Ein Wolf (Symbolbild)
Bildquelle: dpaSchon lange beobachten Wissenschaftler Wölfe in der Eifel-Region. Der Rüde, der bereits am 14. Mai 2026 tot aufgefunden wurde, gilt sogar als prägendes Individuum für die Wolfspopulation in der Region. Nach Angaben des Ministeriums für Umwelt- und Naturschutz in Düsseldorf handelt es sich bei dem Rüden um den ältesten toten Wolf, der bislang in NRW gefunden wurde. Er wurde erstmals 2018 hier gesehen. Ursprünglich stammt er aber aus dem tschechischen Territorium "Ralsko" und hat hunderte Kilometer bis nach Nordrhein-Westfalen zurückgelegt.
Er gründete ein Großteil der heimischen Wolfpopulation
Zuvor lebte er auch im belgischen Territorium Hohes Venn Nord. Dort paarte das Tier sich mit einer Wölfin. In den kommenden Jahren bekam das Wolfs-Paar mehrfach Nachwuchs. Und genau dieser Nachwuchs gründete wieder eigene Wolfsterritorien in der Eifel und im Hohen Venn. Ein Großteil der bekannten Eifelrüden geht sogar genetisch auf den Rüden zurück, der nun verstorben ist.
Wölfin starb durch Verkehrsunfall
Bereits im Jahr 2024 verstarb die Wölfin, mit der der Rüde zusammenlebte, durch einen Verkehrsunfall. Und nun ist auch der männliche Wolf bei Blankenheim tot aufgefunden worden. Genetische Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstitutes Gelnhausen haben ergeben, dass es sich um den männlichen Wolf mit der Kennung GW926m handelt. In Absprache mit der obersten Jagtbehörde konnte der tote Wolf sichergestellt werden. Eine Tierpathologische Untersuchung soll nun die Todesursache klären.
Unsere Quellen:
- Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Aachen, Eifel und die Euregio, 24.08.2026, 9:30 Uhr