Haus Troistorff in Monschau öffnet am Sonntag

Bildquelle: Sabine Rieck/WDR

3 Min. 21 Sek. Verfügbar bis 11.09.2028

Fast 250 Jahre alt Dieses Monschauer Denkmal öffnet am Sonntag für alle

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Das alte Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert gehört zu den Prachtbauten in Monschau. Bisher hat es hauptsächlich für Hochzeiten geöffnet. Am Tag des Denkmals ist es für alle zugänglich.

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Porträtbild von Sabine Rieck
Sabine Rieck

"Ist das schön", hört man fast täglich von Touristen, die in der Laufenstraße am Haus Troistorff vorbeikommen. Die Eifelstadt Monschau, bekannt für ihre historische Altstadt, beherbergt so einige sehenswerte Gebäude und Gassen. Das Haus Troistorff ist dabei auch für viele Eheleute ein besonderer Ort: Rund 1.500 Hochzeitspaare geben sich hier jährlich das Ja-Wort und schreiten anschließend die Freitreppe hinunter.

Haus Troistorff in Monschau: Ganz besonderes Licht im Denkmal

Seit 1895 ist das Wohnhaus in kommunalem Besitz. Damit es erhalten bleibt, kümmert sich seit den 90er-Jahren der Kunst- und Kulturverein Haus Troistorff um das 250 Jahre alte Denkmal. Michael Jansen betreut als Ur-Monschauer seit kurzem als Pate die Sehenswürdigkeit.

"Es hat einen repräsentativen Außenbalkon. Die Fassade ist wunderbar eingeteilt", schwärmt Jansen. Von außen sieht das Gebäude wie ein Steinhaus aus. Tatsächlich handelt es sich um ein Fachwerkhaus, das mit Außenputz versehen wurde. 1.260 kleine Glasscheiben sorgen im Inneren für ein besonderes Licht.

Michael Jansen kennt die Geschichte von Haus Troistorff.

"Was es besonders macht, ist die Eleganz des Hauses."
Michael Jansen, Experte für Haus Troistorff

Erbaut wurde das Haus Mitte des 18. Jahrhunderts vom Tuchfabrikanten Matthias Peter Wolfgang Troistorff. Schon während der Blütezeit der Tuchproduktion in Monschau gehörte das Gebäude neben dem Roten Haus zu den Prachtbauten des Bürgertums ‒ bis sich Anfang des 19. Jahrhunderts Ländergrenzen verschoben und der Absatz zurückging.

Empfangszimmer Haus Troistorff: 3D-Tapete

Besonders beeindruckt ist Jansen vom Empfangszimmer. Es wurde mit großem Aufwand von der Städteregion restauriert und ist mit kunstvollen Tapeten in 3D-Optik verziert. "Es sind Darstellungen der Mosel", erklärt Jansen.

Ein Hingucker: das Taptenzimmer im Haus Troistorff.

Das Tapetenzimmer im Haus Troistorff

Bildquelle: Sabine Rieck/WDR

"Das Zimmer war ein Geschenk des Erbauers an seine Gattin, die aus dem Moseltal stammte", sagt Jansen. "Damit konnte sie sich an ihre Heimat erinnern." Bis heute ist nicht bekannt, wer die kostbaren Tapeten gestaltet hat.

In den beiden Obergeschossen hängen moderne Kunstwerke. Viele Bilder wurden der Stadt Monschau geschenkt. Einige der Räume können für Tagungen gemietet werden und sind eben auch bei Hochzeitsgesellschaften beliebt. "Man kann durch dieses Haus natürlich nicht die Massen durchlaufen lassen", gibt Jansen zu bedenken. Trotzdem sollte seiner Meinung nach jeder, der sich für die Geschichte der Eifel interessiert, das Haus einmal gesehen haben.

Denkmal in der Eifel: Monschauer lässt Haus Troistorff erlebbar werden

Denn Haus Troistorff erzählt auch vom Reichtum der Monschauer Tuchmacher: "Es ist nicht ein einfaches Häuschen von Webern. Die Tuchmacher haben hier ihre Macht und ihren Reichtum auf sehr elegante Art und Weise zum Ausdruck gebracht." Dass diese Geschichte auch für kommende Generationen sichtbar bleibt, ist Michael Jansen wichtig. Als Pate möchte er dazu beitragen, dass noch mehr Menschen das Haus entdecken.

Michael Jansen kennt die Geschichte von Haus Troistorff.

Michael Jansen betreut Haus Troistorff als Pate für den Kunst- und Kulturverein.

Bildquelle: Sabine Riek/WDR

Am Tag des Denkmals öffnet das Haus Troistorff für alle

Michael Jansens Wunsch wäre, dass die Besucher nicht nur davor stehen und sagen: "Ist das schön", sondern auch einmal hineingehen und sehen, was für ein Schatz sich dahinter verbirgt. Dazu öffnet das Haus Troistorff am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 13. September 2026). Interessierte können es kostenlos besuchen.

Unsere Quellen:

  • WDR-Interview mit Michael Jansen
  • Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
  • Website des Kunst- und Kulturvereins Haus Troistorff

Sendung: WDR.de, Warum jeder das Haus Troistorff einmal sehen sollte, 11.09.2026, 11:13 Uhr

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