der 31. Minute den dritten Treffer nachgelegt, scheiterte aber zweimal aus kurzer Distanz an Stritzel und einem Verteidiger. Besser machte es zwei Minuten später Christensen, der links an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss kam und den Ball mit einen wuchtigen Schuss in die Maschen hämmerte (32.).

Wiesbaden gab sich trotz der Nackenschläge nicht auf und kam durch Roberto Massimo in der 45. Minute zu einem guten Abschluss, der aber in den Händen von Maximilian Braune landete. Nur Sekunden später tauchten die Hausherren erneut vor dem Duisburger Tor auf und diesmal traf Schleimer nach einem Doppelpass mit Max Brandt zum 1:3-Pausenstand (45.).

Noß erhöht - zwei Rote Karten für Wiesbaden

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war es zunächst Wiesbaden, das den Ton angab. In der 53. Minute hatte der eingewechselte Marcus Müller den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch Braune parierte glänzend. Stattdessen schlugen die Gäste wieder eiskalt auf der anderen Seite zu. Noß dribbelte sich über die rechte Seite in den Strafraum. Nachdem sein erster Schuss noch auf der Linie geklärt wurde, traf er im Nachschuss zum 4:1 für Duisburg (54.).

Kurz darauf machten sich die Hessen das Leben selbst schwer, als sich Kapitän Tarik Gözüsirin eine überflüssige Rote Karte einhandelte. Nach einem Foul an Can Coskun an der Seitenlinie schoss Gözüsirin den am Boden liegenden Duisburger aus kurzer Distanz den Ball an den Rücken und wurde dafür vom Platz gestellt (59.). Im folgenden Tumult handelte sich auch Co-Trainer Giuliano Modica auf der Wiesbadener Bank eine Rote Karte ein (61.).

Casar trifft den Pfosten, Borkowski feiert Comeback

Trotz Unterzahl verbuchten die Wiesbadener die nächste Großchance, als Müller frei vor Braune auftauchte, diesen aber nicht überwinden konnte (63.). Im Gegenzug durfte sich auch Stritzel auszeichnen, indem er Kothers dritten Treffer mit einer starken Reaktion verhinderte (64.). Es ging weiter munter hin und her. Braune verhinderte gegen Massimo mit einer Parade gerade noch den zweiten Wiesbadener Treffer, auch wenn er den Ball möglicherweise erst hinter der Linie festhielt (66.).

Nach dieser wilden Phase nahm das Spektakel etwas ab und die Partie plätscherte dem Schlusspfiff entgegen. In der 84. Minute verhinderte der Pfosten das 5:1 durch Casar. In den Schlussminuten durfte dann auch Dennis Borkowski nach langer Verletzungspause sein Comeback beim MSV feiern (89.). Es war sein erster Einsatz seit Februar. Fast hätte er sich in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem Tor zurückgemeldet, aber Stritzel verhinderte den fünften Duisburger Treffer.

Bezirksligist wartet im Pokal

Für Duisburg geht es als nächstes im Niederrheinpokal weiter. Am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr ist der MSV zu Gast beim Bezirksligisten Rheydter SV. In der 3. Liga steht am 10. Oktober der nächste Spieltag an. Da treffen die Zebras vor heimischem Publikum auf die TSG Hoffenheim II.

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Unsere Quelle:

  • Drittliga-Spiel Wehen Wiesbaden gegen Duisburg am 20.09.2026 (Live-Übertragung auf Magenta Sport)

Sendung: "Audiostream zum Spiel SV Wehen Wiesbaden gegen MSV Duisburg", WDR.de, 20.09.2026, 19:25 Uhr

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