Saisonvorbericht zu Rot-Weiß Essen

Vor dem Saisonstart Rot-Weiss Essen - Verjüngungskur und mehr Intensität

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Bei Rot-Weiss Essen begegnen sie dem verpassten Aufstieg mit Elan. Ein junges Team soll mit intensivem Fußball erfolgreich sein.

Von Jörg Strohschein

Es ist noch nicht lange her, erst ein paar Wochen, da meinte es die (Fußball-) Welt nicht gerade gut mit Rot-Weiss Essen. Der haarscharf verpasste Aufstieg in die 2. Bundesliga in der Relegation gegen Greuther Fürth sorgte allerdings dafür, dass es an der Hafenstraße eine Trotzreaktion gegeben hat.

Die Fans können es jedenfalls kaum erwarten, dass die neue Saison wieder losgeht. Alle 11907 Dauerkarten-Angebote sind vergriffen. Die Erwartungen an das neue RWE-Team sind entsprechend groß.

Auch wenn von den Verantwortlichen einen Aufstieg niemals öffentlich thematisieren würde, so darf die Konkurrenz in der 3. Liga davon ausgehen, dass sich Trainer Uwe Koschinat und seine Spieler intern die 2. Bundesliga vorgenommen haben.

Rot-Weiß Essen möchte wieder angreifen

NRW-Sport 05.08.2026 01:40 Min. Verfügbar bis 04.08.2028 WDR Online

Junge Mannschaft

Damit dieses anspruchsvolle Ziel in einer bärenstarken 3. Liga erreicht werden kann, haben die Essener den Kader verändert - und verjüngt. Mit einem Altersdurchschnitt von 24,1 Jahren Stand (5.8.2026) zählt RWE in der kommenden Saison zu den jüngsten Teams der Liga. Mit Ruben Reisig gibt es nur einen Spieler, der seine 20er Jahre vollendet hat. Die überaus erfahrenen Michael Schultz (33) und Klaus Gjasula (36) haben den Klub verlassen.

Viel Tempo, Pressing, schnelleres Passspiel und eine insgesamt höhere Intensität sollen künftig das RWE-Spiel prägen. Dafür haben die Essener und der ambitionierte Coach den Grundstein gelegt. Mit Semir Telalovic (Bielefeld) hat das Team einen neuen Angreifer bekommen, der offenbar ideal an die neue Herangehensweise passt.

"Man hat gesehen, dass Semir sehr viel Zug zum Tor hat, seine Mitspieler gut in Szene setzt und das Spiel schnell macht", sagte RWE-Cheftrainer Uwe Koschinat seinen Offensivspieler nach dem Test gegen Borussia Mönchengladbach.

Erhöhter Konkurrenzkampf

Mit dem Innenverteidiger Max Geschwill (Magdeburg) und den Mittelfeldspielern Noah Pesch (Magdeburg), Janne Sietan (Mannheim) und Tony Menzel (Dresden) sowie Angreifer Aiman Dardari (Fürth) erhält das Team weitere Verstärkungen. Insgesamt hat sich der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft erhöht. Weitere Verstärkungen - im defensiven Mittelfeld - könnten noch folgen.

Als Aufstiegsfavorit gehen die Essener sicherlich nicht in die Saison, aber das veränderte Team verfügt über viel Talent und fußballerisches Potenzial, was nicht nur den Anhängern Hoffnung auf eine stetige Weiterentwicklung machen dürfte.

Einschränkungen beim öffentlichen Training

Wie ernst es die Essener mit den Vorgaben - Aufstieg innerhalb der nächsten drei Jahre - meinen, lässt nicht zuletzt die Entscheidung des Klubs erkennen, dass sich die Fans nur noch einmal in der Woche eine Trainingseinheit anschauen können.

"Der Hintergrund dieser Anpassung, die auch bei anderen Vereinen so üblich ist, ist der uneingeschränkte Fokus der Mannschaft auf die neue Spielzeit 2026/27 und die bevorstehenden Aufgaben", heißt es in der Erklärung des Klubs.

Auch unpopuläre Maßnahmen scheuen die Verantwortlichen nicht, um das große, unausgesprochene Ziel zu erreichen.

Unsere Quellen:

  • Kicker

Sendung: WDR.de, "Rot-Weiß Essen möchte wieder angreifen", 05.08.2026, 12:48 Uhr