Hunderte warteten vor den Toren auf die Eröffnung von "Karls Erlebnisdorf" in Oberhausen

WDR 03:04 Min. Verfügbar bis 22.07.2028

Freizeitpark mit Erdbeeren So lief der Start von "Karls Erlebnisdorf"

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In Oberhausen hat am Mittwoch der Freizeitpark "Karls Erlebnisdorf" eröffnet. Mit Erdbeer-Überflutung und Besucher-Ansturm.

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Stefan Weisemann

Um Punkt 11:08 Uhr ertönt ein lauter Knall am Centro in Oberhausen. Buntes Konfetti fliegt aus einer großen Kanone. Einige Menschen jubeln. Eine Blaskapelle spielt "Ihr seid das Ruhrgebiet". Es ist der Moment, auf den schon Hunderte vor einem Holztor warten: "Karls Erlebnisdorf" ist eröffnet.

Die Menschen drängen sich sofort in die große Eingangshalle des Parks. Genauer: die große Verkaufshalle. Hier gibt es alles, was entfernt mit Erdbeeren zu tun hat. Erdbeermarmelade und Erdbeerbowle, Erdbeerbrot und Erdbeer-Chili-Öl. Aber auch Kirschlikör und Salami - ganz ohne Erdbeeren. Erst wer zwischen den Regalen durchgelaufen ist, kommt auf das weitläufige Gelände des Parks.

Erste Besucher erobern "Karls Erlebnisdorf" in Oberhausen

"Wir haben schon gespannt auf die Eröffnung gewartet", sagen Celine und Natalia. Die beiden sind mit ihren Kindern aus Wuppertal gekommen. Sie kennen schon das "Karls Erlebnisdorf" in Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern und freuen sich, dass es jetzt einen Park in der Nähe gibt. Die Kinder sind gerade mit einem Erdbeerspiel an einer Wand beschäftigt, "es ist schön, wenn die Kinder strahlen", sagen sie. Und: "Das Konzept ist einmalig."

Das Karusell "Erdbeerdöner" in "Karls Erlebnisdorf" in Oberhausen, ein sich drehender Dönerspieß

Kurz nach Eröffnung aufgedreht: das Karussell "Erdbeer-Döner"

Einmalig erdbeerig. Der Park ist komplett durchdesigned. Von der Erdbeer-Rutsche am Eingang bis zum Sonnenschirm, vom Sitzkissen bis zur Kletter-Erdbeere. Alles leuchtet hier in erdbeerrot. Auch die breit grinsende Erdbeer-Raupenbahn, die ihre Runden im familienfreundlichen Tempo dreht. Direkt daneben dreht sich der Erdbeer-Döner. Ein Karussell mit einem Dönerspieß in der Mitte.

Park im Ruhrgebiet im Zeichen der Erdbeere

Wer jetzt Lust aufs Essen bekommen hat, wird schnell fündig. Am Stand daneben gibt es tatsächlich einen Erdbeer-Döner mit rot gefärbtem Fladenbrot. "Absolut genial", sagt Kevin aus Bottrop, "schmeckt aber so wie ein normaler Döner". Auch Alicia und Christian am selben Tisch sind vom Park begeistert: "Hier hat man sich viel Mühe gegeben, mit ganz viel Liebe zum Detail".

Kevin, Alicia und Christian sitzen an einem Tisch und essen Erdbeer-Döner

Erdbeerdöner und Erdbeerbrause: Kevin, Alicia und Christian sind begeistert

Das kommt auch bei anderen gut an. Der Park füllt sich trotz des mäßigen Sommerferienwetters schnell. Überall sieht man spielende Kinder und lächelnde Eltern. An der großen Kartoffelsackrutsche genauso wie auf der Treckerbahn und dem Erdbeer-Hüpfkissen.

Erdbeerdorf-Erfinder ist zufrieden

Ein besonders breites Grinsen hat Robert Dahl auf den Lippen. Er ist der Erfinder der Erdbeer-Erlebnisdörfer, gilt als Deutschlands Erdbeer-König. Seine Familie hat einen Erdbeerhof, im Laufe der Jahre sind Hunderte Verkaufsstände in Deutschland dazugekommen. Aus dem landwirtschaftlichen Betrieb ist eine Marke geworden.

Bei seinen Eröffnungsworten in Oberhausen muss er kurz schlucken. "Das ergreift mich", sagt er mit Blick auf die vielen Menschen, die beim Bau des Parks geholfen haben. Insgesamt rund 600 Menschen waren hier in den letzten Monaten beschäftigt.

Die hatten ordentlich zu tun, um das Gelände, auf dem lange die Brandruine eines China-Restaurants stand, in einen Erdbeer-Park zu verwandeln. Bis tief in die Nacht zu Mittwoch wurde gearbeitet und aufgeräumt. Und erst am Mittwochmorgen, kurz vor der Eröffnung, kam die endgültige Betriebserlaubnis der Stadt Oberhausen. Damit ist das neunte "Karls Erlebnisdorf" in Deutschland eröffnet.

"Karls Erlebnisdörfer" sind erfolgreich

Bisher waren die Parks alle im Norden und Osten Deutschlands, Oberhausen ist der erste NRW-Standort. 2024 haben rund acht Millionen Menschen die Parks besucht. Als nächstes soll die Erdbeer-Expansion unter anderem mit einem "Erlebnisdorf" in den USA weitergehen.

Kinder klettern auf einem großen roten Kissen, im Hintergrund der Gasometer

Erdbeerklettern im Schatten des Gasometer: "Karls Erlebnisdorf" in Oberhausen

Das Konzept ist überall ähnlich: Der Eintritt in den Park ist frei. Für die Fahrgeschäfte müssen Besucher - wie auf der Kirmes - Fahrchips kaufen. Das geht alles nur per Karte an Automaten. Der Park ist eine bargeldfreie Zone.

Besucher des Freizeitparks in Oberhausen zufrieden

"Die Preise sind schon recht hoch", sagt ein Besucher. Es ist die einzige Kritik, die man am Eröffnungstag in Oberhausen hört. Viele freuen sich einfach über das neue Freizeitangebot. Auch Celine und Natalia sagen sofort: "Wir werden sicher wiederkommen."

Da hätte Erdbeer-Baron Dahl sicher nichts dagegen. Er denkt schon weit in die Zukunft, als er zur Eröffnung sagt: "Viel Spaß euch allen und auf die nächsten 40 Jahre hier in Oberhausen." Wenn die Erdbeeren denn so lange frisch bleiben.

"Karls Erlebnisdorf" in Oberhausen eröffnet

WDR 22.07.2026 00:40 Min. Verfügbar bis 21.07.2028

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Unsere Quellen:

  • Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
  • Gespräche mit Besuchern des Parks
  • Robert Dahl, Betreiber von "Karls Erlebnisdörfern"
  • bisherige WDR-Berichterstattung

Sendung: WDR 2, WDR 2 für Rheinland, Ruhrgebiet und Niederrhein, 22.07.2026, 13:30 Uhr
Sendung:
WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 22.07.2026, 19:30 Uhr

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