Die Alemannia setzte sich am Sonntagabend zum Abschluss des ersten Spieltags vor 25.353 Zuschauern auf dem Aachener Tivoli mit 4:1 (0:1) durch. Felix Vogler (22.) hatte Verl überraschend in Führung gebracht. Faton Ademi (52.), Mika Schroers (60.), Lukas Scepanik (82.) und Daniel Starodid (88.) drehten das Spiel zugunsten der Hausherren.
Die vergangene Saison hatten die Klubs als punktgleiche Tabellennachbarn auf den Plätzen sechs und sieben beendet. Im Sommer wurde bei beiden Vereinen personell ordentlich durchgemischt, insbesondere bei Verl, das neben 14 neuen Spielern mit Orest Shala auch einen neuen Trainer verpflichtet hat.
Verletzung und Rückstand: Bittere Minuten für Aachen
Diesen Umbruch ließen sich die Ostwestfalen aber zunächst nicht anmerken. Der erste Abschluss der Partie kam von Verls Almin Mesanovic, der aus zwanzig Metern aber genau auf Aachens neuen Torhüter Stefan Bajic zielte (10.). Auf der anderen Seite probierte es auch Daniel Starodid aus der zweiten Reihe, traf aber nur einen Abwehrspieler. Bitter für Aachen: Bereits nach 17 Minuten musste Matti Wagner verletzungsbedingt vom Feld. Für ihn kam Fabio Torsiello.
Und es kam noch bitterer für die Hausherren: Nach einem Ballverlust von Schroers gegen Vogler war der Verler frei durch und schob frei vor Bajic zum 1:0 für die Gäste ein (22.). Aachen suchte die direkte Antwort und fast hätte Schroers seinen Fehler wieder wettgemacht, als er in der 24. Minute das Verler Tor aber nur knapp verfehlte. Ähnlich nah am Ausgleich war kurz darauf Starodin, der aber im Eins-gegen-eins mit Verls Schlussmann Timo Schlieck den Kürzeren zog (25.).
Aachen drängt, Verl hält Stand
Aachen drängte weiter auf den Ausgleichstreffer, der Ball wollte aber einfach nichts ins Verler Tor. Erst wurde Schroers wieder gefährlich, scheiterte aber an Schlieck (35.). Dann traf Starodid bei einem Versuch aus halbrechter Position im Strafraum den Ball nicht richtig und schoss deutlich drüber (37.). Bis zur Pause kamen die Gäste kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus, hielten mit einem beherzten Auftritt aber die knappe Führung, auch weil bei Aachen noch die letzte Präzision fehlte.
Alemannia dreht nach der Halbzeit auf und ballert Verl aus dem Stadion
Bildquelle: IMAGO/Beautiful Sports01:31 Min.. Verfügbar bis 10.08.2027.
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Ademi und Schroers drehen das Spiel
Auch im zweiten Durchgang gehörte der erste Abschluss den Gästen in Person von Janne Berner, der das Tor aus 16 Metern aber verfehlte (48.). Vier Minuten später war die Alemannia mit ihrem ersten guten Angriff nach der Pause zurück im Spiel. Ademi tauchte nach einem Doppelpass mit Schroers frei im Strafraum auf und ließ Schlieck diesmal keine Chance (52.). Beinahe hätte es den Aachener Doppelschlag gegeben, als unmittelbar nach dem Ausgleichstreffer auch Mehdi Loune eine Großchance hatte, die Schlieck vereitelte (54.).
Auf der anderen Seite wäre dafür Antonio Foti fast die schnelle Antwort für Verl gelungen, er traf aber nur das Außennetz (54.). Stattdessen hatte die Alemannia kurze Zeit später das Spiel gedreht. Nach einer starken Einzelleistung von Starodid, der sich über die linke Seite mit viel Willenskraft in den Sechzehner durchwurschtelte und den Ball irgendwie zu Schroers brachte, der aus kurzer Distanz sicher zur mittlerweile hochverdienten 2:1-Führung traf (60.).
Scepanik und Starodid machen alles klar
Der Euphorie folgte die nächste bittere Nachricht für Aachen: Mit Loune musste ein zweiter Spieler verletzungsbedingt raus. Für ihn kam Louis Köster. Verl war jetzt gefordert, tat sich aber schwer, eigene Chancen zu erspielen. Erst in der 77. Minute gaben die Gäste wieder ein Lebenszeichen in der Offensive ab, als der eingewechselte Alem Japaur aus 16 Metern deutlich über den Kasten schoss.
Auf der anderen Seite schlug die Alemannia dafür eiskalt zu und entschied die Partie. Torsiellos Hereingabe von der rechten Seite verwertete Scepanik aus kurzer Distanz zum 3:1 (82.). In der 88. Minute setzte der starke Starodid mit dem 4:1 den Schlusspunkt unter einen am Ende hochverdienten Aachener Heimsieg. In der Nachspielzeit verpasste Georg Ermolaev noch das fünfte Tor nur knapp (90.+6).
Verl empfängt den MSV, Aachen bei Fortuna Köln
Am nächsten Wochenende steht für beide Mannschaften jeweils wieder ein NRW-Duell auf dem Drittliga-Spielplan: Alemannia Aachen tritt am Samstag (15.08.2026) bei Fortuna Köln an, Anstoß im Südstadion ist um 14 Uhr. Der SC Verl empfängt zweieinhalb Stunden später den MSV Duisburg in der Sportclub-Arena.
Drei Tage zuvor sind die Verler bereits im Westfalenpokal gefordert: Die Erstrundenpartie beim Westfalenligisten FC Kaunitz wird am Mittwoch (12.08.2026) um 19 Uhr angepfiffen.
Unsere Quellen:
- Drittliga-Spiel Alemannia Aachen gegen SC Verl am 09.08.2026 (Live-Übertragung bei MagentaSport)
Sendung: WDR.de, "3. Liga - Aachen dreht Auftaktspiel gegen Verl", 09.08.2026, 21.50 Uhr