Peter Falk: Nur noch eine Frage ...

Vor 15 Jahren starb Peter Falk im Alter von 83 Jahren in Los Angeles. Als Inspektor Columbo begeisterte er über Jahrzehnte ein Millionenpublikum. Eine Hommage an einen unvergessenen Schauspieler.

Peter Falk als Columbo

Peter Michael Falk wurde in New York City geboren. Seine Mutter stammte aus Russland und sein Vater aus Polen. Als er drei Jahre alt war, entdeckte man einen Tumor in seinem rechten Auge. Dieses operativ entfernte Auge wurde durch ein Glasauge ersetzt und führte zu der charakteristischen ungleichen Weite der Lidspalte.

Peter Michael Falk wurde in New York City geboren. Seine Mutter stammte aus Russland und sein Vater aus Polen. Als er drei Jahre alt war, entdeckte man einen Tumor in seinem rechten Auge. Dieses operativ entfernte Auge wurde durch ein Glasauge ersetzt und führte zu der charakteristischen ungleichen Weite der Lidspalte.

"Columbo" wurde Peter Falks Markenzeichen. Er schnitt die Rolle auf sich zu – mit dem Trenchcoat, dem alten Peugeot 403, der halb abgebrannten Zigarre, seinem Hund "Dog" und der stets schrägen Körperhaltung, die der Inspektor annahm, wenn er dem Täter die überführenden Kernfragen stellte: "Just one more thing …" ("Nur noch eine Frage …").

Im Film "Mord nach Rezept" war Peter Falk Anfang 1968 erstmals als Inspektor (im Original: "Lieutenant") Columbo zu sehen. Im September 1971 startete "Columbo" dann als Serie. Insgesamt löste der Inspektor im Laufe von 35 Jahren 69 Fälle. Für seine Paraderolle wurde Peter Falk mit zwei Emmy-Awards und einem Golden Globe ausgezeichnet.

Falk war sich der Problematik bewusst, auf eine Rolle festgelegt zu sein, und suchte bewusst Engagements in anderen Filmgenres. Ein Versuch, vom Image loszukommen, war der Film "Kesse Bienen auf der Matte" – ein US-amerikanisches Sport-Drama über Frauen-Wrestling aus dem Jahr 1981. Der Film ist auch unter dem Titel "Harry lässt die Puppen tanzen" bekannt.

Aber irgendwie blieb Peter Falk der liebenswerte Detektiv: Wie auch in der "Der Schmalspurschnüffler" (Original: The Cheap Detective), eine US-amerikanische Kriminalkomödie aus dem Jahr 1978. Synchronisiert wurde Peter Falk in diesem Film von Harald Juhnke – wie auch in dem Film "Eine Leiche zum Dessert".

Zur Schauspielerei fand Falk erst spät. Fast wäre er bei der CIA gelandet, wurde aber 1953 mit der Begründung abgelehnt, er habe sich länger in einem "kommunistischen Land" aufgehalten, nämlich Jugoslawien. Nach einigen kleinen Rollen war er immer öfter auf der Leinwand zu sehen, etwa in "Sieben gegen Chicago" (1964) oder "Das große Dings bei Brinks" (1978).

In der US-amerikanischen Abenteuerkomödie "Vibes – Die übersinnliche Jagd nach der glühenden Pyramide" aus dem Jahr 1988 spielt Sängerin Cindy Lauper an der Seite von Peter Falk.

1987 holte der Filmregisseur Wim Wenders den Amerikaner nach Deutschland. Peter Falk spielte sich selbst (also den Schauspieler Peter Falk) in Wenders' Streifen "Der Himmel über Berlin". Bei den Dreharbeiten sprach man Falk in Berlin regelmäßig als "Inspektor Columbo" an.

Zu Besuch bei "Wetten, dass..?" und natürlich in Polizeiuniform: Peter Falk (li.) mit Brigitte Mira und Thomas Gottschalk. Hier durfte der Raucher mal nicht an der geliebten Zigarre ziehen, mit der er sonst in seinen Rollen fast immer zu sehen war. Auch für diese Eigensinnigkeit blieb er bis zuletzt einer der beliebtesten Schauspieler seines Landes.

1977 trennte sich Peter Falk von seiner Ehefrau Alyce, mit der er zwei Töchter (Jackie und die adoptierte Catherine) hatte, und heiratete die 23 Jahre jüngere Schauspielerin Shera Danese (im Bild), die er beim Dreh der Columbo-Folge "Mord im Bistro" kennengelernt hatte und mit der er bis zu seinem Tod zusammenlebte.

Dass Peter Falk an der Alzheimer-Krankheit litt, wurde 2007 bekannt. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni 2011 verstarb Peter Falk im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills. Als primäre Todesursachen wurden Kreislaufstillstand und Lungenentzündung angegeben.

Zwei Jahre nach seinem Tod wurde Peter Falk im Juli 2013 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Zweimal wurde er auch als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert: Für die "Die unteren Zehntausend" und für "Unterwelt" – in beiden Fällen hatte er die Seite vom Inspektor zum Gangster gewechselt.

Stand: 23.06.2026, 00:00 Uhr