Schön und erfrischend
Wir sind mitten in den Sommerferien, aber oft ist es so heiß, dass wir es nur bis zum nächsten Baggersee schaffen. Die Sehnsucht nach einer kleinen Abkühlung steigt mit jedem Grad – hier kommen drei Ausflugsziele, die nicht nur besonders schön, sondern auch ausgesprochen erfrischend sind.
Naturpark Maas-Schwalm-Nette am Niederrhein
Der Naturpark Maas-Schwalm-Nette am Niederrhein ist besonders kühl wegen seines vielen Wassers – die namensgebenden Flüsse, dazu Seen, Moore und Feuchtgebiete – und den dichten Wäldern. Ein besonders schöner Spazierweg führt rund um den Borner See, der am gleichnamigen Dorf liegt. Bäume und Büsche spiegeln sich auf der spiegelglatten Oberfläche. Weiche, naturbelassene Pfade verlaufen unmittelbar am schattigen Ufer.
Naturbadesee Heidweiher
Der Borner See ist aus Naturschutzgründen nur zum Anschauen, nicht zum Anfassen da. Aber mit dem Heidweiher verfügt der Naturpark Maas-Schwalm-Nette über einen idyllischen Naturbadeseen, mit alten, mächtigen Bäumen, historischen Umkleiden und einer Gastronomie am Weiher.
Biber-Abend-Beobachtungen in der Rureifel
Schön kühl wird es bei den Biber-Abend-Beobachtungen, die in der Rureifel angeboten werden. Die Exkursionen sind ein intensives und informatives Naturerlebnis. Ideal für Familien. Eine Garantie, dass die Tiere angetroffen werden, gibt es nicht. Aber wenn es sich um ein aktives Revier handelt, stehen die Chancen bei gut 70 Prozent.
Wiederansiedlung ab 1981
Die Biber wurden so stark bejagt, dass sie in der Eifel ausgerottet waren. Vor 45 Jahren ist dann mit der Wiederansiedlung begonnen worden: Drei Paare aus Polen wurden in der Eifel ausgewildert, und die Einwanderer haben sich so rege vermehrt, dass fast jedes Fließgewässer in der Rureifel heute von Bibern besucht wird. Insgesamt gehen Biologen von 450 – 500 Bibern im Kreis Düren aus.
Konstante 11 Grad untertage
In der Dechenhöhle in Iserlohn im Sauerland, die als eine der schönsten Schauhöhlen Deutschlands gilt, werden in den NRW-Sommerferien, Erlebnisführungen für Kinder angeboten. Zusammen mit ausgebildeten Höhlen-Guides dürfen die Kinder in Bereiche der Dechenhöhle, die normalerweise nicht betreten werden. In kleine, enge Gänge, die links und rechts von den Hauptwegen abzweigen. Dafür sollten sie mit Fahrradhelmen, robuster Kleidung und Taschenlampen ausgerüstet sein, denn es muss manchmal sogar auf dem Bauch gerobbt werden, um vorwärtszukommen.
Erlebnisführungen in der Dechenhöhle
Eltern dürfen die Kinder zu den Erlebnisführungen begleiten und erfahren so auch, dass der Boden voller Skelette von Höhlenbären ist, die früher in der Dechenhöhle gelebt haben. Sogar Mammutknochen wurden gefunden – die sind allerdings von draußen reingefallen, in der Höhle wäre es den Mammuts ein wenig zu eng gewesen.
Autorin: Antje Zimmermann
Redaktion: Julia Lührs
Service Ausflug ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort jeden ersten Freitag im Monat zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.