Das 53-minütige, vom WDR produzierte ARD-Radiofeature geht der Frage nach, wie sich die Praxis des assistierten Suizids in Deutschland seit der Liberalisierung der Suizidhilfe entwickelt hat. Anhand einer persönlichen Geschichte und zahlreicher Fachgespräche recherchiert Autorin Martina Keller in diesem Bereich, über den bislang nur wenig bekannt ist und der kaum systematisch erfasst wird.
Die Dokumentation beleuchtet unter anderem fehlende Transparenz und Kontrollmöglichkeiten sowie mögliche Interessenkonflikte im Umfeld der Suizidhilfe. Zugleich richtet sie den Blick auf die Situation älterer Menschen am Lebensende und die Frage, welche Verantwortung Gesellschaft und staatliche Institutionen dabei tragen. Jurymitglied Regine Suling-Williges betonte in ihrer Laudatio: "Martina Keller bewahrt in ihrer Doku die nötige Distanz bei diesem sensiblen Thema, will nicht romantisieren und nicht stigmatisieren.“
"Black Box Sterbehilfe" entstand als WDR-Produktion für die Reihe ARD-Radiofeature, lief auf WDR 5 auf dem Sendeplatz Dok 5 und ist in ARD Sounds abrufbar. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der Story Podcast Unit des WDR (SPU).