April 2026: Untersuchungen am Absturzort bei Hürtgenwald (Archivbild)
Bildquelle: WDR / Medienpaket14. April, Dienstagnachmittag. Es dauert nur 90 Sekunden, bis das Kleinflugzeug aus knapp 3.000 Metern Höhe am Boden aufschlägt. Die genauen Gründe, warum es zu dem tragischen Unfall im Kreis Düren kam, sind allerdings weiter unklar.
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig hat umfangreiche Ermittlungen angestellt. Bis ein abschließender Bericht vorliegt, könnte es noch Monate dauern, heißt es auf Nachfrage des WDR.
April 2026: Die Trümmerteile im Hürtgenwald (Archivbild)
Bildquelle: blaulichtdoku_acMedizinische Notfälle beim Piloten, einem 22-jährigen Flugschüler, und dem Fluglehrer hätten nicht zum Absturz geführt - eine Obduktion habe keine Auffälligkeiten gezeigt. Eine Überlebenschance sei durch den Absturz gering gewesen.
"Der hinten sitzende Fluglehrer wurde außerhalb des Wracks gefunden, die Gurte waren gerissen. Der vorne sitzende Flugschüler saß noch angeschnallt in der stark verformten Flugzeugzelle." Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung
Flugzeugabsturz bei Hürtgenwald: Das war passiert
Aus dem Zwischenbericht der Experten geht hervor, dass der 56-jährige Fluglehrer an dem Apriltag mit drei Flugschülern nacheinander unterwegs war. Die Übungsflüge waren jeweils am Flugplatz Aachen-Merzbrück gestartet, zunächst hatten sich die Flugschüler mit der Maschine vertraut gemacht.
Das abgestürzte Flugzeug war im naheliegenden Wald gefunden worden.
Bildquelle: dpaAnschließend, so Zeugenaussagen, wurde ein sogenanntes "Trudelverhalten" des Kleinflugzeugs simuliert - die Flugschüler sollten diese missliche Lage beenden. Beim offenbar letzten Flugschüler kam es zu dem tödlichen Unfall über dem Hürtgenwald.
Unfallort: Flugzeugteile hingen in Baum
Ein Spaziergänger im Hürtgenwald hatte den Absturz beobachtet und sofort die Rettungskräfte alarmiert. Die fanden ein Trümmerfeld vor, die Wrackteile waren meterweit zwischen den Bäumen verstreut. In einem Baum hingen Teile der Tragfläche des Flugzeuges.
Die Bergung der Trümmer hatte bis zum folgenden Tag gedauert. Drei Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hatten vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.
Unsere Quellen:
- Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung
- WDR-Recherche
- bisherige WDR-Berichterstattung
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Aachen, Eifel und die Euregio, 24.02.2026, 11:30 Uhr
