Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zum bundesweiten "Streiktag Bildung" aufgerufen. Kundgebungen fanden an fünf zentralen Standorten statt, unter anderem in Köln. Dort versammelten sich 700 Menschen und machten mit Pfeifen und Plakaten auf sich aufmerksam.
Bessere Bezahlung für angestellte Lehrer
Streikende auf dem Heumarkt in Köln.
Beteiligt waren unter anderem Lehrkräfte an Schulen, Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie Lehrende an Hochschulen und studentische Beschäftigte. Neben sieben Prozent mehr Gehalt oder mindestens 300 Euro mehr fordern sie bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehört ihrer Meinung nach auch, dass mehr Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiter und Erzieherinnen eingestellt werden, damit sich die Arbeitslast besser verteilt.
"In Zeiten des Lehrkräftemangels ist es wichtig, dass die Bezahlung von angestellten Lehrerinnen und Lehrern attraktiver wird", sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft. Rund jede fünfte Lehrkraft an nordrhein-westfälischen Schulen arbeitet im Angestelltenverhältnis. Angestellte Lehrerinnen und Lehrer verdienen bisher deutlich schlechter als verbeamtete Lehrkräfte.
Tarifvertrag für studentische Mitarbeiter
Die Gewerkschaft fordert auch für Auszubildende eine bessere Bezahlung und erstmalig auch einen Tarifvertrag für studentische Mitarbeiter an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Die Tarifgemeinschaft Deutscher Länder, die die Arbeitgeberseite vertritt, hat die Forderungen wegen knapper Länderhaushalte wiederholt als überzogen zurückgewiesen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar in Potsdam geplant.
Unsere Quellen:
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR.de, "Gewerkschaft ruft angestellte Lehrer zum Warnstreik auf", 29.01.2026, 06:00 Uhr