Bayer Leverkusen hat in der Frauen-Bundesliga Meister Bayern München bis ans Limit gefordert, aber knapp mit 2:3 (1:0) verloren. Paulina Tomasiak (36./52.) ließ Leverkusen doppelt jubeln. Vanessa Gilles (51.), Edna Imade (68.). und Alara Sehitler (88.) trafen für die Bayern, die damit ohne Punktverlust nach vier Spielen bleiben. Leverkusen rangiert nach der zweiten Saison-Niederlage mit sechs Punkten auf Platz acht der Tabelle.
Bayern dominant, aber ideenlos
Nach einem Freistoß hatten die Gäste die erste Torgelegenheit: Jovana Damnjanovic verpasste die Hereingabe knapp (12.). Auch Nationalspielerin Giulia Gwinn wurde abgeblockt. Die Bayern übernahmen die Spielkontrolle und drückten Leverkusen tief hinten rein. Teilweise sah es auch wie eine Situation im Handball, wenn um den Wurfkreis gespielt wird. Nach dreißig Minuten stand München bei 80 Prozent Ballbesitz.
Eine Lücke fanden die Gäste aber vorerst nicht: Klara Bühl war die Nächste, die ihr Glück versuchte. Die Nationalspielerin fand ihre Meisterin in Bayers Schlussfrau Rafaela Borggräfe. Während Bayern trotz des Ballbesitzes keine Chancen herausspielen konnte, nutzten die Gastgeberinnen eiskalt ihre Erste: Tomasiak versenkte einen abgefälschten Freistoß links im Tor. Der Treffer gab Bayer sofort Auftrieb - die Partie wirkte bis zur Pause etwas offener.
Tomasiak bringt Bayer erneut nach vorne
Der zweite Durchgang startete furios: Die Gäste kamen durch Gilles nach einer Gwinn-Flanke zum Ausgleich. Schock bei Bayer? Fehlanzeige. Leverkusen war nur 60 Sekunden später wieder vorne: nach einem Fehler von Franziska Kett wurde Tomasiak bedient und wuchtete die Kugel oben links in den Winkel.
Münchens Trainer José Barcala konnte vor allem mit der Ideenlosigkeit in der Offensive nicht zufrieden sein. Nach etwas mehr als einer Stunde reagierte der Spanier mit einem Dreifachwechsel. Für Damnjanovic, Kett und Linda Dallmann kamen Katharina Naschenweng, Sophie Proost und Imade auf das Feld. Letztere brauchte nur 120 Sekunden, um im Spiel anzukommen und zum 2:2 einzuköpfen.
Alara mit dem Münchner Lucky Punch
Das wirkte wiederum wie ein Weckruf für die Gastgeberinnen, die nun plötzlich wieder aktiver auftraten - und München zu ungewohnten Fehlern zwangen. Tomasiak dribbelte sich gegen drei Bayern-Spielerinnen bis in den Strafraum, verpasste jedoch den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss.
Doch Leverkusen belohnte sich für den großen Aufwand nicht, stattdessen schlug Bayern mit dem Lucky Punch zu: Die kurz zuvor eingewechselte Alara bekam bei einem traumhaften Angriff über links den Ball von Bühl aufgelegt und verwandelte unter Mithilfe des rechten Pfostens zur ersten Münchner-Führung. Bayer probierte danach nochmal alles - der Ausgleich fiel allerdings nicht mehr.
Bayern jetzt gegen Köln
Am kommenden Spieltag geht es für die Münchnerinnen erneut gegen einen Klub aus dem Rheinland. Am Samstag (19.09.2026) ist um 14 Uhr der zuletzt starke 1. FC Köln zu Gast. Leverkusen tritt einen Tag später um 16 Uhr beim SC Freiburg an.
Unsere Quellen:
- Livespiel Bayer Leverkusen - Bayern München bei MagentaSport
Sendung: WDR.de, FC Bayern siegt in Leverkusen, 14.09.2026 20:28 Uhr