Michael Lohse präsentiert Meisterwerke der klassischen Musik WDR 3 Meisterstücke

Eine unterhaltsame Reise durch das faszinierende Universum der klassischen Musik - für Liebhaber:innen und Neueinsteiger:innen. Michael Lohse und sein Team erzählen die Geschichten hinter den Meisterwerken: Pointen, Fakten, Hintergründe.

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Mussorgski: Bilder einer Ausstellung - Galeriebesuch mit Folgen

Mussorgski: Bilder einer Ausstellung - Galeriebesuch mit Folgen WDR 3 Meisterstücke 13.09.2026 13 Min. 34 Sek. Verfügbar bis 23.08.2037 WDR 3

Ein Museumsbesuch schreibt Musikgeschichte: Mussorgski sieht die Bilder seines verstorbenen Freundes Viktor Hartmann – und verwandelt sie in einen Klavierzyklus, der zum Welterfolg wird.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autoren: Philipp Quiring, Michael Lohse Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


1874 besucht Modest Mussorgski eine Gedächtnisausstellung für seinen früh verstorbenen Freund Viktor Hartmann – und gerät in einen Schaffensrausch. Zehn Bilder macht er zu zehn Klavierstücken: ein grotesker Gnom, ein rumpelnder Ochsenkarren, das Hexenhaus von Hexe Baba Yaga oder das nie gebaute Große Tor von Kiew. Dazwischen spaziert Mussorgski selbst durch die Ausstellung: Seine „Promenaden“ verändern sich mit dem, was er gerade gesehen hat. Später macht Maurice Ravels farbenprächtige Orchesterfassung den Zyklus endgültig weltberühmt.

Wenn dir die Musik von Modest Mussorgski gefällt, solltest du unbedingt auch seine Oper „Boris Godunow“ hören – dort findet er ebenfalls einen ganz eigenen, unmittelbar russischen Ton. Oder Ravels Klavierkonzert für die linke Hand: Der Komponist, dessen Orchesterfassung die „Bilder einer Ausstellung“ berühmt gemacht hat, zeigt darin noch einmal seine außergewöhnliche Klangfantasie. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung
Svjatoslav Richter, Klavier

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Autoren: Philipp Quiring, Michael Lohse
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Franz Schubert: Forellenquintett - Angeln in A-Dur

Franz Schubert: Forellenquintett - Angeln in A-Dur WDR 3 Meisterstücke 06.09.2026 12 Min. 58 Sek. Verfügbar bis 16.08.2037 WDR 3

Schubert macht Urlaub – und bekommt einen Auftrag mit Sonderwünschen: Kontrabass statt zweiter Geige und bitte Variationen über seinen Hit „Die Forelle“. Daraus wird eines seiner beliebtesten Kammermusikwerke.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Sommer 1819: Franz Schubert reist mit seinem Freund Johann Michael Vogl nach Steyr. Dort trifft er den wohlhabenden Mäzen und Hobby-Cellisten Sylvester Paumgartner. Der wünscht sich ein Quintett in ungewöhnlicher Besetzung – und Variationen über Schuberts Lied „Die Forelle“. Schubert liefert fünf Sätze voller Esprit. Der Kontrabass verschafft dem Cello mehr Freiheit, und im vierten Satz wandert die bekannte Forellenmelodie durch die Instrumente. Selbst die ziemlich mörderische Geschichte des Lieds kann die gute Laune dieses Quintetts kaum trüben: Die muntere Forelle landet darin am Ende am Haken.

Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt auch seine „Wandererfantasie“ oder das Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ anhören. Wie im Forellenquintett greift Schubert in beiden Werken auf ein eigenes Lied zurück und macht daraus große Instrumentalmusik. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Franz Schubert: Klavierquintett A-Dur D 667 („Forellenquintett“)
Alfred Brendel, Klavier
Thomas Zehetmair, Violine
Tabea Zimmermann, Viola
Richard Duven, Violoncello
Peter Riegelbauer, Kontrabass
(Philips)

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Außerdem in dieser Folge zu hören:

Franz Schubert: Die Forelle D 550
Fritz Wunderlich, Tenor
Hubert Giesen, Klavier
(Deutsche Grammophon)

Die Aufnahme kannst du hier anhören.

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Autor: Christoph Vratz
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Hugo Wolf: Mörike-Lieder - ein Kritiker wechselt die Seiten

Hugo Wolf: Mörike-Lieder - ein Kritiker wechselt die Seiten WDR 3 Meisterstücke 30.08.2026 13 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 09.08.2037 WDR 3

Musikkritiker Hugo Wolf kann ziemlich gnadenlos austeilen. Dann wechselt er die Seiten – und schreibt im Schaffensrausch 53 Mörike-Lieder. Kleine Form, ganz groß.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Hugo Wolf ist als Musikkritiker für seine bissigen Urteile berüchtigt. Mit 27 kündigt er den Job und konzentriert sich aufs Komponieren. Kurz darauf gerät er mit den Gedichten Eduard Mörikes in eine regelrechte „Componier-Wuth“: An manchen Tagen entstehen gleich zwei oder drei Lieder. Wolf macht aus den Texten musikalische Miniaturdramen – psychologisch genau, harmonisch kühn und immer wieder überraschend witzig. Auch das Klavier erzählt dabei kräftig mit. Im letzten Lied „Abschied“ dreht Wolf den Spieß schließlich um: Ein Musikkritiker bekommt einen Tritt und purzelt die Treppe hinunter. So kann man die Seiten auch wechseln.

Wenn dir die Musik von Hugo Wolf gefällt, solltest du unbedingt auch Schuberts „Winterreise“ hören, einen der großen Gipfel des Kunstlieds, oder Schumanns Liederkreis op. 24. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Hugo Wolf: Mörike-Lieder
Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
Daniel Barenboim, Klavier
(Deutsche Grammophon)

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Autor: Christoph Vratz
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Antonio Soler: Fandango - Techno des 18. Jahrhunderts

Antonio Soler: Fandango - Techno des 18. Jahrhunderts WDR 3 Meisterstücke 23.08.2026 13 Min. 23 Sek. Verfügbar bis 02.08.2037 WDR 3

Casanova nennt den Fandango den „wollüstigsten Tanz der Welt“. Ausgerechnet der Mönch Antonio Soler macht daraus ein halsbrecherisches Cembalostück – zwölf Minuten Verführung und Virtuosität.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Volker Sellmann Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Der Fandango bringt im 18. Jahrhundert halb Spanien zum Tanzen – und Casanova geradezu um den Verstand. Ausgerechnet Padre Antonio Soler, Mönch und Kapellmeister im Kloster El Escorial, macht daraus ein virtuoses Bravourstück für Cembalo. Über einer ständig wiederholten Basslinie türmt er Läufe, Sprünge, Tonrepetitionen und überraschende Tonartwechsel auf, bis das Instrument beinahe wie ein ganzes Orchester klingt. Solers Fandango wird zum Vorbild: Boccherini greift ihn auf, Hans Werner Henze lässt sich davon inspirieren – und L’Arpeggiata schickt ihn schließlich sogar in den Jazzkeller.

Wenn dir die Musik von Antonio Soler gefällt, solltest du unbedingt auch Domenico Scarlattis Klaviersonaten hören – spanische Rhythmen, wilde Harmonien und halsbrecherische Virtuosität auf dem Cembalo. Oder Rameaus „Pièces de clavecin“, in denen ein einziges Tasteninstrument ebenfalls zum großen Theater wird. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Padre Antonio Soler: Fandango d-Moll
Andreas Staier, Cembalo
aus: Variaciones del Fandango español
(Teldec) 

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Außerdem im Beitrag zu hören:
Antonio Soler: Fandango
L’Arpeggiata
Christina Pluhar, Leitung
aus: „Los Pajaros Perdidos“
(Warner Classics)

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Autor: Volker Sellmann
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana – Ekstase und Ehrenmord

Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana – Ekstase und Ehrenmord WDR 3 Meisterstücke 16.08.2026 13 Min. 45 Sek. Verfügbar bis 26.07.2037 WDR 3

Kitsch-Radar einschalten: In Mascagnis „Cavalleria rusticana“ schluchzen die Streicher und kochen die Leidenschaften von Bauern über. Doch immer wieder zerreißt Mascagni die schöne Dorfidylle – bis zur Katastrophe ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Ein Opernwettbewerb soll Pietro Mascagni endlich den Durchbruch bringen. Für neun Lire kauft er einen Wecker, damit er frühmorgens an „Cavalleria rusticana“ schreiben kann – bis sein neugeborenes Kind den Weckdienst übernimmt. Das Ergebnis macht ihn schlagartig zum Star. Statt Königen und Göttern zeigt Mascagni Bauern auf Sizilien, Eifersucht und eine Dorfgemeinschaft, die ihre Ordnung bis aufs Blut verteidigt. Verismo also. Nur klingt diese Welt oft verdächtig schön: Osterchöre, Streicher-Schmelz, das berühmte Intermezzo. Mascagni lässt das Kitsch-Radar ausschlagen – und setzt immer wieder harte Schnitte dagegen.

Wenn dir die Musik von Pietro Mascagni gefällt, solltest du unbedingt auch Puccinis „La Bohème“ hören – dort stehen ebenfalls Figuren ohne Rang und Titel im Zentrum, und aus ihrem Leben wird großes Musiktheater. Oder Verdis „Rigoletto“, wenn du erleben willst, wie italienische Oper schon eine Generation zuvor gesellschaftliche Außenseiter in einer gnadenlosen Welt auf die Bühne bringt. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Pietro Mascagni: Cavalleria rusticana
Carlo Bergonzi (Turiddu), Fiorenza Cossotto (Santuzza), Adriane Martino (Lola), Maria Gracia Allegri (Lucia), Giangiacomo Guelfi (Alfio)
Chor und Orchester der Mailänder Scala
Herbert von Karajan (Leitung)
(Deutsche Grammophon)

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Autor: Nick-Martin Sternitzke
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Reger: Mozart-Variationen – Mozart à la Reger

Reger: Mozart-Variationen – Mozart à la Reger WDR 3 Meisterstücke 09.08.2026 13 Min. 6 Sek. Verfügbar bis 19.07.2037 WDR 3

„Man kann nicht immer schweren, dunklen Bordeaux trinken“, findet Max Reger – und greift zu Mozart. Seine Mozart-Variationen zeigen den vermeintlichen Schwergewichtler von seiner leichtesten Seite.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Max Reger gilt bis heute als schwer zugänglich: dichte Harmonien, verschachtelte Linien, viel Gewicht. Für seine Mozart-Variationen op. 132 nimmt er das grazile Anfangsthema aus Mozarts A-Dur-Sonate KV 331 und zeigt, dass er auch anders kann. In neun Variationen verwandelt er den vertrauten Einfall immer wieder neu; im Finale huldigt eine Doppelfuge zusätzlich seinem großen Vorbild Bach. Entstanden ist das Werk während einer Kur – trotz ärztlichen Komponierverbots. Reger wollte „eine Partitur voller Grazie“ und „ohne Erdenschwere“ schreiben. Genau das gelingt ihm.

Wenn dir die Musik von Max Reger gefällt, solltest du unbedingt auch sein Klavierkonzert f-Moll hören – dort zeigt sich der Komponist von seiner monumentalen Seite. Oder Bachs „Kunst der Fuge“, die ebenfalls mit dem Vorurteil aufräumt, Kontrapunkt sei trockene Schreibtischmusik. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132
Staatskapelle Dresden
Herbert Blomstedt, Leitung
(Profil)

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Autor: Christoph Vratz
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Paul Hindemith: Streichquartett Op. 16 – Neustart nach dem Krieg

Paul Hindemith: Streichquartett Op. 16 – Neustart nach dem Krieg WDR 3 Meisterstücke 02.08.2026 13 Min. 26 Sek. Verfügbar bis 12.07.2037 WDR 3

Lieblingskomponist Hindemith? Hört man selten. Sein Streichquartett op. 16 zeigt, wie ungerecht das ist: ein rebellisches Frühwerk voller Energie – und mit einem langsamen Satz, der unter die Haut geht.

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1921 soll Paul Hindemiths Streichquartett op. 16 bei den ersten Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt werden. Doch das vorgesehene Ensemble kneift: zu kompliziert, zu viel Probenarbeit. Also übernimmt Hindemith selbst die Bratsche, sein Bruder das Cello, zwei Geiger werden kurzfristig organisiert. Acht Tage später gelingt ein „donnernder Erfolg“ – und Hindemith schafft den Durchbruch. Das Quartett ist schroff, energiegeladen und hochexpressiv. Vor allem der langsame Satz räumt mit dem Vorurteil vom emotionslosen Hindemith gründlich auf.

Wenn dir die Musik von Paul Hindemith gefällt, solltest du unbedingt auch Leoš Janáčeks Streichquartett „Kreutzersonate“ hören – ein fast zeitgleiches Werk. Oder Beethovens Streichquartett op. 132, dessen langsamer Satz zeigt, welche emotionale Wucht vier Instrumente entfalten können. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Paul Hindemith
Streichquartett op. 16
Kreuzberger Streichquartett
(Telefunken, 1976)

Leider ist diese Einspielung derzeit nicht auf Spotify verfügbar. Dort könnt ihr das Werk aber in einer starken Aufnahme mit dem Amar Quartett hören – jenem Ensemble, das den Namen von Hindemiths legendärer Quartettformation weiterträgt. Ihr findet das Album hier.

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Autor & Host: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Richard Wagner: Die Walküre – Wenn Wotan wütend wird

Richard Wagner: Die Walküre – Wenn Wotan wütend wird WDR 3 Meisterstücke 26.07.2026 13 Min. 5 Sek. Verfügbar bis 05.07.2037 WDR 3

Göttervater Wotan will alles kontrollieren. Doch in Wagners „Walküre“ widersetzt sich ausgerechnet seine Lieblingstochter Brünnhilde – und aus dem Machtspiel des „Ring“ wird eine Familienkatastrophe mit Welthit.

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Die „Ring“-Tetralogie geht weiter: Ein Unwetter treibt Siegmund in Hundings Haus. Dort verliebt er sich in Sieglinde – ohne zu wissen, dass sie seine Zwillingsschwester ist. Damit gerät auch Wotans Plan aus den Fugen: Seine Tochter Brünnhilde soll Siegmund fallen lassen, stellt sich aber gegen den Göttervater. Wagner verbindet in seinem 2. „Ring“-Teil Tabubruch, Macht- und Familienkonflikt mit einem dichten Netz aus Leitmotiven. Dazu kommen „Winterstürme“, Wälse-Rufe und der Walkürenritt: ein Opernthriller mit hoher Ohrwurmquote.

Wenn dir die Musik von Richard Wagner gefällt, solltest du unbedingt auch „Das Rheingold“ hören – den ersten Teil des „Ring des Nibelungen“, in dem Wagners große Familiensaga um Macht, Besitz und Verrat beginnt. Oder „Tristan und Isolde“, wenn du erleben willst, wie Wagner Liebe und Begehren musikalisch bis an die Grenzen treibt. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Richard Wagner:
Der Ring des Nibelungen, Teil 2: Die Walküre
Solistinnen und Solisten u. a. Birgit Nilsson, Régine Crespin, James King, Christa Ludwig, Hans Hotter und Gottlob Frick
Wiener Staatsopernchor; Wiener Philharmoniker
Georg Solti (Ltg.)
(Decca)

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Host & Redaktion: Michael Lohse
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Beethoven: Gassenhauer-Trio – Titan zum Mitpfeifen

Beethoven: Gassenhauer-Trio – Titan zum Mitpfeifen WDR 3 Meisterstücke 19.07.2026 12 Min. 55 Sek. Verfügbar bis 28.06.2037 WDR 3

Beethoven als Hitverwerter: Für sein „Gassenhauer-Trio“ nimmt er einen Opern-Ohrwurm, den damals in Wien alle kennen. Heraus kommt Kammermusik mit Publikumsfaktor – leicht, witzig und trotzdem typisch Beethoven.

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Junger Komponist sucht Aufmerksamkeit: 1797 ist Beethoven in Wien vor allem als Pianist berühmt. Für sein „Gassenhauer-Trio“ greift er zu einem Hit aus Joseph Weigls Oper „Der Korsar aus Liebe“ und baut daraus neun Variationen für Klarinette, Cello und Klavier. Klingt nach gefälliger Unterhaltung? Nicht nur. Beethoven mischt Salon-Charme mit scharfen Kontrasten, virtuosem Klavierpart und spontaner Improvisationslust. Entertainer statt Titan – aber mit Ecken und Kanten.

Wenn dir die dieses Trio gefällt, solltest du unbedingt auch Louise Farrencs Klarinettentrio oder Franz Schuberts Oktett hören. Beide zeigen, wie viel sinfonischer Ehrgeiz in Kammermusik stecken kann. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur, Op. 11 (“Gassenhauer”)
Daniel Ottensamer (Klarinette), Stephan Koncz (Cello), Christoph Traxler (Klavier)
(Decca)

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Vicenzo Bellini: Norma – Priesterin zwischen den Fronten

Vicenzo Bellini: Norma – Priesterin zwischen den Fronten WDR 3 Meisterstücke 12.07.2026 13 Min. 24 Sek. Verfügbar bis 21.06.2037 WDR 3

Oper zum Reinbeißen: Nach Bellinis „Norma“ ist sogar ein Pastagericht benannt. Die berühmteste Arie daraus kennt fast jeder – doch „Casta Diva“ ist mehr als schöne Melodie: vokales Krisenmanagement.

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Norma liebt den Feind, hat heimlich zwei Kinder mit ihm und soll gleichzeitig ihr Volk zum Aufstand gegen Rom führen. Schlechte Voraussetzungen für einen ruhigen Arbeitstag als Priesterin. In Bellinis Oper wird „Casta Diva“ deshalb nicht einfach zur schönen Mondschein-Arie, sondern zum politischen Ablenkungsmanöver: Norma predigt Frieden, weil Krieg ihre Familie zerstören und ihr Keuschheitsgelübde auffliegen lassen würde. Bellini macht aus Belcanto mehr als virtuosen Stimmglanz – jede Koloratur, jede schlichte Linie zeigt, wie diese Frau zwischen Amt, Liebe, Rache und Verantwortung fast zerreißt.

Wenn dir die Musik von Vincenzo Bellini gefällt, solltest du unbedingt auch Donizettis „Lucia di Lammermoor“ hören – noch ein Belcanto-Extremfall mit einer Heldin im Ausnahmezustand. Oder Rossinis „Barbier von Sevilla“, wenn du erleben willst, wie virtuos und federnd italienische Oper kurz vor Bellini klingen kann. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Vincenzo Bellini, Norma
Joan Sutherland, Montserrat Caballé, Luciano Pavarotti, Samuel Ramey
Welsh National Opera Chorus & Orchestra, Richard Bonynge
(Decca)

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Autor: Nick-Martin Sternitzke
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Anton Dvorák: 8. Sinfonie – böhmischer Sommertag

Anton Dvorák: 8. Sinfonie – böhmischer Sommertag WDR 3 Meisterstücke 05.07.2026 13 Min. 36 Sek. Verfügbar bis 14.06.2037 WDR 3

Die 8 muss eine Glückszahl sein: Dvořáks 8. Sinfonie klingt nach Sonnenschein, Waldspaziergang und Melodien im Überfluss. Dabei beginnt dieses heitere Meisterstück ausgerechnet in Moll.

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Antonín Dvořák komponiert seine 8. Sinfonie 1889 auf seinem Sommersitz Vysoká südlich von Prag. Dort widmet er sich seinem Garten, seiner Taubenzucht – und den Melodien, die ihm, wie er schreibt, „nur so zufliegen“. Nach der eher strengen, tragischen 7. Sinfonie will Dvořák diesmal bewusst neue Wege gehen. Er hält sich zwar an die viersätzige Form, füllt sie aber mit überraschenden Wendungen, tänzerischen Momenten und färbt sie mit böhmischem Kolorit. Seinen Kollegen Johannes Brahms irritiert das, aber das Publikum tobt begeistert.

Wenn dir die Musik von Antonín Dvořák gefällt, solltest du unbedingt auch seine Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ hören. Oder Tschaikowskys 5. Sinfonie – wegen der großen Melodien und der slawischen Klangwelt, die Dvořák in dieser Zeit hörbar beschäftigt. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Antonín Dvorák
Sinfonie Nr. 8 G-Dur, op. 88
Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado (Ltg.)
(Sony Classical)

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Host & Autor: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Hans Werner Henze: Voices – engagierter Einzelgänger

Hans Werner Henze: Voices – engagierter Einzelgänger WDR 3 Meisterstücke 28.06.2026 13 Min. 12 Sek. Verfügbar bis 07.06.2037 WDR 3

Verbotene Bücher, vom eigenen Vater angezeigt: Hans Werner Henze weiß früh, was falsche Autorität bedeutet. In „Voices“ macht er daraus Musik als Widerstand – wild, unbequem und voller Stimmen aus aller Welt.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Am 1. Juli 2026 wäre Hans Werner Henze 100 Jahre alt geworden. Als Jugendlicher liest er heimlich verbotene Literatur – bis ihn der eigene Vater bei der Polizei anzeigt. Diese Erfahrung prägt sein Verhältnis zu Kunst, Politik und Autorität. In „Voices“ vertont Henze Texte von Heberto Padilla, Ho Chi Minh, Bertolt Brecht und vielen anderen: Es geht um Zensur, Gefängnis, Revolution und Solidarität mit Unterdrückten. Begleitet werden die Singstimmen von einem kleinen Ensemble, das fast ein ganzes Klangmuseum bedient: rund 80 Instrumente, Transistorradio und Rugbypfeife inklusive. Heraus kommt eine wilde Protestmusik: solidarisch, skeptisch, grell – und nie auf Linie.
 
Wenn dir die Musik von Hans Werner Henze gefällt, solltest du unbedingt auch Pierre Boulez’ „Le Marteau sans maître“ oder Dimitri Schostakowitschs 5. Sinfonie hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. 

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Hans Werner Henze: Voices
Sarah Walker (Mezzosopran)
Paul Sperry (Tenor)
The London Sinfonietta
Hans Werner Henze (Ltg.)
(Decca)

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Team hinter dieser Folge:
Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Chopin: Sonate b-Moll – der berühmteste Trauermarsch der Welt

Chopin: Sonate b-Moll – der berühmteste Trauermarsch der Welt WDR 3 Meisterstücke 21.06.2026 13 Min. 9 Sek. Verfügbar bis 31.05.2037 WDR 3

Kennedy, Churchill, Tito: Chopins Trauermarsch ist der Soundtrack für Staatsbegräbnisse. Dabei ist dieser Welthit nur die Single-Auskopplung einer Klaviersonate – rätselhaft, düster und alles andere als harmlos.

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Ein einziger Ton, ein gravitätischer Rhythmus – mehr braucht Chopin nicht, um einen ganzen Trauerzug in Bewegung zu setzen. Sein berühmter „Marche funèbre“ ist aber nur das Zentrum der b-Moll-Sonate op. 35. Um ihn herum baut Chopin ein düsteres Klavierdrama voller scharfer Kontraste: fiebrige Unruhe, tröstende Erinnerungen, erstarrter Schmerz – und am Ende fegt ein gespenstisches Mini-Finale vorbei, über das selbst Robert Schumann nur rätseln kann: „einer Sphinx gleich mit spöttischem Lächeln“. 

Wenn dir die Musik von Frédéric Chopin gefällt, solltest du unbedingt auch seine 24 Préludes op. 28 hören – mit dem berühmten „Regentropfen-Prélude“. Oder Beethovens „Pathétique“, an deren dramatischen Beginn Chopin in seiner b-Moll-Sonate anknüpft. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds. 

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Frédéric Chopin
Sonate b-Moll op. 35
Andrei Gavrilov (Klavier)

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Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 7 – Beethovens produktiver Sekretär

Ferdinand Ries: Sinfonie Nr. 7 – Beethovens produktiver Sekretär WDR 3 Meisterstücke 14.06.2026 13 Min. 23 Sek. Verfügbar bis 24.05.2037 WDR 3

Ein Leben im Schatten Beethovens: Ferdinand Ries war Schüler, Sekretär und Biograf des Genies. Aber seine 7. Sinfonie klingt nicht nach Fußnote – sondern nach einem Komponisten, der endlich selbst gehört werden will.

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Ferdinand Ries erledigt Botengänge für Beethoven, kopiert Noten und schreibt später an dessen Biografie mit. Kein Wunder, dass seine eigene Musik lange im Schatten des übermächtigen Lehrers steht. Dabei ist Ries ein brillanter Kopf: Pianist, Kosmopolit, Vielschreiber. In seiner 7. Sinfonie bündelt er all das – Beethovens Energie, Schuberts Farben, romantische Unruhe und Melodien, die sofort hängen bleiben. Das Verrückte: Zu Ries’ Lebzeiten wird das Werk vermutlich nie aufgeführt. Erst 2004 erscheint die Sinfonie im Druck.

Wenn dir die Musik von Ferdinand Ries gefällt, solltest du unbedingt Beethovens 7. Sinfonie oder Schuberts „Große“ C-Dur-Sinfonie hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ferdinand Ries
Sinfonie Nr. 7 a-Moll op. 181
Tapiola Sinfonietta, Janne Nisonen (Ltg.)
(Ondine)

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Autor: Christoph Vratz
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Mahler: Sinfonie Nr. 9 – Abgesang vor Alpenkulisse

Mahler: Sinfonie Nr. 9 – Abgesang vor Alpenkulisse WDR 3 Meisterstücke 07.06.2026 13 Min. 26 Sek. Verfügbar bis 06.06.2036 WDR 3

Ein Bauernhaus in Toblach, eine zugige Holzhütte – und Musik an der Grenze zum Unendlichen: Mahlers 9. Sinfonie klingt wie ein Abschied, aber auch wie ein letzter großer Liebesbrief an die Welt.

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Im Sommer 1909 zieht sich Gustav Mahler nach Toblach in den Dolomiten zurück. Nach etwa einem halben Jahr ist seine 9. Sinfonie fertig – ein Werk zwischen Naturerlebnis, Todesahnung und Aufbruch in die Moderne. Mahler komponiert wie besessen, löst vertraute Formen auf und wagt das Unerhörte: eine Sinfonie, die nicht triumphiert, sondern im Nichts verklingt. Für viele wird sie zum Testament des Komponisten. Mahler selbst spricht dagegen von einer „Bereicherung meiner kleinen Familie“. Nur ein Jahr später ist er tot … 

Wenn dir die Musik von Gustav Mahler gefällt, solltest du unbedingt auch sein „Lied von der Erde“ hören. Das Werk entsteht unmittelbar vor der 9. Sinfonie, umkreist ähnliche Themen und gilt vielen als ihr geistiger Vorläufer. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 9
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons (Ltg.)
BR Klassik 

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Autor: Christoph Vratz
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Max Bruch: Violinkonzert – Gänsehaut in g-Moll

Max Bruch: Violinkonzert – Gänsehaut in g-Moll WDR 3 Meisterstücke 31.05.2026 13 Min. 5 Sek. Verfügbar bis 10.05.2037 WDR 3

One-Hit-Wonder der Klassik: Max Bruch schreibt mit seinem ersten Violinkonzert einen Welterfolg – und leidet den Rest seines Lebens darunter. Denn das Publikum will immer nur dieses eine Stück hören.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Max Bruch ist Anfang 30, als ihm mit seinem Violinkonzert ein Volltreffer gelingt. Gemeinsam mit Star-Geiger Joseph Joachim feilt er jahrelang an dem Werk – heraus kommt ein Konzert voller Weltschmerz, großer Melodien und virtuoser Brillanz. Das Publikum ist begeistert, Bruch dagegen zunehmend genervt: „Ich kann dieses Konzert nicht mehr hören“, schimpft er später. Dabei schreibt er noch zwei weitere Violinkonzerte und jede Menge andere Musik. Doch gegen seinen Superhit kommt er nie mehr an.

Wenn dir das Violinkonzert von Max Bruch gefällt, solltest du unbedingt auch Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Max Bruch, Violinkonzert Nr. 1 g-moll, op 26
Jascha Heifetz (Violine), The New Symphony Orchestra of London, Sir Malcom Sargent (Dirigent)

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Claude Debussy: Clair de Lune – magischer Mond über Bergamo

Claude Debussy: Clair de Lune – magischer Mond über Bergamo WDR 3 Meisterstücke 24.05.2026 13 Min. 2 Sek. Verfügbar bis 03.05.2037 WDR 3

Mondschein mit Ohrwurm-Garantie: Claude Debussys „Clair de Lune“ gehört zu den berühmtesten Klavierstücken der Welt. Dabei vergessen wir schnell, dass der Mond nur ein Teil einer viel größeren Klanglandschaft ist.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Claude Debussy sucht Ende des 19. Jahrhunderts nach einem neuen Klang – und findet ihn zwischen javanischen Gamelan-Ensembles, französischem Barock und symbolistischer Dichtung. Aus diesen Einflüssen entsteht die „Suite bergamasque“ mit ihrem berühmten dritten Satz „Clair de Lune“. Debussy lässt Harmonien schweben und verwischt das Taktgefühl. Der Mondschein wird zum Evergreen – und überstrahlt den Rest der Suite fast vollständig.

Wenn dir die Musik von Claude Debussy gefällt, solltest du unbedingt auch seine sinfonischen Skizzen „La Mer“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Claude Debussy, Suite bergamasque 
Philippe Cassard (Klavier)

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Autor: Dominik Mercks
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Johann Sebastian Bach: Englische Suiten - Tanzende Tasten

Johann Sebastian Bach: Englische Suiten - Tanzende Tasten WDR 3 Meisterstücke 17.05.2026 13 Min. 4 Sek. Verfügbar bis 26.04.2037 WDR 3

„Germany, twelve points!“ Europa wächst musikalisch schon lange vor dem ESC zusammen. Johann Sebastian Bach macht in seinen „Englischen Suiten“ aus französischen, italienischen und deutschen Einflüssen ein barockes Feuerwerk.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Warum Johann Sebastian Bachs „Englische Suiten“ englisch heißen, ist bis heute nicht ganz geklärt. Wahrscheinlich komponiert Bach sie für einen „vornehmen Engländer“, von dem später der erste Bach-Biograf berichtet. Sicher ist dagegen: Bach treibt die Kunst des Cembalos darin auf die Spitze. Allemande, Courante, Sarabande oder Gigue – Bach sammelt Tänze aus ganz Europa und macht daraus sechs hochvirtuose Suiten voller Kontraste. Und mitten in diesem barocken Sixpack versteckt Bach sogar seine eigenen Initialen.

Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt auch seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johann Sebastian Bach
Englische Suiten Nr. 1-6
András Schiff (Klavier)
(Decca)

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Autor: Christoph Vratz
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Peter Tschaikowsky: Pathétique - Requiem auf sich selbst

Peter Tschaikowsky: Pathétique - Requiem auf sich selbst WDR 3 Meisterstücke 10.05.2026 13 Min. 17 Sek. Verfügbar bis 19.04.2037 WDR 3

Hat Tschaikowsky mit seiner 6. Symphonie seinen eigenen Nachruf komponiert? Die „Pathétique“ klingt wie ein musikalisches Requiem – und nur neun Tage nach der Uraufführung ist der Komponist tot.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Tschaikowsky liebt seine 6. Symphonie „wie nie zuvor“ – und plant sie als Abschlusswerk seines Schaffens. Das Publikum muss sich bei der Uraufführung auf eine Überdosis Melancholie einstellen. Tschaikowsky durchzieht die Sätze mit Seufzermotiven und Todesahnungen. Die Musiker rätseln: „Was haben Sie nur getan?! Das ist doch ein Requiem, ein richtiges Requiem!“ Und tatsächlich: Kurz nach der Uraufführung 1893 stirbt Tschaikowsky überraschend an Cholera. Seitdem ranken sich Mythen um das Werk: musikalischer Abschiedsbrief, verschlüsseltes Bekenntnis oder doch nur tragischer Zufall?

Wenn dir die „Pathétique“ von Peter Tschaikowsky gefällt, dann bist du jetzt bereit für seine längste Sinfonie: die Manfred-Sinfonie. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Peter Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“
New York Philharmonic, Leonard Bernstein (Ltg.)
(Deutsche Grammophon)

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Autor & Host: Michael Lohse
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Franz Lehár: Das Land des Lächelns - Herzschmerz auf chinesisch

Franz Lehár: Das Land des Lächelns - Herzschmerz auf chinesisch WDR 3 Meisterstücke 03.05.2026 13 Min. 18 Sek. Verfügbar bis 12.04.2037 WDR 3

Dieser Welthit überstrahlt alles: „Dein ist mein ganzes Herz“. Doch hinter der Arie steckt mehr als Operettenkitsch – Lehár erzählt von gescheiterter Liebe und einer Welt, die aus den Fugen gerät.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Das Happy End ist aus der Mode gekommen. Da muss sich auch Operetten-Komponist Franz Lehár etwas Neues einfallen lassen, um die Massen ins Theater zu locken. Seine neuen Erfolgszutaten: ein exotischer Schauplatz, eine tragische Liebesgeschichte ohne Happy End und ein opernhafter Sound, der stellenweise an Puccini erinnert. Lisa und der chinesische Prinz Sou-Chong finden nicht zusammen, sie scheitern an kulturellen Grenzen. Uraufgeführt 1929, spiegelt das Werk eine Zeit im Umbruch – zwischen Welterfolg, Krise und politischer Katastrophe …
 
Wenn du noch mehr Operetten entdecken willst, solltest du unbedingt auch Lehárs „Die lustige Witwe“ oder Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.
 
In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Lehár, Das Land des Lächelns
Camilla Nylund (Lisa), Julia Bauer (Mi), Piotr Beczala (Prinz Sou-Chong), Alexander Kaimbacher (Graf Gustav von Pottenstein), Alfred Berg (Graf Lichtenfels), Theodor Weimer (Diener), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (Ltg.)
(cpo)
 
Höre dir hier das Album an:

Und hier kannst du die Original-Version von „Dein ist mein ganzes Herz“ mit dem legendären Tenor Richard Tauber anhören.

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Autor: Nick-Martin Sternitzke
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Mozart: Sonata facile – für Profis zu schwer

Mozart: Sonata facile – für Profis zu schwer WDR 3 Meisterstücke 26.04.2026 13 Min. 4 Sek. Verfügbar bis 05.04.2037 WDR 3

Tapetenwechsel für den Kopf: Mozart komponiert seine C-Dur-Klaviersonate in einer Zeit des Umbruchs. Sie ist ein Meisterwerk der musikalischen Ökonomie und eine Herausforderung - selbst für Profis!

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Wien, 1788. Mozart muss sich neu aufstellen. Sein Vater ist gestorben, die Beziehung zu seiner Schwester Nannerl abgekühlt. Damit die Ideen wieder aus ihm heraussprudeln, kündigt er seine Wiener Stadtwohnung und zieht in die Vorstadt: Hier hat er mehr Muße zum Arbeiten. Der Tapetenwechsel zahlt sich aus, Mozart ist produktiv wie lange nicht. Er komponiert die C-Dur-Klaviersonate – maximal ökonomisch, keine Note ist überflüssig. Wie Mozart hier den Prototypen einer Klaviersonate entwirft, erklärt Michael Lohse in dieser Folge.

Wenn dir die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart gefällt, solltest du unbedingt auch seine Sonate A-Dur KV 331 mit dem berühmten „Türkischen Marsch“ oder seine Opern „Die Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch bei ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Wolfgang Amadeus Mozart
Klaviersonate C-Dur KV 545
Maria Joao Pires (Klavier)
[Deutsche Grammophon]

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Die Version der Swingle Singers findest du hier.

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Giacomo Puccini: Turandot – Traumatisierte Prinzessin

Giacomo Puccini: Turandot – Traumatisierte Prinzessin WDR 3 Meisterstücke 19.04.2026 14 Min. Verfügbar bis 17.04.2036 WDR 3

Jahrelang ignoriert - dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei.

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Turandot rächt sich stellvertretend für ihre Vorfahrinnen, denen Mord und Vergewaltigung widerfahren sind. Dass schließlich ein fremder Prinz alle Rätsel löst und ihr Herz erweicht, ist zwar ein märchentauglicher Schluss, aber psychologisch kaum motiviert. Der Komponist Giacomo Puccini erkennt das Problem und lässt seine Librettisten immer wieder am Textbuch feilen. Richtig zufrieden ist er nie – und stirbt schließlich, ohne den Schluss komponiert zu haben. Musikalisch hat Puccini jedoch alles aufgefahren, was er aus der italienischen Operntradition gelernt hat und was das 20. Jahrhundert zu bieten hat: schroffe Strawinsky-Akzente, schwebende Debussy-Klänge, monumentale Breitwand-Sounds und einen der größten Hits der Operngeschichte. Das sind beste Voraussetzungen für eine weltweite Erfolgsgeschichte, die auch 100 Jahre nach der Uraufführung nicht auserzählt ist.

Wenn dir die Musik von Giacomo Puccini gefällt, solltest du unbedingt seine Oper „La Bohème“ hören. – Du hast Lust auf noch mehr monumentale Oper? Dann höre dir Giuseppe Verdis „Aida“ an. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Giacomo Puccini, Turandot
Joan Sutherland (Turandot), Luciano Pavarotti (Calaf), Montserrat Caballé (Liù), Nikolaj Gjaurow (Timur), London Philharmonic Orchestra, John Alldis Choir, Wandsworth School Boy’s Choir, Zubin Mehta (Ltg.)
[Decca]

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Louise Farrenc: 3. Sinfonie - Feuer und Finesse

Louise Farrenc: 3. Sinfonie - Feuer und Finesse WDR 3 Meisterstücke 12.04.2026 13 Min. 34 Sek. Verfügbar bis 09.04.2027 WDR 3

Jahrelang ignoriert – dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei.

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Louise Farrenc behauptet sich in einer von Männern dominierten Musikwelt – mit Können, das selbst Kritiker verstummen lässt. Schumann und Joachim fördern sie, doch das Pariser Spitzenorchester ignoriert sie lange. Erst 1849 wendet sich das Blatt: Die Uraufführung ihrer 3. Sinfonie wird ein Triumph. Farrenc überzeugt mit klassischer Form – und einer eigenen, sprühenden Musiksprache jenseits bloßer Beethoven-Nähe.

Wenn dir die Musik von Louise Farrenc gefällt und du noch mehr Komponistinnen aus dem 19. Jahrhundert kennenlernen möchtest, solltest du unbedingt Fanny Mendelsohns Ostersonate oder Clara Schumanns Klaviertrio hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Louise Farrenc, Sinfonie Nr. 3 g-Moll
Insula Orchestra, Laurence Equilbey (Ltg.)
Erato

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Ludwig van Beethoven: Missa solemnis – sein größtes Werk

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis – sein größtes Werk WDR 3 Meisterstücke 05.04.2026 13 Min. 22 Sek. Verfügbar bis 02.04.2027 WDR 3

Missa solemnis heißt wörtlich „feierliche Messe“. Doch Beethoven macht aus seiner Messe mehr als Kirchenmusik: ein gewaltiges Werk zwischen Andacht und Zweifel – Krieg und Frieden.

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Beethoven lässt es in seiner Missa Solemnis krachen: Militärfanfaren, Schlachtenlärm, grausame Wirklichkeit. Im letzten Satz weicht das Getöse einer Friedensbotschaft: „Bitte um äußeren und inneren Frieden“, notiert Beethoven über die Noten. Mehr als vier Jahre ringt er mit der Komposition, fertigt mehr Skizzen an als je zuvor. „Er sah aus, als habe er soeben einen Kampf auf Leben und Tod bestanden“, beobachtet Beethovens Assistent. Was treibt den Komponisten an?

Wenn dir die Musik von Ludwig van Beethoven gefällt, solltest du unbedingt seine Frühlingssonate oder die Pastorale hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis D-Dur Op. 123

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Leonard Bernstein: Candide – Voltaire am Broadway

Leonard Bernstein: Candide – Voltaire am Broadway WDR 3 Meisterstücke 29.03.2026 12 Min. 48 Sek. Verfügbar bis 26.03.2027 WDR 3

„Wir leben in der besten aller möglichen Welten“, lernt Candide von seinem Lehrer – bevor ihn Kriege und Naturkatastrophen um die Welt treiben. Ist das wirklich die beste aller Welten? Leonard Bernstein stellt diese Frage in seiner fetzigen Broadway-Operette „Candide“.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Mit Ende dreißig arbeitet Bernstein an einem Musiktheater über die gesellschaftlichen Missstände seiner Zeit: Armut, Zensur, Migration und Verfolgung. Parallel entstehen „Candide“ und „West Side Story“ – zwei Werke, die musikalisch kaum gegensätzlicher sein könnten. Angesagte lateinamerikanische Modetänze und jazzige Synkopen speist Bernstein in seine „West Side Story“-Partitur ein und „Candide“ macht dagegen eine stilistische Rolle rückwärts Warum er dafür ausgerechnet die Form der Operette wählt und kein Musical komponiert, hat gute Gründe ...

Wenn dir die Musik von Leonard Bernstein gefällt, solltest du unbedingt auch seine Serenade nach Platons „Symposion“ hören. Du möchtest mehr Operetten entdecken? Dann wäre „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár oder „Die Fledermaus“ von Johann Strauß Sohn auch etwas für dich. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Leonard Bernstein, Candide [1989]
Jerry Hadley, June Anderson, Christa Ludwig, Adolph Green, Nicolai Gedda, Della Jones, London Symphony Orchestra, Leonard Bernstein (Ltg.)
Deutsche Grammophon

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Autor: Nick-Martin Sternitzke
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Franz Schubert: Oktett D 803 – große Sinfonie für 8 Solisten

Franz Schubert: Oktett D 803 – große Sinfonie für 8 Solisten WDR 3 Meisterstücke 22.03.2026 13 Min. 21 Sek. Verfügbar bis 19.03.2036 WDR 3

Was ist besser: das Original oder das Remake? Meistens natürlich das Original. Aber in diesem Fall ist Schuberts Remake von Beethovens Septett alles andere als eine uninspirierte Kopie – es ist furios.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Ben Süverkrüp Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Schubert schreibt sein Oktett als Hommage an Beethovens populäres Septett und tritt damit zugleich in Konkurrenz zu seinem großen Vorbild. Das Wiener Publikum kennt die Vorlage genau, erkennt Zitate und wird immer wieder überrascht, wenn Schubert anders abbiegt: Er beginnt – frech – einen Ton höher als Beethoven und macht dann etwas ganz Eigenes daraus. Verehrung oder Kampfansage? Beides zugleich: Schubert verneigt sich vor Beethoven – und zeigt selbstbewusst, dass er in derselben Liga spielt.

Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt seine 8. Sinfonie oder seine „Unvollendete“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Schubert Oktett D 803
Gidon Kremer, Isabelle van Keulen, Tabea Zimmermann, David Geringas, Alois Bosch, Edurad Brunner, Radovan Vlatković, Klaus Thunemann
(Deutsche Grammophon)

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Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Bernard Herrman: Psycho - die bekannteste Filmmusik der Welt

Bernard Herrman: Psycho - die bekannteste Filmmusik der Welt WDR 3 Meisterstücke 15.03.2026 12 Min. 34 Sek. Verfügbar bis 12.03.2036 WDR 3

Man duscht vorsichtiger, wenn man diesen Soundtrack gehört hat: Bernard Herrmann hat sich mit seinen messerscharfen Dissonanzen zum Hitchcock-Thriller „Psycho“ ins popkulturelle Gedächtnis gesägt.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Michael Arntz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Gerade mal 45 Sekunden dauert die berühmte Duschmordszene und sie hat über 70 Schnitte. Auf Musik will Hitchcock verzichten. Herrmann legt es darauf an und komponiert doch etwas für diese Szene: Er schichtet Töne zu Clustern auf und lässt sie in extrem hoher Lage von den Streichern spielen. Hitchcock ist überzeugt – die Musik bleibt im Film. Herrmann und Hitchcock sind ein Dream-Team und wissen eben, worauf es in Sachen Hochspannung in Hollywood ankommt ...

Wenn dir die Musik von Bernard Herrmann gefällt, solltest du unbedingt auch die 4. Sinfonie seines Vorbilds und Freundes Charles Ives hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

Bernard Herrmann hat seine Filmmusik zu "Psycho" selbst dirigiert und mit dem National Philharmonic Orchestra aufgenommen. Höre dir hier das Album an.

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Autor: Michael Arntz
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 - Sturm und Idylle

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 - Sturm und Idylle WDR 3 Meisterstücke 08.03.2026 13 Min. 8 Sek. Verfügbar bis 05.03.2036 WDR 3

Ist das überhaupt ein Klavierkonzert? Ein Kritiker spottet: eher eine „Sinfonie mit obligatem Klavier“. Brahms’ 2. Klavierkonzert sprengt alle Erwartungen – monumentale 50 Minuten, sinfonische Wucht und ein Klavier, das manchmal lieber schweigt ...

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Zwischen Brahms’ erstem und seinem zweiten Klavierkonzert liegen zwanzig Jahre. 1878 gibt er sich einen Ruck, beginnt mit der Arbeit am 2. Klavierkonzert – und denkt größer denn je: über 50 Minuten Musik, fast eine Sinfonie mit Klavier. Das Soloinstrument brilliert nicht als Star, sondern als kluger Gesprächspartner des Orchesters. Die Kritiker überzeugt er bei der Uraufführung 1881 weniger, aber das Publikum ist auf seiner Seite und feiert das Konzert. Das lange Warten hat sich also ausgezahlt.

Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert in D-Dur, sein Klavierquintett oder seine Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Johannes Brahms
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur, Op. 83
Krystian Zimerman (Klavier), Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein (Ltg.)
Deutsche Grammophon (Label)
Höre dir hier das Album an.

Das Cello-Thema des langsamen Satzes muss eine tiefe Bedeutung für Brahms gehabt haben, denn er verwendet es später noch in anderen Werken. Folge einfach den Links, um dich selbst zu überzeugen:

Johannes Brahms
Immer leiser wird mein Schlummer
Jessye Norman (Gesang), Daniel Barenboim (Klavier)
Deutsche Grammophon (Label)

Johannes Brahms
Klarinettentrio Op. 114
Martin Fröst (Klarinette), Roland Pöntinen (Klavier), Torleif Thedéen (Cello)
BIS (Label)

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Enrique Granados: Goyescas – Goya auf dem Klavier

Enrique Granados: Goyescas – Goya auf dem Klavier WDR 3 Meisterstücke 01.03.2026 13 Min. 16 Sek. Verfügbar bis 27.02.2036 WDR 3

Ohne die Goyescas von Enrique Granados gäbe es wahrscheinlich kein „Besame mucho“. Zumindest sollen die Melodien aus dem Klavierzyklus den eingängigen Schmachtfetzen inspiriert haben. Dabei steckt Granados Klaviermusik voller technischer Gemeinheiten.

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Das Gemeinste an den Goyescas ist: Sie hören sich gar nicht schwer an. Dabei komponiert Enrique Granados hier komplexer als je zuvor, schichtet drei Notensysteme übereinander und spickt seine Partitur mit Tempo- und Vortragsbezeichnungen – vom delikatesten Anschlag bis zum Kraftausbruch. Inspiriert haben ihn die Bilder von Francisco Goya, dem der Zyklus auch seinen Namen verdankt. Die Krönung: Aus den Klaviermelodien entsteht sogar eine Oper. Doch sie bringt Granados kein Glück. 1916 reist Granados zur Uraufführung nach New York – auf der Rückfahrt wird sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert …

Wenn dir die Musik von Enrique Granados gefällt, solltest du unbedingt Isaac Albéniz Klavierzyklus „Iberia“ oder Manuel de Fallas „Nächte in spanischen Gärten“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Enrique Granados, Goyescas
Alicia de Larrocha
(Warner Classics)

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Bohuslav Martinu: 2. Violinkonzert – ein Tscheche im Exil

Bohuslav Martinu: 2. Violinkonzert – ein Tscheche im Exil WDR 3 Meisterstücke 22.02.2026 12 Min. 56 Sek. Verfügbar bis 20.02.2036 WDR 3

Wir kennen das: Man wirft alles in die Waagschale für ein gemeinsames Projekt. Der Geiger Mischa Elman spielt um sein Leben – doch der Komponist Bohuslav Martinů bleibt ungerührt. Keine Regung, nur ein stiller Abgang. Ist der Traum vom eigenen Violinkonzert damit geplatzt?

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Mischa Elman, einer der gefeiertsten Geiger seiner Zeit, lädt Bohuslav Martinů ins Studio ein. Er hofft, dass ihm Martinů ein Violinkonzert auf den Leib schreibt. Also spielt er mit allem, was er hat. Martinů hört zu wie eine Sphinx: konzentriert, ungerührt, schweigend. Dann geht er und Elman hört wochenlang nichts.
Plötzlich taucht der Komponist wieder auf – mit einer fertigen Partitur. Und sie trifft den Geiger ins Herz. Das Orchester eröffnet mit gedämpfter Spannung, wie aus dem Halbdunkel heraus. Linien tasten sich vor, die Harmonik bleibt in der Schwebe. Wenn die Solovioline einsetzt, wirkt sie nicht wie eine Primadonna, sondern wie eine Suchende: lyrisch und zugleich brüchig, empfindsam, aber mit Widerstandskraft. Immer wieder kippt die Musik zwischen Innigkeit und nervöser Energie. Kein Virtuosenstück zum Vorzeigen – sondern ein Konzert, das unter der Oberfläche glüht ...

Wenn dir die Musik von Bohuslav Martinů gefällt, solltest du unbedingt weitere tschechische Komponisten wie Leoš Janáček (mit seiner Kreutzersonate) oder Antonín Dvořák (mit seiner Streicherserenade E-Dur) hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Bohuslav Martinů
Violinkonzert Nr. 2
Frank Peter Zimmermann (Violine)
Bamberger Symphoniker; Jakub Hrůša (Ltg.)
(BIS)

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Liszt: Études d'exécution transcendante - Todesart für Pianisten

Liszt: Études d'exécution transcendante - Todesart für Pianisten WDR 3 Meisterstücke 15.02.2026 13 Min. 16 Sek. Verfügbar bis 13.02.2036 WDR 3

„Transzendentale Exekution“ klingt nach esoterischer Hinrichtung, ist bei Franz Liszt aber pure Klaviermagie: zwölf Stücke, die weniger die Finger dressieren als ganze Welten entfachen – zwischen Klangrausch, Nervenkitzel und Virtuosen-Wahnsinn.

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„Études d'exécution transcendante“ sind eine Tour d’horizon des Klavierspiels, die Liszt jahrzehntelang nicht loslässt. Denn diese zwölf Stücke sind alles andere als ein Schnellschuss – er schreibt sie dreimal: als Teenager, als Virtuose, und 1851 in Weimar noch einmal neu. Mit einem Ohr hört Liszt der Klaviertradition zu, mit dem anderen sprengt er sie: majestätische Klanglandschaften zum Hineinfallen, musiksportliche Höchstleistungen am Rand des Möglichen – und harmonische Grenzgänge, die man bei einem Romantiker so nicht erwartet. Und er hat das Talent, ganze Literaturbrocken auf Etüden-Größe einzudampfen. Das macht er in „Mazeppa“: Wir hören, wie der ans Pferd gefesselte Held durch die Steppe rast, stürzt, überlebt – und sich als Aufsteiger mausert. Pures Klavierkino.

Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt auch sein 1. Klavierkonzert oder die Sonate h-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Liszt,
„Études d'exécution transcendante“
Daniil Trifonov
(Deutsche Grammophon)

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Giuseppe Verdi: Macbeth – Mörderpaar auf dem Königsthron

Giuseppe Verdi: Macbeth – Mörderpaar auf dem Königsthron WDR 3 Meisterstücke 08.02.2026 13 Min. 16 Sek. Verfügbar bis 06.02.2036 WDR 3

Verdis Anti-Oper: „Macbeth“ hat keine Hits, keine Helden und erzählt keine Liebesgeschichte. Stattdessen folgen wir einem Polit-Promi-Paar, das seine Kinderlosigkeit mit Karriere kompensiert – und dabei über Leichen geht …

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Nick-Martin Sternitzke Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Gemeinsam mit seinen Librettisten dampft Verdi Shakespeares „Macbeth“ auf den dramatischen Kern ein. Das Ergebnis ist ein blutiger Opernthriller über maßlosen Ehrgeiz – garantiert nichts für schwache Nerven. Mit dem einen Ohr hört Verdi in die Tradition der italienischen Oper, in der strenge Formen einzuhalten sind. Mit dem anderen lauscht er in die Zukunft des psychologisch dichten Musikdramas. Taktweise klingt „Macbeth“ wie der Soundtrack eines Horrorfilms, den es noch gar nicht gibt: In der Partitur wimmelt es von geisterhaften Tremoli und jenen typischen Spannungsklängen, die in der Kirchenmusik als „Teufelsintervalle“ berüchtigt waren.

Wenn dir die Musik von Giuseppe Verdi gefällt, solltest du unbedingt auch seine Opern „La Traviata“ und „Rigoletto“ hören. Du hast Lust auf mehr Opernthriller? Dann wäre „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti auch etwas für dich. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Giuseppe Verdi, Macbeth
Shirley Verrett (Lady Macbeth), Piero Cappuccilli (Macbeth), Nicolai Ghiaurov (Banquo), Plácido Domingo (Macduff), Chor und Orchester der Mailänder Scala, Claudio Abbado (Ltg.)
(Deutsche Grammophon)

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Franz Schubert: 8. Sinfonie – kleiner Mann mit langem Atem

Franz Schubert: 8. Sinfonie – kleiner Mann mit langem Atem WDR 3 Meisterstücke 01.02.2026 13 Min. 21 Sek. Verfügbar bis 30.01.2036 WDR 3

Das Tor zur Romantik hat Schubert mit dieser Sinfonie weit aufgestoßen. Den Orchestermusikern geht bei so viel musikalischem Fortschritt jedoch die Puste aus: Sie führen nur zwei Sätze, also die Hälfte, vor Publikum auf …

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Schon in der ersten Orchesterprobe weigern sich die Musiker, „die zur Einübung nötigen Wiederholungen zu leisten“. Schubert ist zwanzig Jahre tot, als seine C-Dur-Sinfonie zum ersten Mal vollständig gespielt wird. Kein Wunder: Das ist kompromisslose Musik – eine der längsten Sinfonien, die je komponiert wurden, mit wuchtiger Besetzung. Wahrscheinlich ist Schubert von Beethovens Neunter beflügelt, die alle Register ihrer Zeit gezogen hat. Vielleicht geht er sogar noch weiter und befreit sich endgültig aus Beethovens Schatten.

Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt auch seine „Unvollendete“ oder seine Arpeggione-Sonate hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944
Kammerorchester Basel
Heinz Holliger (Ltg.)
Sony (Label)

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Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand - Karriere trotz Krieg

Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand - Karriere trotz Krieg WDR 3 Meisterstücke 25.01.2026 12 Min. 56 Sek. Verfügbar bis 23.01.2036 WDR 3

Fast wäre sein Traum geplatzt. Doch Paul Wittgenstein lässt sich nicht kleinkriegen, nur weil er im Krieg den rechten Arm verloren hat. Maurice Ravel schreibt ihm ein Klavierkonzert, das er – wortwörtlich – mit Links spielen kann ...

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Paul Wittgenstein denkt nicht ans Aufgeben. Obwohl er im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verliert, hält er an seiner Pianistenkarriere fest. Er trainiert die linke Hand und weil er nicht viele Stücke für die linke Hand findet, gibt er Kompositionen in Auftrag – auch bei Maurice Ravel. Der schreibt Wittgenstein ein Klavierkonzert, das sich gewaschen hat: jazzige Schärfe und höllisch schwere Solopassagen, die Ausdauer verlangen. „Wenn ich ohne Orchester hätte spielen wollen, hätte ich kein Klavierkonzert bestellt!“, schimpft Wittgenstein und knabbert am ungewöhnlich neuen Stil von Ravels Musik.

Wenn dir die Musik von Maurice Ravel gefällt, solltest du unbedingt auch seinen Boléro hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Maurice Ravel
Klavierkonzert für die linke Hand
Alicia de Larrocha (Klavier)
London Philharmonic Orchestra
Lawrence Foster (Ltg.)

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Peter Tschaikowsky: Der Nussknacker – Blumenwalzer und Zuckerfee

Peter Tschaikowsky: Der Nussknacker – Blumenwalzer und Zuckerfee WDR 3 Meisterstücke 18.01.2026 12 Min. 46 Sek. Verfügbar bis 16.01.2036 WDR 3

Achtung: Zuckerschock?! – Wer glaubt, Tschaikowskys "Nussknacker"-Musik ist nur klebrig-süß, wird staunen: Der Komponist hat Motive und Tonarten in einem ausgeklügelten Plan vernetzt ...

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Tschaikowsky hadert. Die düster-romantische Vorlage von E.T.A. Hoffmann liegt ihm näher als die süßliche Bearbeitung von Alexandre Dumas. Doch der Choreograf will Zuckerguss – und der Komponist ringt damit, sogar im Traum. Gerade das Geheimnisvolle dieser weihnachtlichen Geschichte lässt ihn nicht los. Tschaikowsky ahnt, dass diese Stimmung einen neuen Klang braucht. Also lässt er heimlich ein damals völlig unbekanntes Instrument nach Russland bringen: die Celesta. Ihr silbriger Ton ist wie gemacht für Feen – und wird zur Sensation.

Wenn dir die Musik von Peter Tschaikowsky gefällt, solltest du unbedingt auch seine 5. Sinfonie oder sein 1. Klavierkonzert hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahmen:

Peter Tschaikowsky
Der Nussknacker, op. 71
Berliner Philharmoniker
Simon Rattle (Ltg.)
EMI (Label)

Peter Tschaikowsky
Der Nussknacker, op. 71 (Klavierfassung bearbeitet von Anton Arensky)
Mari Kodama (Klavier)
Momo Kodama (Klavier)

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Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132 - Hauptsache gesund!

Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132 - Hauptsache gesund! WDR 3 Meisterstücke 11.01.2026 12 Min. 47 Sek. Verfügbar bis 09.01.2036 WDR 3

Beethoven hört nichts mehr – und schreibt Musik, die persönlicher kaum sein könnte. Sein Streichquartett op. 132 entsteht in völliger Taubheit und zeigt: Für große Ideen braucht man kein Orchester.

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Das Streichquartett gilt als „Königsdisziplin der Instrumentalmusik“ – das klingt nach elitärem Ernstfall. Und ja: Beethovens spätes Streichquartett op. 132 ist sperrig und rätselhaft. Aber wer sich darauf einlässt, wird belohnt. Beethoven hört hier so intensiv in sich selbst hinein wie kaum je zuvor. Abgesehen von seiner Taubheit kämpft er immer wieder mit Krankheiten und weiß: Gesundheit ist das Wichtigste. Deshalb bildet der „Heilige Dankgesang eines Genesenen“ das Herzstück des Quartetts.
Zwei Geigen, Bratsche und Cello reichen aus für eine ganze Welt – und man vergisst schnell, dass kein Orchester spielt. Es muss nicht immer die volle Beethoven-Dröhnung sein ...

Wenn du mehr Lust auf Kammermusik und Streichquartette hast, solltest du unbedingt auch Beethovens Streichquartett Nr. 7 oder Janáčeks Streichquartett Nr. 1 hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven
Streichquartett a-Moll op. 132
Artemis Quartett
Virgin (Label)

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Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll – Hollywood dankt

Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll – Hollywood dankt WDR 3 Meisterstücke 04.01.2026 13 Min. 59 Sek. Verfügbar bis 02.01.2036 WDR 3

Schreibblockaden können selbst Profis lange lähmen: Vier Jahre bringt Sergei Rachmaninoff keine Note aufs Papier. Erst als er sich professionelle Hilfe holt, schreibt er sein 2. Klavierkonzert – dank einer Hypnosetherapie.

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Die Therapie weckt nicht nur Rachmaninoffs Schaffensgeist – sie wirkt wie ein musikalischer Qualitätsbooster. „Erst jetzt scheint dieses Talent sich seiner inneren Kraft völlig bewusst“, lobt die Kritik. Schon der Beginn des 2. Klavierkonzerts klingt wie ein Blick ins Unterbewusstsein: Das Klavier tastet sich mit tiefen, schweren Akkorden voran, geheimnisvoll wie ferne Glockenschläge. Was danach passiert, hallt bis nach Hollywood: Rachmaninoff hat mit seinem Sound – ohne Absicht – die Steilvorlage für filmsinfonische „Emotion-Lotion“ geliefert ...

Wenn dir die Musik von Sergei Rachmaninoff gefällt, solltest du unbedingt seine 2. Sinfonie oder sein 3. Klavierkonzert in d-Moll hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Sergei Rachmaninoff: 2. Klavierkonzert c-Moll op. 18
Daniil Trifonov, Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin (Lt.)
Deutsche Grammophon 2018

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Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 - Hochform im Rentenalter

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 - Hochform im Rentenalter WDR 3 Meisterstücke 28.12.2025 13 Min. 4 Sek. Verfügbar bis 26.12.2035 WDR 3

200 Euro für ein Konzertticket? Popstarpreise, und die gab es schon vor 200 Jahren. Haydn war damals Europas Superstar – und startet selbst im Rentenalter noch einmal richtig durch, etwa mit seiner letzten und 104. Sinfonie ...

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Sich neu ordnen – das muss Joseph Haydn gezwungenermaßen, bevor er seine 104. Sinfonie komponiert. Nach dem Tod Nikolaus’ I. entlässt der neue Fürst die Hofmusiker und schickt Haydn in Frühpension. Doch Rückzug kommt für Haydn nicht infrage. Mit kribbelnder Aufbruchstimmung in der Brust macht er sich selbstständig und steuert London an – und dort entsteht seine letzte, triumphale 104. Sinfonie: voller Humor und überraschender musikalischer Wendungen.

Wenn dir die Musik von Joseph Haydn gefällt, solltest du unbedingt seine „Abschiedssinfonie” oder seine 101. Sinfonie „Die Uhr“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 104

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Heinrich Schütz: Weihnachtshistorie - Bibel trifft Oper

Heinrich Schütz: Weihnachtshistorie - Bibel trifft Oper WDR 3 Meisterstücke 21.12.2025 13 Min. 14 Sek. Verfügbar bis 19.12.2035 WDR 3

Dieser Weihnachtshit sprengt jede Timeline: 300 Jahre älter als „White Christmas“, 150 Jahre vor „Stille Nacht“ und gut 70 Jahre vor Bachs Weihnachtsoratorium entstand Heinrich Schütz’ Weihnachtshistorie. Und für ein geistliches Werk steckt darin erstaunlich viel Opernwucht ...

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Zweimal reist Heinrich Schütz nach Italien und entdeckt dort die Oper als Schule der Emotion. Die emotionalen Sologesänge zeigen ihm, wie Musik den Text Wort für Wort ausdeuten kann. In der Weihnachtshistorie perfektioniert Schütz dieses Prinzip: Mit scheinbar einfachen Wendungen von Dur nach Moll erzeugt er verblüffende dramatische Effekte und echte musikalische Plot-Twists. Auch wenn die Kirche der weltlichen Oper misstraut – ihr Handwerkskoffer erweist sich hier als erstaunlich nützlich.

Wenn dir die Musik von Heinrich Schütz gefällt, solltest du unbedingt sein Vokalwerk „Kleine geistliche Konzerte” hören. Wenn du mehr Musik für die Feiertage suchst, empfehlen wir Bachs Weihnachtsoratorium. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Heinrich Schütz
Historia der Geburt Christi (Weihnachtshistorie)
Kammerchor Stuttgart, Musica Fiata Köln, Barockorchester Stuttgart, Frieder Bernius (Ltg.)
Sony Classical

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Alban Berg: Wozzeck – Welterfolg wider Willen

Alban Berg: Wozzeck – Welterfolg wider Willen WDR 3 Meisterstücke 14.12.2025 13 Min. 20 Sek. Verfügbar bis 12.12.2035 WDR 3

Berlin, 1925. Vor 100 Jahren geht „Wozzeck“ zum ersten Mal über die Bühne und der Jubel ist groß. Aber wenn etwas so viel Beifall bekommt, kann es nicht gut sein, findet der Komponist Alban Berg und verlässt enttäuscht die Premiere seiner Oper …

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Wozzeck ist Soldat und ganz unten angekommen. Unermüdlich schuftet er für die, die über ihm stehen, und verliert die Kontrolle über sein Leben. Psychotische Schübe zersetzen seine Persönlichkeit und sind schließlich eine Gefahr für seine Freundin Marie. Alban Berg hat für diese Handlung ein dichtes Netz aus Motiven und rhythmischen Figuren gesponnen, die die Opernfiguren in die klaustrophobische Enge treiben. Kein Wunder, dass sich Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann von „Wozzeck“ zu seinem messerscharfen Streicher-Soundtrack für „Psycho“ inspirieren ließ ...

Wenn dir die Musik von Alban Berg gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels” hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Alban Berg
Wozzeck
Walter Berry, Isabel Strauss, Fritz Uhl, Carl Doench, Orchestre & Choeur de L'Opera Paris, Pierre Boulez (Ltg.)

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Sergei Rachmaninoff: 2. Sinfonie - Eleganz und Melancholie

Sergei Rachmaninoff: 2. Sinfonie - Eleganz und Melancholie WDR 3 Meisterstücke 07.12.2025 13 Min. 10 Sek. Verfügbar bis 05.12.2035 WDR 3

„Die schrecklichste Stunde meines Lebens“, erinnert sich Sergei Rachmaninoff an die misslungene Premiere seiner 1. Sinfonie. Mit dem Komponieren will er aufhören. Erst nach Jahren und einem Tapetenwechsel wagt er sich an seine 2. Sinfonie ...

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Der Schock über die katastrophale Uraufführung seiner 1. Sinfonie sitzt tief. Deshalb arbeitet Rachmaninoff heimlich an seiner 2. Sinfonie. Mittlerweile lebt der Komponist mit seiner Familie in Dresden und denkt im 1. Satz wehmütig an seine russische Heimat zurück. „Kitsch“ nennen das die Kritiker, doch eigentlich ist es tief empfundene Melancholie. Für Rachmaninoff gehört so etwas unbedingt in die eigene Musik: „Die Musik eines Komponisten sollte ausdrücken das Land seiner Geburt, seine Liebesaffären, seine Religion, die Bücher, die ihn beeinflussten, die Gemälde, die er liebt.“

Wenn dir die Musik von Sergei Rachmaninoff gefällt, solltest du unbedingt auch seine Rhapsodie über ein Thema von Paganini oder sein 3. Klavierkonzert hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Sergei Rachmaninoff
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op.27
Royal Concertgebouw Orchestra
Mariss Jansons (Ltg.)
(Warner)

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Charles-Marie Widor: 5. Orgelsinfonie - Hochzeitsjubel made in Paris

Charles-Marie Widor: 5. Orgelsinfonie - Hochzeitsjubel made in Paris WDR 3 Meisterstücke 30.11.2025 13 Min. 24 Sek. Verfügbar bis 28.11.2035 WDR 3

Mendelssohn und Wagner gehören zur Hochzeit wie der Reis vor die Kirche – und sind längst zu Ritual-Klischees erstarrt. Dabei gibt es eine originelle und überwältigende Alternative: Widors Orgelsinfonie!

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Charles-Marie Widor schreibt mehr Sinfonien als Beethoven – aber nicht fürs Orchester, sondern für die Orgel. In Paris, an der monumentalen Cavaillé-Coll-Orgel von Saint-Sulpice, entwickelt er die Orgelsinfonie zu einer eigenen Gattung und behandelt die Orgel wie ein Orchester: farbenreich und virtuos. Vor allem die Toccata aus der 5. Orgelsinfonie ist ein Knaller – nicht nur auf Hochzeiten ...

Wenn du Orgelmusik magst, solltest du unbedingt Toccata und Fuge d-Moll von Johann Sebastian Bach hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Charles-Marie Widor
Orgelsinfonie Nr. 5 f-moll op. 42, 1
Daniel Roth

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Autor: Christoph Vratz
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Bach: Air aus Suite Nr. 3 – Trost und Magie

Bach: Air aus Suite Nr. 3 – Trost und Magie WDR 3 Meisterstücke 23.11.2025 12 Min. 27 Sek. Verfügbar bis 21.11.2035 WDR 3

Bloß eine Single-Auskopplung: Bachs „Air“ gehört in die Orchestersuite Nummer 3 und ist nur ein Satz unter mehreren. Aber: Wo sind die anderen Sätze? Und warum werden sie von der „Air“-Melodie in den Schatten gestellt?

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


„Die Musik meines Vaters hat höhere Absichten – sie soll nicht das Ohr füllen, sondern das Herz in Bewegung setzen“, schreibt Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel. Und wie versetzt Bach das Herz in Bewegung? Zuerst gibt der Bass den Puls vor. Auf diesem Bass baut Bach ein Gerüst, in dem er komplexe Harmonien unterbringen kann. Das Ergebnis ist ein ständiger Wechsel aus Spannung und Entspannung. Und über allem gleitet die Melodie, mit der Bach Musikgeschichte geschrieben hat ...

Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt seine Cello-Suiten oder seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 3 D-Dur BWV 1068, 3. Air
Amsterdam Baroque Orchestra
Ton Koopman (Ltg.)

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Autor: Dominik Mercks
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Franz Liszt: 1. Klavierkonzert – Tragik und Triangel

Franz Liszt: 1. Klavierkonzert – Tragik und Triangel WDR 3 Meisterstücke 16.11.2025 12 Min. 6 Sek. Verfügbar bis 14.11.2035 WDR 3

„Das versteht ihr alle nicht“, denkt sich der Pianist Hans von Bülow, als er in Liszts Partitur blickt. Franz Liszt komponiert so kühn, dass die Kritik ihn zerreißen wird – und es ist ihm vollkommen egal.

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„Triangelkonzert“ schimpft ein Kritiker über Liszts erstes Klavierkonzert – nur weil der Triangel im dritten Satz einen glanzvollen Auftritt hat. Liszt weiß genau, wie sehr er damit provoziert, und genießt es. Schon im ersten Takt sprengt er die Konventionen: keine Routine, sondern ein einziger musikalischer Gedanke, der sich in immer neue Gestalten verwandelt – virtuos, trotzig, visionär.

Wenn dir die Musik von Franz Liszt gefällt, solltest du unbedingt seine „Ungarische Rhapsodie Nr. 2“ oder die h-Moll-Sonate hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Franz Liszt: Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur
Gyorgy Cziffra, Orchestre National de la Radiodiffusion Française, Pierre Dervaux (Ltg.)

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Charles Gounod: Faust - Weltruhm mit deutschem Klassiker

Charles Gounod: Faust - Weltruhm mit deutschem Klassiker WDR 3 Meisterstücke 09.11.2025 12 Min. 59 Sek. Verfügbar bis 07.11.2035 WDR 3

Musik zum „Faust“? Unmöglich, meint Goethe. Er kann nicht ahnen, dass knapp 30 Jahre nach seinem Tod Charles Gounod den Pakt mit dem Teufel eingehen – und damit Operngeschichte schreiben würde …

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Gounod stört sich nicht an Goethes Vorbehalten, der „Faust“ für zu düster, zu widersprüchlich, zu groß hält, um dem Stoff Musik zu verpassen. Gounod streicht den philosophischen Ballast, rückt Marguerite ins Zentrum und schreibt mit der „Juwelenarie“ oder dem Faust-Walzer Operngeschichte.

Wenn dir Oper auf Französisch gefällt, solltest du unbedingt auch Debussys „Pelléas et Mélisande“ oder Bizets „Carmen“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

Charles Gounod: Faust
Nicolai Gedda (Tenor)
Victoria de los Angeles (Sopran)
Boris Christoff (Bass)
Chœur et Orchestre du Théâtre National de l'Opéra de Paris
André Cluytens (Ltg.)
EMI

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Brahms Klavierquintett op. 34 - Gipfel der Kammermusik

Brahms Klavierquintett op. 34 - Gipfel der Kammermusik WDR 3 Meisterstücke 02.11.2025 13 Min. 21 Sek. Verfügbar bis 31.10.2035 WDR 3

Achtung, Dauerbaustelle: Brahms schreibt sein Klavierquintett erst für Streicher, dann für zwei Klaviere – und verwirft beides wieder. Warum ringt er so mit der Form?

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Wäre Brahms Architekt, würde er sein fertig gebautes Haus zweimal abreißen, bevor er zufrieden ist. Erst Stein, dann Holz – am Ende beides zusammen. So entsteht aus Streichquintett und Klavierduo das Klavierquintett op. 34. Brahms geht kompromisslos mit sich selbst um: Er feilt, bis Struktur und Ausdruck ein Gleichgewicht finden. Das Ergebnis macht jedes Hören zu einer Entdeckungsreise.

Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert oder die Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johannes Brahms
Klavierquintett op.34
Quartetto Italiano, Maurizio Pollini

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Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Johann Strauß: An der schönen blauen Donau - Lebensfreude pur

Johann Strauß: An der schönen blauen Donau - Lebensfreude pur WDR 3 Meisterstücke 26.10.2025 13 Min. 2 Sek. Verfügbar bis 24.10.2035 WDR 3

Seit der Weltausstellung in Paris 1867 erklingt dieser Walzer rund um den Globus – als musikalische Visitenkarte Wiens und fester Bestandteil jedes Neujahrskonzerts. Strauß trieft in diesem Walzer vor Ideen – aber nicht jede ist neu ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Dominik Mercks Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Johann Strauß ist ein Meister des Recyclings. Sämtliche zehn Melodien aus dem Donauwalzer sind an ältere Strauß-Melodien angelehnt – meistens ein bisschen verändert und variiert, aber eben auch nicht ganz neu. Gleich vier Melodien stammen aus dem Walzer „Wiener Chronik“. Genial recycelt und – erstaunlicherweise – zuerst als Stück für einen Männerchor gedacht ...

Wenn dir die Musik von Johann Strauß gefällt, solltest du unbedingt auch seine Operette „Die Fledermaus“ hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Johann Strauß
An der schönen blauen Donau
Wiener Philharmoniker
Karl Böhm (Ltg.)
Deutsche Grammophon

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Autor: Dominick Merks
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR

Domenico Scarlatti: Klaviersonaten - Grenzgänger aus Neapel

Domenico Scarlatti: Klaviersonaten - Grenzgänger aus Neapel WDR 3 Meisterstücke 19.10.2025 13 Min. 7 Sek. Verfügbar bis 17.10.2035 WDR 3

555 Sonaten! Domenico Scarlatti komponiert wie am Fließband. Eine seiner Sonaten funkelt ganz besonders wie ein barockes Tanzfest: spanische Rhythmen, wilde Harmonien – und das alles auf einem einzigen Cembalo!

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Murat Kayi Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Schon mit 17 Jahren komponiert Scarlatti seine erste Oper. Doch sein eigentliches Vermächtnis sind die Sonaten für Cembalo. Die meisten von ihnen sind handschriftlich überliefert, nur die ersten 42 erscheinen gedruckt – 1738/39, als der Komponist schon über 50 war. Bescheiden nennt er sie „Essercizi“ – Studien, dabei steckt in ihnen ein ganzer Lehrgang des Klavierspiels: virtuose Läufe, halsbrecherische Sprünge und rasante Triller ...

Wenn dir die Musik von Domenico Scarlatti gefällt, solltest du unbedingt auch die „Pièces de clavecin“ von Jean-Philippe Rameau hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Domenico Scarlatti, Sonaten
Kenneth Cooper (Cembalo)

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Autor: Murat Kayi
Host & Redaktion: Michael Lohse
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Ludwig van Beethoven: Violinkonzert - überirdisch schön

Ludwig van Beethoven: Violinkonzert - überirdisch schön WDR 3 Meisterstücke 12.10.2025 13 Min. 13 Sek. Verfügbar bis 10.10.2035 WDR 3

Ein Musiker-Alptraum: Der Konzerttermin rückt näher, und es gibt so gut wie keine Proben. Dem Solisten von Beethovens Violinkonzert müssen die Schweißperlen auf der Stirn gestanden haben ...

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor & Host: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Franz Clement heißt der Solist der Uraufführung von Beethovens Violinkonzert – und sein Auftritt zündet. Glück gehabt! Denn das Werk ist ein Brocken: Schon der erste Satz dauert so lange wie ein ganzes Violinkonzert von Mozart. Beethoven hat kein typisches Virtuosenstück, sondern eine Symphonie mit Violine komponiert. Das Stück beginnt nicht einmal mit dem Soloinstrument – kein Platz also für Star-Allüren.

Wenn dir die Musik von Ludwig van Beethoven gefällt, solltest du unbedingt seine „Missa Solemnis“ oder seine 3. Symphonie (die „Eroica“) hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-dur, op 61 (für Violine und Orchester)
Gidon Kremer (Violine)
Neville Marriner (Ltg.)
Academy of St Martin in the Fields

Höre dir hier das Album an:

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Autor & Host: Michael Lohse
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Rameau: Pièces de clavecin - der französische Bach

Rameau: Pièces de clavecin - der französische Bach WDR 3 Meisterstücke 05.10.2025 12 Min. 41 Sek. Verfügbar bis 02.10.2035 WDR 3

Zyklopen, Musen, gackernde Hühner und schmetternde Vögel: In seinen „Pièces de clavecin“ lässt Jean-Philippe Rameau die Cembalo-Tasten zum Theater werden – voller Fantasie und technischer Raffinesse.

Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de Team hinter dieser Folge: Autor: Christoph Vratz Host & Redaktion: Michael Lohse Grafik: Marc Trompetter / WDR


Rameau ist einer der ersten Meister programmatischer Cembalomusik: Er lauscht seiner Umwelt bestimmte Muster ab und verwandelt sie in klingende Miniaturen. In den „Pièces de clavecin“ ahmt er das hastige Picken eines Huhns in halsbrecherischen Sechzehntelläufen nach oder formt kriegerische Vogelrufe zu musikalischen Signalen. Zwischen Virtuosität und Experiment wagt er harmonische Überraschungen, die schon auf die große Bühne verweisen: Diese Stücke sind ein entscheidender Schritt hin zu Rameaus Karriere als Opernkomponist.

Wenn dir die Musik von Jean-Philippe Rameau gefällt, solltest du unbedingt noch mehr französische Barockmusik hören – zum Beispiel das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Jean-Philippe Rameau
Les Pièces de clavecin
Vikingur Ólafsson (Klavier)
Deutsche Grammophon

Höre dir hier das Album an.

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Autor: Christoph Vratz
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