"Jeder Sieg kann der Anfang einer Serie sein", sagte Jorrit Hendrix am Samstag nach dem emotional so sehr aufgeladenen "Straßenbahn-Duell" gegen den MSV Duisburg. 2:1 hatten sie gewonnen, Hendrix und Co. hatten den Sieg nach einem Rückstand mit einem echten Kraftakt am Ende auf ihre Seite gezogen.
Gleichzeitig dämpfte der Kapitän der Fortuna die zweifelsohne aufkommende Euphorie bei der Fortuna, nachdem sie dem Tabellenführer MSV die erste Niederlage der Saison beigebracht hatten: "Aber lassen wir uns erstmal von Spiel zu Spiel gucken."
Kraftakt in Regensburg
Schlaue Worte des 31-Jährigen, der schon lange im Geschäft ist und eines weiß: Schon bei Jahn Regensburg hängen die Trauben für die Fortuna am Dienstagabend (15.09.2026, 19 Uhr) ganz bestimmt sehr hoch. Gerade auf der eigenen Anlage ist Jahn extrem schwer zu bespielen, die Regensburger kommen über viel Einsatz, mannschaftliche Geschlossenheit und enorme Körperlichkeit.
Allerdings - diese Intensität mögen auch manche im Fortuna-Trikot. Hendrix zum Beispiel. Trainer Alexander Ende holte den Mittelfeldabräumer nicht zuletzt deswegen für diese Saison aus Münster nach Düsseldorf, weil er genau diesen Biss und diese Griffigkeit haben möchte. Wohlwissend, dass Hendrix durchaus ein Kandidat ist, der mal ein wenig über die Stränge schlägt.
Fünf Spiele, drei davon gesperrt
Was dazu führt, dass er nicht immer einsetzbar ist. Im vorletzten Spiel der vergangenen Saison sah Hendrix bei Münsters 1:1 gegen Darmstadt die Rote Karte. Zwei Spiele Sperre bedeuteten, dass der von Ende gleich zum Kapitän ernannte Hendrix im ersten Saisonspiel der Fortuna - beim 1:2 in Mannheim - noch gesperrt zuschauen musste. Im zweiten Match gegen Hoffenheim II war er wieder dabei - flog aber erneut vom Platz: wieder zwei Spiele Sperre.
So war Fortunas Match gegen Duisburg so etwas wie Hendrix' echter Saisonstart - am 5. Spieltag. Und er konnte endlich seine Fähigkeiten wirkungsvoll einbringen.
In Eindhoven ausgebildet
Hendrix reifte in der Jugend von PSV Eindhoven zum Profi und etablierte sich beim niederländischen Top-Club über mehrere Jahre zum spielgestaltenden Regisseur und Abräumer in der ersten holländischen Liga. Nach Stationen bei Spartak Moskau und Feyenoord Rotterdam ging es für ihn 2022 erstmals zur Fortuna, für die er 21 Pflichtspiele bestritt.
Nach einer Saison trennten sich die Wege und Hendrix wechselte zu den Western Sydney Wanderers nach Australien. Zur Spielzeit 2024/25 kehrte er nach Deutschland zurück und rackerte zwei Jahre lang im Mittelfeld des SC Preußen Münster - in der vergangenen Saison unter dem heutigen F95-Cheftrainer Alexander Ende.
Jetzt hat er einen Vertrag bei der Fortuna. Und er steht auch endlich auf dem Platz.
Unsere Quellen:
- Homepage Fortuna Düsseldorf
- Autor
Sendung: WDR.de, "Jorrit Hendrix - Das gefährliche Spiel mit der Intensität", 14.09.2026, 15.20 Uhr
Quelle: oja