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Vom 17. bis zum 20. Januar 2024 stieg wie jedes Jahr im niederländischen Groningen das Eurosonic Noorderslag Festival, der wohl wichtigste Umschlagplatz für neue europäische Musik. Diesmal lag der Fokus des Festivals auf Künstlerinnen und Künstlern aus Polen.
Die härtere Gangart soll laut Band ihre selbstkritische, emotionale Geisteshaltung widerspiegeln. Es sei auch "eine Analyse einer Welt, die im Untergang begriffen ist." | video mit Video
Die Newcomer aus England mögen es simpel und roh. Ihr doch sehr universell klingender Bandname erleichtert nicht gerade die Suche nach Material über sie, aber University legen offensichtlich keinen Wert auf schnellen Ruhm, sondern arbeiten an ihrer ganz eigenen, ungestümen Version des Alternative Rock in den 2020ern. | video mit Video
Die schwedische Post-Psych-Band Den Der Hale filtert Rhythmen und atonale Melodien durch extreme Effekte. Geräusche und Noise-Schichten kontrastiert die Band durch treibende Basslinien und Percussions. Das beim oberflächlichen Hören chaotisch klingende Amalgam ist in Wahrheit enorm ausgefuchst. | video mit Video
Ihre Liebe zum Shoegaze und Dream Pop der frühen 90er Jahre hat THALA während ihrer Arbeit auf den Kanarischen Inseln entdeckt. Als sie nach Berlin zurückkehrte, stürzte sie sich in Straßenmusik, Open-Mic-Abende und widmete sich voll und ganz der Musik. | video mit Video
Nze Nze wurde 2021 im Rahmen einer Resideny in einem Pariser Studio geboren. Das französische Projekt vereint die drei Köpfe hinter Sacred Lodge und das Duo UVB76. Gespenstische Gesänge, eine geradezu chirurgische Produktionsweise und düstere Atmosphären bilden zusammen den Kernsound des Projekts. | video mit Video
Fat Dog wurden während der Corona-Lockdowns gegründet und gelten dank ihrer schweißtreibenden Gigs seit einiger Zeit als Geheimtipp in der britischen Hauptstadt. Die Band besteht aus Joe (Leadgitarre und Gesang), Jazz (Gesang und Keyboards), Will (Synthesizer), Johnny (Schlagzeug) und Ben (Bass), gelegentlich werden sie begleitet von einem Saxophonisten namens Morgan. | video mit Video
Izzy And The Black Trees wurde 2018 von der Sängerin und Bandleaderin Izabela "Izzy" Rekowska gegründet. Sie hatte zuvor die einige Zeit in London verbracht, um ihre Songwriting-Fähigkeiten zu schulen. Im März 2018 veröffentlichte die Band ihre Debütsingle "Winter's Coming Down", eine Folk-Ballade. Der Song und sein episches Musikvideo erregten die Aufmerksamkeit verschiedener Indie-Radiosender in Großbritannien, den USA und sogar Australien. | video mit Video
Mit 14 hatte sie eine Punkband, und der Aktivismus ist in den Songs von Karma Catenas Soloprojekt C'est Karma noch immer rauszuhören, wenn auch die musikalischen Mittel andere sind. | video mit Video
"Yetis" Mini-Set aus elektroakustischen Trommeln ist mehr als genug für tanzbare Grooves, während "Skier" seine selbstgebauten Erfindungen Basski, Skitar und Skindolina einfallsreich einsetzt. Die beiden passen jede ihrer Shows mit Improvisationen an den jeweiligen Ort an, inspiriert vom Publikum und der Atmosphäre. | video mit Video
Gemeinsam mit dem Elektronikproduzenten Paulie Jan haben BRACCO für ihre erste LP genau den Sound gefunden, der ihre Live-Performances wiedergibt: eine Mischung aus düsterer Clubmusik und tiefem Post-Punk. 2022 veröffentlichte das französische Duo sein zweites Album "Dromonia" bei Born Bad Records. Inspiriert von Künstlern wie Chris Carter, Tricky und Factory Floor ist der Zweitling noch drastischer als sein Vorgänger. | video mit Video
Mit krass verzerrten Gitarren, unerbittlichen Rhythmen und Spoken Word-ähnlichen Vocals macht das nordirische Post-Punk/Elektronik-Trio aus Belfast klaustrophobische Räume auf, die zum Durchdrehen und Freitanzen einladen. | video mit Video
Das Kollektiv HONESTY ist unerwartet entstanden, aus losen, unverbindlichen Treffen in einem Studio in Leeds. Große Egos haben bei Honesty keinen Platz. Gemeinsam mit einer Gruppe von Sängern machten sie sich daran, die unkonventionellen Tiefen zeitgenössischer elektronischer Musik, UK-Bass, Garage, Shoegaze, Ambient und alles dazwischen zu erkunden. | video mit Video
In ihrem Sound vereinen Annie Taylor Einflüsse aus Pop, Psychedelia, Shoegaze und Grunge. Die Band hatte bereits Gigs auf Festivals wie der MTV Music Week, dem Reeperbahn Festival, dem Zürich Open Air, Waves Vienna und dem Montreux Jazz Festival hinter sich, bevor sie auf eigene Tour durch Großbritannien, Deutschland und die Schweiz gingen. | video mit Video
Mit ihrem Sound und ihren trashig-einfallsreichen Musikvideos folgen Leatherette keiner Mainstream-Ästhetik, sondern liefern vielmehr einen Mix aus punkigen Ausbrüchen, jazzigen und elektronischen Parts und No-Wave-Elementen. Mal klingen sie warm und harmonisch, mal kratzig und ungemütlich. | video mit Video
"Wer Crème Solaire gesehen hat, vergisst sie nie mehr", schrieb Timo Posselt in seinem Porträt über die Band in der ZEIT. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Hören, denn einen solch eklektischen Mix aus Elektropop, Punk, Pop und New Wave hat es lange nicht gegeben. Sicher sind Einflüsse von Acts wie Peaches oder Chicks On Speed irgendwo in der DNA von Crème Solaire vorhanden, doch in seinem explosiven, dringlichen, fünfsprachigen Universum leistet das Schweizer Duo selbst musikalische Pionierarbeit. | video mit Video
Fotos von Crème solaire, Leatherette, Chalk, HONESTY und Annie Taylor. | bilder mit Fotostrecke
Fotos von Skier and Yeti, BRACCO, Fat Dog, Izzy And The Black Trees und C'est Karma. | bilder mit Fotostrecke
Fotos von NZE NZE, Den Der Hale, W!ZARD, University und Thala. | bilder mit Fotostrecke
Annie Taylor aus Zürich sorgten 2020 mit ihrem vielgelobten Debütalbum "Sweet Mortality" für großes Aufsehen. Wenn die Vier losrocken, gibt es kein Halten mehr. Die Band um die charismatische Sängerin Gini Jungi hat dank ihrer energiegeladenen Shows schon mehrere prestigeträchtige Festival- und Support-Slots auf dem Buckel.
Die Musik von Honesty ist von einer Dringlichkeit genauso geprägt wie von Sehnsucht und Melancholie. Gemeinsam mit verschiedenen Sängerinnen und Sängern erkundet das Kollektiv die unerforschten Ecken zeitgenössischer elektronischer Musik, darunter UK-Bass, Garage, Shoegaze und Ambient.
Mit krass verzerrten Gitarren, unerbittlichen Rhythmen und Spoken Word-ähnlichen Vocals macht das nordirische Post-Punk/Elektronik-Trio aus Belfast klaustrophobische Räume auf, die zum Durchdrehen und Freitanzen einladen.
Leatherette brechen mit Erwartungen. Und bevor dies wiederum zu erwartbar wird, erfüllen sie sie hie und da. Irgendwo zwischen Post Punk, Indie, No Wave und Jazz bauen sich Leatherette aus Bologna ihre eigene Nische. Lo-Fi und ausgecheckt zugleich, sind sie eine echte Bereicherung für die europäische Musikszene.
Rebecca Solari und Pascal Stoll treten seit 2018 zusammen als Crème solaire (Sonnencreme) auf. Ihren Sound bezeichnen die beiden selbstironisch als "Glitch-Hop-Elektro-Punk-Produkt mit versteckten Pop-Anklängen."
Karma Catena liebt Pasta und hasst das Patriarchat, wie man ziemlich schnell auf ihrer Website feststellt. Geschult an eigenständigen, experimentierfreudigen Künstlerinnen wie Björk, Kate Bush oder Billie Eilish ist ihr Pop-Ansatz minimalistisch-intim und avantgardistisch zugleich.
Aus einer beschaulichen Universitätsstadt im Westen Polens bringen Izzy und die Black Trees rohe Punk-Energie, laute Gitarrenriffs und starke Melodien. In ihrem Sound und ihrer poetisch-rebellischen Haltung spürt man die Aura von Patti Smith, Debbie Harry, Kim Gordon oder PJ Harvey.
Fat Dog verbinden rohe, verzerrte Rock'n'Roll-Energie mit futuristischen Synthie-Sounds und treibenden Backbeats. Wie viele andere Bands aus der pulsierenden Londoner Musikszene haben sich Fat Dog ihre Sporen im ehrwürdigen Club "The Windmill" verdient.
Das Pariser Duo hat eine hybride, wilde und organische Musik entwickelt, eine Art Elektro-Punk, der von Liebe, Sucht, verlorenen Träumen und rohen Emotionen erzählt. Genau so kommen Bracco auch bei ihren harten und wütenden Live-Auftritten rüber.
Filip Jevtić und Antun Gverović kommen aus der Underground-Kunstszene in Belgrad. Die zwei als Skifahrer und Yeti kostümierten Virtuosen begeben sich musikalisch auf einen Riesenslalom durch Funk, Drum and Bass, Low Rock, Elektro und Ethno-Musik.
Düstere Industrial-Sounds, kombiniert mit afrikanischen Rhythmen und einer Stimme, die direkt aus der Hölle zu kommen scheint: Nze Nze aus Paris machen keine Wohlfühl-Mucke.
Den Der Hale lässt sich ungefähr übersetzen mit "Der Schlüpfige" oder "Dieser Schweif", je nachdem, ob man den Bandnamen der Fünf aus Malmö schwedisch oder dänisch liest.
Während ihr erstes Album noch von einem instrumentalen, Prog Rock-orientierten Sound und komplexen Math-Rock-Rhythmen beeinflusst war, gibt es bei W!ZARD inzwischen Gesang, und die Band klingt direkter. Post Hardcore lässt grüßen.
Noisy, laut, roh und voller Energie und auch ein bisschen wehmütig: So lässt sich der Sound von University beschreiben. Vier junge Männer aus England toben sich gemeinsam aus und nutzen dabei die Energie von Punk und Garage und die Weirdness des Noise Rock.
Die Berliner Sängerin und Gitarristin Thala liefert in ihren Songs zutiefst persönliche Lyrics im Gewand des aktuell sehr angesagten 90er-Jahre Indie-Rock Revivals. Ihre Einflüsse reichen von Mazzy Star bis Juliana Hatfield, von noisigen Gitarrenparts zu bittersüßem Pop.