70 Jahre Bravo

Früher war sie der Inbegriff von "jung", jetzt ist sie selber alt: Die Bravo wird 70. Sie war bekannt für ihren offenen Umgang mit Sexthemen für Teenager und Kult wegen der Starschnitt-Poster. Heute ist die Auflage im Keller, doch in den sozialen Medien ist die Bravo immer noch ein Begriff.

1956: Die erste Ausgabe der BRAVO erscheint

Heft Nummer eins mit Marilyn Monroe und Richard Widmark auf dem Cover erschien am 26. August 1956. Da trug die Bravo noch den Untertitel "Zeitschrift für Film und Fernsehen". Die Idee zu dem Magazin hatten der spätere Bild-Chefredakteur Peter Boenisch und der Verleger Walter Kindler.

Diverse Cover der Bravo

Von Anfang an brachte die Bravo Infos und Geschichten über Stars aus der Musik- und TV-Szene. Zielgruppe waren Teenager. Seit 1968 erscheint das Heft im Bauer-Verlag, lange Jahre wöchentlich, inzwischen nur noch einmal im Monat.

Eine aktuelle Ausgabe der Jugendzeitschrift "Bravo" mit den Seiten der "Dr. Sommer Sprechstunde".

Für viele Jugendliche waren die Ratgebertexte von "Dr. Sommer" über Sexualität ein Highlight. Ein "Dr. Sommer-Team" hat die Bravo nach wie vor. Die Rubrik erschien ab 1969.

Martin Goldstein war Dr. Sommer

Hinter Dr. Sommer steckte der Arzt, Therapeut und Religionslehrer Martin Goldstein. In seinen Texten beantwortete er Fragen von Jugendlichen.

Man sieht die Hände von Martin Goldstein (Dr. Sommer), die eine aufgeschlagene Bravo halten. Die Dr. Sommer Seite ist zu sehen.

Die Fragen in den 60ern und 70ern hießen zum Beispiel "Kann ich von Petting schwanger werden?" oder auch "Mein Freund liest Sex-Hefte. Soll ich mich trennen?" Das mag heute lächerlich klingen, damals war es für viele Erwachsene unerhört. Zweimal landete die Bravo wegen der Kolumne auf dem Index der staatlichen Jugendschützer.

Brigitte Bardot

Zweites Markenzeichen der Bravo waren die Starschnitte, mehrteilige Riesenposter von Größen der Musik- und Filmbranche zum Herausnehmen. Der erste zeigte Brigitte Bardot, 2013 wurde das Konzept reanimiert.

Mitglieder der Boyband "Backstreet Boys" mit Trophäen und Bravo-Heft in der Hand (1997)

Zu Hochzeiten Anfang der 1990er Jahre lag die Auflage der Bravo angeblich bei über 1,5 Millionen Heften. Heute bewegt sie sich nur noch bei ca. 45.000 Exemplaren.

Verschiedene Titelseiten des Bravo-Magazins, ganz vorne sind Spandau Ballet auf dem Cover, Deutschland 1985

Dennoch bleibt die Bravo auch 70 Jahre nach Heft Nummer eins weiter präsent – und hat sich in den sozialen Medien eine größere Community aufgebaut: 865.000 Follower zählt das Magazin auf Instagram, immerhin gut 325.000 sind es bei Tiktok. Totgesagte leben bekanntlich länger!

Heft Nummer eins mit Marilyn Monroe und Richard Widmark auf dem Cover erschien am 26. August 1956. Da trug die Bravo noch den Untertitel "Zeitschrift für Film und Fernsehen". Die Idee zu dem Magazin hatten der spätere Bild-Chefredakteur Peter Boenisch und der Verleger Walter Kindler.

Von Anfang an brachte die Bravo Infos und Geschichten über Stars aus der Musik- und TV-Szene. Zielgruppe waren Teenager. Seit 1968 erscheint das Heft im Bauer-Verlag, lange Jahre wöchentlich, inzwischen nur noch einmal im Monat.

Für viele Jugendliche waren die Ratgebertexte von "Dr. Sommer" über Sexualität ein Highlight. Ein "Dr. Sommer-Team" hat die Bravo nach wie vor. Die Rubrik erschien ab 1969.

Hinter Dr. Sommer steckte der Arzt, Therapeut und Religionslehrer Martin Goldstein. In seinen Texten beantwortete er Fragen von Jugendlichen.

Die Fragen in den 60ern und 70ern hießen zum Beispiel "Kann ich von Petting schwanger werden?" oder auch "Mein Freund liest Sex-Hefte. Soll ich mich trennen?" Das mag heute lächerlich klingen, damals war es für viele Erwachsene unerhört. Zweimal landete die Bravo wegen der Kolumne auf dem Index der staatlichen Jugendschützer.

Zweites Markenzeichen der Bravo waren die Starschnitte, mehrteilige Riesenposter von Größen der Musik- und Filmbranche zum Herausnehmen. Der erste zeigte Brigitte Bardot, 2013 wurde das Konzept reanimiert.

Zu Hochzeiten Anfang der 1990er Jahre lag die Auflage der Bravo angeblich bei über 1,5 Millionen Heften. Heute bewegt sie sich nur noch bei ca. 45.000 Exemplaren.

Dennoch bleibt die Bravo auch 70 Jahre nach Heft Nummer eins weiter präsent – und hat sich in den sozialen Medien eine größere Community aufgebaut: 865.000 Follower zählt das Magazin auf Instagram, immerhin gut 325.000 sind es bei Tiktok. Totgesagte leben bekanntlich länger!

Stand: 26.08.2026, 00:00 Uhr