Brandgefahr auf den Feldern in unserer Region

WDR 01:53 Min. Verfügbar bis 17.07.2028

Feld-Brände fordern Feuerwehr Warum es auf Äckern bei Heinsberg brennt

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Fünf Meter hoch schlugen die Flammen, drei Stunden lang löschten die Einsatzkräfte: Auf einem Feld nahe Haus Hohenbusch in Erkelenz-Hetzerath ist vergangene Woche ein großer Feldbrand ausgebrochen. Es ist kein Einzelfall.

Von
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Benedikt Herfs
und
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Julia Küppers

Immer wieder rücken Feuerwehren in den Kreisen Heinsberg und Düren zu brennenden Äckern aus - mal sind es kleine Glutnester, mal Flächen von mehreren tausend Quadratmetern.

Feuerwehrchef Malte Ammernick kennt die häufigsten Ursachen für Feldbrände: Oft seien es unachtsame Autofahrer und Spaziergänger: Eine weggeworfene Zigarettenkippe, eine Glasscherbe oder ein Auto mit heißem Auspuff könnten trockenen Bewuchs entzünden. "Wenn es einmal brennt, ist es gerade von Wind getrieben schwer, das wieder einzudämmen", sagt Ammernick.

Maschine löste Feuer aus

In diesem konkreten Fall war es jedoch keine Zigarette und kein Autofahrer: Das Feuer wurde durch eine Maschine von Landwirt Peter Blanken verursacht. Acht Bauernkollegen eilten zur Hilfe und versuchten, die Flammen durch Umgraben einzudämmen.

Eine Landmaschine fährt über ein staubiges Feld

Die Trockenheit sorgt für Brandgefahr.

Der Schaden liegt bei über 160.000 Euro. Beinahe wäre auch das angrenzende Maisfeld abgebrannt oder schlimmer noch: Eine Fläche nahe eines Waldstücks, hinter dem Wohnhäuser stehen.

Verletzt wurde niemand, es bleibt ein Versicherungsfall. Für Peter Blanken bleiben Schock und verbrannte Erde. Er zeigt sich dankbar für die Hilfe von Feuerwehr und Kollegen, die Schlimmeres verhindert hätten.

Feuerlöscher an Bord kann helfen

Ein Mann in Feuerwehr-Kleidung steht auf einem trockenen Stoppelfeld

Der Erkelenzer Feuerwehrchef Malte Ammernick auf einem Stoppelfeld

"Unsere Landwirte sind umsichtig, haben selber kein Interesse, dass deren Felder brennen", betont Feuerwehrmann Ammernick. Dennoch bleibe bei absolut trockenen Bedingungen ein Risiko: Arbeiten Landwirte mit rotierenden Maschinen wie Strohpressen, könne sich Material festsetzen, heiß werden und entzünden, "dann hat man ganz schnell die Situation, dass sich das ausbreitet".

Sein Appell: Landwirte sollten ihre Maschinen regelmäßig reinigen und einen Feuerlöscher mitführen, "um einen Entstehungsbrand möglichst direkt bekämpfen zu können".

Peter Blanken hatte tatsächlich einen Feuerlöscher dabei. Doch der Wind war schneller als die Löschversuche.

Weitere Brände in den vergangenen Tagen

Auch in Wassenberg, Geilenkirchen, Heinsberg und entlang des Rurufer-Radweges musste die Feuerwehr in den vergangenen Tagen ausrücken, weil Felder in Brand geraten waren. Die Polizei ermittelt und sucht in einigen Fällen auch Zeugen.

Unsere Quellen:

  • Feuerwehr Erkelenz
  • Gespräch mit Landwirt Peter Blanken aus Erkelenz
  • Bisherige WDR-Berichterstattung zu Feld-Bränden im Kreis Heinsberg
  • Kreispolizei Heinsberg

Sendung: WDR.de, Brandgefahr auf den Feldern in unserer Region, 17.07.2026, 19:14 Uhr

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