Armin Rohde trauert um seinen Hund Ike | Kölner Treff
WDR. 10:53 Min.. Verfügbar bis 25.07.2028.
Tränen bei Armin Rohde : So sehr trauert der Schauspieler um seinen Hund
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Im Kölner Treff erzählt Armin Rohde von seinem eingeschläferten Hund Ike. Ein emotionaler TV-Einspieler rührt den Schauspieler dabei zu Tränen. Eine kuriose Anekdote aus NRW zeigt: Viele Hundebesitzer dürften das gut nachempfinden.
Ob Hund, Katze oder Meerschweinchen: Für viele Menschen sind Haustiere wie Familienmitglieder. Wenn das geliebte Tier dann stirbt, ist die Trauer oft groß. Für manche ist sie sogar schlimmer als der Verlust eines Menschen, wie eine Studie aus Großbritannien und Irland belegt.
Auch Schauspieler Armin Rohde musste sich bereits von einem treuen Begleiter verabschieden. Die Erinnerung an seinen American Bulldog Ike, der eingeschläfert werden musste, lässt ihn selbst drei Jahre später nicht los. "Das Schwierigste daran, wenn man ein Tier aufnimmt, ist der Abschied irgendwann. Darauf muss man innerlich vorbereitet sein", sagte der 71-Jährige am Freitagabend in der WDR-Sendung "Kölner Treff":
"Und mir war nicht klar, wie sehr das reinknallt." Schauspieler Armin Rohde
Rohde adoptierte Hund aus "Tiere suchen ein Zuhause"
Die Ausgabe der Kölner Talkshow, die in Zusammenarbeit mit "Tiere suchen ein Zuhause" produziert wurde, war für Rohde etwas Besonderes. Denn er hatte Ike 2014 aus dem Bergheimer Tierheim gerettet, nachdem er das 45-Kilogramm-Schwergewicht in der WDR-Kultsendung gesehen hatte.
Er sei sofort "sturzverliebt" beziehungsweise "schockverliebt" gewesen, betonte Rohde im Gespräch mit Moderatorin Susan Link. Als die Regie einen kurzen Videoclip mit alten Aufnahmen von ihm und Ike einspielt, werden seine Augen feucht. Rohde hält einen Moment inne, wischt sich eine Träne aus dem linken Augenwinkel und ordnet den Verlust seines Hundes ein.
"Mir war immer nicht klar, wie weh das tut, wenn man ein Tier verliert. Habe ich gerade ja wieder gemerkt." Schauspieler Armin Rohde
Kein Goldfisch, keine Tauben: Rohde holt sich eine "Bestie"
Diese sensible Seite in Sachen Haustiere hätte Rohde in jungen Jahren wohl selbst nicht von sich erwartet. Ursprünglich habe er "nicht mal einen Goldfisch" haben wollen, erklärte er zu Beginn des Gesprächs. Auch mit den Brieftauben seines Vaters konnte er früher nichts anfangen. "Mit den Tauben habe ich in meiner Kindheit ein gestörtes Verhältnis gehabt", erinnerte sich der gebürtige Gladbecker. Er und seine Brüder wurden damals voll in das väterliche Hobby eingespannt: "Für mich waren Tauben gleich kein Wochenende haben."
Armin Rohde sah Bulldogge Ike bei "Tiere suchen ein Zuhause" - und verliebte sich.
Ike sorgte bei ihm dann für völlig neue Gefühle - obwohl die Amerikanische Bulldogge im Tierheim "erstmal nicht so niedlich" aussah wie in der TV-Sendung "Tiere suchen ein Zuhause". "Als ich an den Zwinger kam, da sprang er hoch und ich habe gedacht: 'Gott, das ist eine Bestie!' Der sah im Fernsehen so putzig aus", schilderte Rohde. Ike sei aber einfach "total aufgeregt" gewesen: "Der hat auch gespürt, dass was im Gange ist, dass was passieren wird. Dann ist er auf dem Weg nach Hause aber schon im Auto eingeschlafen, was ein sehr gutes Zeichen war."
Rohde mittlerweile Besitzer einer neuen Hündin
Zwar musste Rohde die Reise zum "Kölner Treff" ohne seinen geliebten Ike antreten, alleine war er jedoch nicht: Zu seinen Füßen lag Hündin Tippsi, die er nach Ikes Tod aus der Ukraine zu sich geholt hatte.
Als Rohde in Gedanken an seinen früheren Hund die Tränen kamen, richtete sich der Rehpinscher-Mischling auf und blickte ihn einfühlsam an. Vielleicht, um den Schauspieler zu trösten - so wie es Familienmitglieder nun einmal machen.
Armin Rohde ist den Tränen nah - seiner Hündin Tippsi entgeht das nicht.
Trauer um Haustiere geht in NRW nicht nur unter die Haut
Die Offenheit, mit der Rohde in der WDR-Talkshow über den Abschied seines ersten Hundes sprach, dürfte auch viele der Hundebesitzer in Nordrhein-Westfalen emotional ergriffen haben. Rund eine Million Hunde waren im vergangenen Jahr landesweit gemeldet, die genaue Zahl könnte allerdings noch höher sein. Denn die Kommunen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer der nicht angemeldeten Hunde bei bis zu 30 Prozent liegt.
Dass viele Hundebesitzer beim Verlust ihres Vierbeiners tiefe Trauer empfinden, wie irische und britische Forscher in einer repräsentativen Studie für das Vereinigte Königreich nachgewiesen haben, ist also absolut verständlich. In Nordrhein-Westfalen geht diese tiefe Verbundenheit oft sogar über das Leben hinaus.
So gab das Land NRW im Jahr 2015 grünes Licht für den ersten Mensch-Tier-Friedhof in Grefrath (Kreis Viersen). Zuvor hatte ein Hundebesitzer bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil er die Satzungsänderung eines katholischen Friedhofs beantragt hatte. Sein Wunsch: Er wollte die Urne mit der Asche seines verstorbenen Dackels später mit in sein eigenes Grab nehmen.
Unsere Quellen:
Sendung: WDR Fernsehen, Kölner Treff, 24.07.2026, 22:00 Uhr
