Rauch steigt aus dem Boden in den abgebrannten Waldgebieten im Naturschutzgebiet Hohes Venn,

Die Feuer unter der Erde sind besonders schwer zu löschen.

Bildquelle: dpa

Liveticker Hohes Venn Erste Bewohner kommen zurück nach Kalterherberg

Stand:

In Kalterherberg sind viele Menschen wieder zurückgekehrt. In Belgion hofft die Feuerwehr derweil auf eine "ruhige Nacht". Die komplette Eindämmung der Feuer könnte aber noch Wochen dauern.

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  • Ein Gewitter mit heftigen Regenfällen ist über das Hohe Venn gezogen, das hat den Einsatzkräften geholfen.
  • Das Torfmoor brennt unterirdisch noch weiter. Bis diese Brände gelöscht sind, könnte es noch Wochen dauern.
  • Evakuierung in den Bereichen Ruitzhof und Geisberg von Monschau-Kalterherberg aufgehoben.
  • In Belgien zerstörten die Flammen bereits eine Fläche von mehr als 3.000 Hektar. Damit handelt es sich um den größten Waldbrand in der Geschichte des Landes.

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Hier ist der Waldbrand im Hohen Venn
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Michaela Haase
Michaela Haase

Tanklöschfahrzeug bleibt im Matsch stecken 


Der Regen hilft, aber er macht auch die Wege matschiger. Aktuell hat sich ein Tanklöschfahrzeug festgefahren, heißt es von der Feuerwehr Monschau. Und versperrt ausgerechnet einen der Wege, über die das Löschwasser zum Brand gebracht wird. Jetzt musste ein Alternativweg zur Wasserversorgung organisiert werden. Und nun soll eins der geländegängigen „Fire Fighter“- Fahrzeuge die Bergung übernehmen und es rausziehen. 
Michaela Haase
Michaela Haase

Feuerwehr behält Wetter immer im Blick

Das Wetter spielt eine fundamentale Rolle bei den laufenden Löscharbeiten im Hohen Venn. Kommt noch mehr Regen runter, vielleicht sogar Starkregen? Oder vielleicht starker Wind auf? Ein Meteorologe der Städteregion Aachen hält die Feuerwehr Monschau auf dem Laufenden, außerdem zeigt ein Bildschirm in der Einsatzzentrale eine Wettervorhersage. 
Das Wetter immer im Blick in der Einsatzzentrale in Monschau-Kalterherberg
Das Wetter immer im Blick in der Einsatzzentrale in Monschau-Kalterherberg. WDR/ Michaela Haase
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Viele Menschen sind wieder zurück in Kalterherberg

Nach Angaben der Feuerwehr Monschau sind einige der zuvor evakuierten Menschen wieder zurück in ihren Häusern. Bei einer Fahrt durch den Ort hätten sie wieder etliche brennende Lichter in den Häusern gesehen. Unklar ist, ob schon alle Menschen wieder in ihre Häuser zurückgekehrt sind.
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Belgische Feuerwehr: Nacht dürfte ruhig bleiben

Ein neuer Windstoß, eine Änderung in der Wetterlage: Die Gefahr, dass Glutnester wieder aufflammen, ist weiter sehr hoch, sagt Francis Cloth von der Feuerwehr Kelmis. Doch es gibt Hoffnung: Durch den Regen dürfte die Nacht aber relativ ruhig bleiben.
Francis Cloth von der Feuerwehr Kelmis zum Brand im Hohen Venn. WDR
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Regen hilft nur bei Oberflächenbränden

Die Lage im Hohen Venn ist stabil, sagt der Zonenkommandant der Feuerwehr Kelmis, Francis Cloth. Die komplette Eindämmung wird aber noch Tage oder Wochen dauern. Denn auch wenn es jetzt geregnet hat, ist der Boden des Torfmoors weiter trocken - und brennt unter der Oberfläche.

Francis Cloth von der Feuerwehr Kelmis zum Brand im Hohen Venn. WDR
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Regen über Monschau-Kalterherberg

Es regnet! Trotzdem bedeutet das alleine erstmal keine Entspannung für die Brandregion.
Regen in Kalterherberg. WDR
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Der Regen hilft - der Wind leider nicht

Im Kampf gegen die Brandherde im Hohen Venn hilft einerseits der heftige Regen, der am Abend über das Naturschutzgebiet niederkam. Doch für eine weitere Entspannung der Lage sorgt er leider nicht, wie WDR-Reporter Pierre Dyckmans vor Ort beobachtet. Der Grund: Parallel zum Regen ist es teils stürmisch, was trotz Niederschlag die Glut anfacht.
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Der Regen im Hohen Venn ist da - heftige Niederschläge

Ein Gewitter mit heftigen Regenfällen hat das Hohe Venn erreicht. Es kamen bereits 10 bis 12 Liter Niederschläge pro Quadratmeter in dem belgischen Naturschutzgebiet herunter, so die WDR-Wetterredaktion. Unklar ist demnach bislang, ob es derzeit auch Sturmböen im Hohen Venn gibt. Das wiederum könnte ungünstig für das Brandgeschehen sein.
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Heftiges Gewitter zieht auf das Hohe Venn zu

Auf das Hohe Venn zieht ein heftiges Gewitter zu. Nach Angaben der WDR-Wetterredaktion geht dies aller Voraussicht nach mit viel Regen einher. Bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter sind möglich. Das könnte die Löscharbeiten erheblich erleichtern.
Sabine Rieck

NRW-Umweltminister Krischer in Kalterherberg 

"Ich wollte mir vor Ort ansehen, wie die Belastung durch den Rauch ist“, sagt NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne). Bei solchen Katastrophen entstehen seiner Meinung ganz neue politische Themen, die man angehen müsse. "Ich selber musste zum Beispiel dafür sorgen, dass die Flugzeuge in den Talsperren mit Wasser gefüllt werden“, so Krischer. Das gelinge gut, die Flugzeuge fliegen derzeit etwa drei Mal pro Stunde zum Hohen Venn. 
NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) hat Kalterherberg besucht.
NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) hat Kalterherberg besucht. WDR/Sabine Rieck
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Torfbrand: Herausforderungen beim Löschen

Die Einsatzkräfte haben es nicht mit einem typischen Flächenbrand zu tun. Sie kämpfen gegen Flammen, die sie zum Teil gar nicht sehen können, berichtet WDR-Reporter Pierre Dyckmans aus der Einsatzstelle im Hohen Venn.
WDR-Reporter Pierre Dyckmans im Hohen Venn. WDR
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Weiterhin Geruchsbelästigungen in Monschau, Simmerath und Roetgen

Aufgrund des Waldbrandes im Hohen Venn kommt es in NRW in Monschau, Simmerath und Roetgen weiterhin zu Geruchsbelästigungen. Darauf weist die Leitstelle der Städteregion Aachen am späten Mittwochnachmittag hin. Sie rät, das betroffene Gebiet zu meiden und nur in Notfällen den Notruf 110 (Polizei) und 112 (Feuerwehr) anzurufen. Menschen vor Ort sollten Schutz in einem Gebäude suchen, Fenster und Türen schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abschalten.
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Auch in Belgien Evakuierungen aufgehoben

Im Osten Belgiens dürfen die Einwohnerinnen und Einwohner der Dörfer Küchelscheid und Leykaul ab 17 Uhr wieder in ihre Häuser zurück. Das bestätigte Bütgenbachs Bürgermeister Daniel Franzen dem belgischen Rundfunk. Die Entscheidung betrifft die Bewohner von den Straßen Rurstraße, Am Breitenbach, Schieferweg, Auf dem Hau, Rickshelderweg und Am Schwarzbach.

Auch die N669 zwischen dem belgischen Bütgenbach und Monschau in NRW ist wieder für den Verkehr geöffnet und darf von den Bewohnern genutzt werden, um zu ihren Wohnungen zurückzukehren. Die Autofahrer werden gebeten, die Beschilderungen zu beachten und ihre Geschwindigkeit den Verkehrsbedingungen anzupassen.

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Stadt Monschau hebt Evakuierungen wegen Waldbrand im Hohen Venn auf

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Monschau-Kalterherberg in den Bereichen Ruitzhof und Geisberg können in ihre Häuser zurückkehren. Das teilte die Stadt Monschau am Mittwochnachmittag mit. Begutachtungen vor Ort hätten ergeben, dass keine Gefahr mehr bestehe. Die Behörden danken allen betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern für ihr Verständnis, ihre Geduld und die Zusammenarbeit.
Zuletzt waren noch 30 Bürgerinnen und Bürger aus Monschau-Kalterherberg von der Evakuierung betroffen. Die Stadt hatte sie am Sonntag aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen.
WDR-Reporterin Sabine Rieck zum Ende der Evakuierung aus Kalterherberg. WDR

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Unsere Quellen:

  • Bevölkerungsschutz Kreis Düren
  • Feuerwehren vor Ort
  • Belgische Behörden
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eindrücke von WDR-Reportern vor Ort

Sendung: WDR 3, WDR aktuell, Belastender Einsatz für die Feuerwehr, 19.08.2026, 9:00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 18.08.2026, 18:45 Uhr

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