Die Gemeinde Wenden befürchtet ein hohes Defizit im Haushalt 2026
Wenn es den heimischen Unternehmen gut ging, lief es auch für Wenden bestens. Noch im Jahr 2024 flossen mehr als 21 Millionen Euro an Gewerbesteuern ins kommunale Portemonnaie.
Doch jetzt spürt die Gemeinde die anderen Seite der Medaille. "Mehrere Betriebe haben uns im vergangenen Jahr signalisiert, dass die Auftragslage schwieriger werden könnte", erzählt Kämmerer Thomas Munschek auf WDR-Nachfrage.
Gemeinde muss Prognose korrigieren
Und jetzt hat er es schwarz auf weiß. Für 2026 hatte die Verwaltung sowieso nur noch mit Gewerbesteuereinnahmen von gut 15 Millionen Euro gerechnet. Jetzt muss sie diese Prognose noch einmal um rund vier Millionen Euro nach unten korrigieren.
Kämmerer Thomas Munschek muss der Politik schlechte Nachrichten überbringen (Archiv)
Kämmerer Thomas Munschek findet es bedenklich, wie schnell die finanziellen Rücklagen der Gemeinde Wenden in nur kurzer Zeit aufgebraucht werden. "Wir hatten uns in den letzten anderthalb Jahrzehnten ein üppiges Polster aufgebaut."
Wenden muss jetzt sparen
Durch die deutlich geringeren Gewerbesteuereinnahmen rechnet die Gemeinde für dieses Jahr insgesamt mit einem Minus im Haushalt von über zehn Millionen Euro.
Die Verwaltung überlegt bereits an einer Strategie, um den Haushalt zu stabilisieren. Am Mittwoch (06.05.2026) ist die schwierige finanzielle Lage der Gemeinde Thema in der Ratssitzung.
Unsere Quellen:
- Vorlage für den Rat in Wenden
- Interview mit Kämmerer Thomas Munschek
Sendung: WDR2 Südwestfalen, Lokalzeit, 05.05.2026, 6:31 Uhr