Ellidi Vidarsson, VfL Gummersbach, wirft den Ball auf das Tor
Bildquelle: imago/Maximilian KochHandball-Bundesliga : VfL Gummersbachs großer Kampf gegen Magdeburg unbelohnt
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Im Spiel eins nach Julian Köster bot der VfL Gummersbach dem SC Magdeburg einen packenden Fight, musste aber in eine knappe Niederlage einwilligen. Am Ende hieß es 33:31-(18:14) für die Gäste aus Sachsen-Anhalt, die auch in dieser Saison wieder als hoher Meisterschaftsfavorit in der Handball-Bundesliga gelten.
Zum 48. Mal in Serie war die Gummersbacher Schwalbe-Arena ausverkauft, die Stimmung wieder spitzenmäßig in diesem Saisonauftaktduell. Letztlich sollte es nicht ganz reichen für die Oberbergischen, die eine knappe Niederlage hinnehmen mussten, dabei aber einer der besten Mannschaften Europas alles abverlangten.
Roganovic braucht noch Zeit
Es war das erste Spiel ohne Nationalspieler Julian Köster, der die Gummersbacher im Sommer in Richtung THW Kiel verlassen hatte.
Der junge Schwede Nikola Roganovic soll die Lücke von Starspieler Köster auf lange Sicht schließen. Im ersten Spiel gelang ihm das noch nicht. Dem erst 20-jährigen, der aus Malmö ins Bergische Land wechselte, war anzumerken, dass der Sprung in die Bundesliga gewaltig ist.
Sigurdsson stellt Deckung um
Dennoch lieferten die Gummersbacher auch ohne Köster ein gutes Bundesligaspiel ab, in das sie allerdings mit Anlaufschwierigkeiten starteten.
Beim 8:2 nach knapp zehn Minuten hatten sie sich die Magdeburger schnell eine komfortable Führung herausgearbeitet.
Der VfL bekamen vor allem in der Defensive keinen Zugriff. Also reagierte Trainer Gudjon Valur Sigurdsson, der unter der Woche seinen Vertrag beim VfL bis ins Jahr 2029 verlängert hatte.
Dujshebaev und Einarsson verletzt draußen
Der Isländer brachte Ignacio Biosca, den Neuzgang aus Nantes, neu zwischen die Pfosten und beorderte Kristjan Horzen ins Abwehrzentrum. Star-Zugang Alex Dujshebaev und Teitur Einarsson konnte Sigurdsson nicht bringen, die beiden Linkshänder saßen verletzungsbedingt draußen.
Die Umstellung zeigte Wirkung. Gummersbach bekam Kristjansson und Co. nun viel besser in den Griff. Der Spanier Biosca, Spitzname: "Nacho", fügte sich gleich super ein und hielt stark.
Vidarsson-Tor lässt Halle beben
Die Gastgeber holten Tor um Tor auf, legten einen 5:1-Lauf hin und waren wieder dran. Als Kreisläufer Ellidi Vidarsson in der 23. Minute einen langen Ball vom eigenen Kreis ins leere SCM-Tor zum 13:13 warf, tobte die ausverkaufte Halle.
Miro Schuroff gegen den SC Magdeburg
Bildquelle: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/ErlhofDoch nun rissen sich auch die favorisierten Gäste noch einmal zusammen. Angeführt von Vize-Kapitän Matthias Musche, der alle fünf Siebenmeter in der ersten Halbzeit verwandelte, erarbeitete sich Magdeburg zur Pause einen beruhigenden Vorsprung.
Schluroff bester VfL-Werfer
Auch nach dem Wechsel hielten die Gummersbacher die Partie lange offen. "Nacho" Biosca hielt weiterhin klasse und auch Miro Schluroff, Spitzname: "Schleuder", machte seinem Namen alle Ehre. Beim neunten Treffer von Schluroff zum 22:24 (45.) war der VfL dran.
Wieder legten die Gäste einen Zwischenspurt hin und sahen beim 30:25 wie der klare Sieger aus. Doch der VfL kämpfte sich unter dem frenetischen Beifall der Fans erneut heran. Beim 28:30 stand das Spiel auf der Kippe, ehe sich die Coolness des SCM doch durchsetzte.
Unsere Quellen:
- Bundesliga-Spiel VfL Gummersbach - SC Magdeburg
- Autor
Sendung: WDR.de "VfL Gummersbach verliert harten Fight gegen SC Magdeburg", 30.08.2026, 17 Uhr