Nach dem Tod von Orang-Utan "Temmy" im Allwetterzoo Münster kommt Kritik von der Tierschutzorganisation Peta. Sie fordert ein generelles Verbot für die Haltung von Menschenaffen. Eine tiergerechte Haltung sei in Zoos unmöglich, so der Vorwurf.
Die Tierschützer argumentieren: Zoos seien viel zu klein, um darin Orang-Utans zu halten. Sie sprechen von Gefangenschaft. Außerdem zähle das Argument des Artenschutzes nicht. Denn eine erfolgreiche Auswilderung von Menschenaffen könne kein Deutscher Zoo vorweisen.
Allwetterzoo verweist auf höchste Haltungs-Standards
Orang-Utan Temmy
Der Allwetterzoo Münster wehrt sich gegen solche und weitere Vorwürfe. Orang-Utans hätten hier vielfältige Möglichkeiten, sich zu bewegen, sich zu beschäftigen, oder sich zurückzuziehen. Ohnehin würden für die Haltung strenge Vorgaben gelten.
Schwere Entscheidung, Temmy einzuschläfern
Außerdem weist der Zoo Spekulationen zurück, wonach Temmy maßgeblich aufgrund einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung eingeschläfert worden sei. Das 44 Jahre alte Tier habe viele gesundheitliche Probleme gehabt. Die Entscheidung sei nach sorgfältiger tiermedizinischer Abwägung getroffen worden.
Tier soll Forschung nützen
Das Orang-Utan-Weibchen Temmy war einer der ältesten in Europa lebenden Orang-Utans. Der Allwetterzoo in Münster hat ihren toten Körper nun für Forschungszwecke freigegeben. In Göttingen wird sie zunächst pathologisch untersucht. Proben sollen dann an Institute in Bonn, Leipzig und London gehen.
Unsere Quellen:
- Allwetterzoo Münster
- Tierschutzorganisation PETA
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 16.04.2026, 13:31 Uhr