Streetblooms: HipHop-Tanz als Lebenselixier

Bildquelle: WDR

03:27 Min. Verfügbar bis 22.08.2028

WDR-Kultursommer 2026 Hip-Hop-Tanz als Lebenselixier

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"Streetblooms" bedeutet übersetzt so viel wie Straßenknospen. "Als wir 2011 gegründet wurden, waren wir noch junge Tänzer, die jetzt langsam zu einer Blume erblühen", erzählt Mitglied Eileen Naglik im WDR-Interview die Geschichte des Namens. Aus der Straßenknospe ist seitdem eine Hip-Hop-Tanzcrew geworden, die sich in der Tanzszene einen Namen gemacht hat.

Tanzen lässt den Alltag vergessen

"Wir versprühen Funky Vibes", beschreibt Naglik die Energie der Gruppe. Im Laufe der Jahre hat sich Streetblooms viele verschiedene Tanzstile angeeignet. Zum Hip-Hop kommen Einflüsse aus Funk und Freestyle-Elemente. Tanzen ist dabei mehr als nur ein Hobby. "So eine Stunde Tanzen kann einen alles vergessen lassen. Das gibt einem irgendwie Energie, es ist Ausdruck", sagt Streetblooms-Mitglied Sarah Bernholz. Für sie sei das Tanzen wichtig, um Emotionen zu verarbeiten.

Erfolge bei Wettbewerben

Streetblooms hat viele Preise gewonnen. Bei den Duisburger Tanztagen haben sie 2025 den ersten Platz belegt. Der Pokal steht bei Trainerin Anabell Schipp zuhause neben dem "Bergischen Löwen" in der Vitrine, den die Crew bei einer spartenübergreifenden Tanz-Meisterschaft im Bergischen Land gewonnen hat. Auch an der der Hip-Hop WM in Glasgow hat sie schon teilgenommen.

Zum Beruf haben die Streetblooms-Mitglieder das Tanzen nicht gemacht, ernst nehmen sie es trotzdem. "Manche Leute kommen in Kurse und tanzen so nebenbei, aber für mich ist Tanzen wirklich ganz oben", erzählt Eileen Naglik. Dieses Commitment sei auch notwendig, um in einer Meisterschafts-Crew die notwendigen Leistungen zu erbringen.

"Manchmal hab ich das Gefühl, ich bin hier auf der Erde, um zu tanzen." Streetblooms-Mitglied Eileen Naglik

Spaß steht über dem Leistungsdruck

Neben dem intensiven Training wollen die Mitglieder aber nicht den Spaß am Tanzen verlieren. "Streetblooms ist auf jeden Fall eine Gute-Laune Crew", sagt Trainerin Anabell Schipp. "Ich glaube, das ist auch der Grund, warum wir neben den Meisterschaften noch viele Auftritte machen." Ein wichtiger Antrieb sind dabei die Reaktionen aus dem Publikum. "Es macht viel Spaß zu sehen, wie das Tanzen andere Menschen begeistert, die eigentlich gar nicht viel damit zu tun haben", sagt Streetblooms-Mitglied Sarah Bernholz.

Dance-Crew als zweite Familie

Der Streetblooms-Kalender ist mit Wettbewerben und Auftritten gut gefüllt. Trotzdem verbringen die Tänzerinnen auch privat viel Zeit miteinander. "Wir unternehmen auch Dinge zusammen", erzählt Eileen Naglik. "Wir gehen feiern, wir machen Poolparties im Sommer. Wir machen auch Urlaub zusammen. Man hat sowas wie eine zweite Familie, ein zweites Zuhause."

Um Mitglied bei den Streetblooms zu werden, braucht es daher mehr als nur tänzerisches Talent. Auch menschlich müssen neue Mitglieder in die Gruppe passen. "In die Tanzschule kann jeder kommen, aber zu Streetblooms kann eben nicht jeder kommen. Es ist eine familiäre und sehr intensive Zeit", sagt Trainerin Schipp.

Unsere Quellen:

  • WDR-Beitrag über Streetblooms
  • Social-Media-Accounts von Streetblooms

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit, 22.08.2026, 19:30 Uhr 

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