Noch hat das Jungtier keinen Namen – es ist nicht einmal klar, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. Doch allein die Geburt des Kugelgürteltier-Babys am 21. April ist für den Tiergarten Kleve eine gute Nachricht: "Südliche Kugelgürteltiere werden nur in wenigen zoologischen Einrichtungen gehalten und gelten als anspruchsvoll in der Haltung, Fütterung und Zucht", sagt Tiergartenleiter Martin Polotzek.
Auf der Roten Liste gefährdeter Arten werden sie als "potentiell gefährdet" eingestuft. Dass dem Tiergarten Kleve innerhalb von fünf Jahren zum zweiten Mal eine erfolgreiche Nachzucht gelungen ist, sei ein großer Erfolg, so Polotzek.
Mutter und Jungtier kuscheln in Versteck
Um diesen Erfolg nicht zu gefährden, werden Mutter Paloma und das Jungtier aktuell besonders geschützt. Die Anlage, in der die Gürteltiere leben, wurde vorübergehend abgesperrt und ist für Tiergarten-Besucher nicht zugänglich. "Gerade in den ersten Lebenswochen reagieren Gürteltiere sensibel auf Störungen", sagt der Tiergartenleiter.
Da die Gürteltier-Väter sich nicht besonders für ihren Nachwuchs interessieren und den Jungtieren sogar gefährlich werden können, ist Vater Pedro bereits vor der Geburt in ein anderes Gehege gebracht worden. Mutter Paloma hingegen kümmert sich nach Angaben des Tiergartenleiters "sehr gut um den Nachwuchs". Sie schlafe "als nachtaktives Tier tagsüber meist an ihr Jungtier angekuschelt in einem schützenden Versteck".
Noch dürfte das Jungtier seine Mutter allerdings nicht gesehen haben. Bei der Geburt sind Gürteltiere blind und öffnen ihre Augen erst nach etwa 22 Tagen.
Kugelgürteltier-Nachwuchs im Tiergarten Kleve
WDR. 07.05.2026. 00:34 Min.. Verfügbar bis 06.05.2028.
Unsere Quellen:
- Tiergarten Kleve
Sendehinweis: WDR.de, Kugelgürteltier-Nachwuchs im Tiergarten Kleve, 07.05.2026, 12:06 Uhr