Illegale Müllentsorgung in Geilenkirchen

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WDR 2 Min. 35 Sek. Verfügbar bis 04.09.2028 Von Thomas Wenkert

Autoreifen und Kühlschränke Ärger um wilde Müllkippen in Geilenkirchen

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Immer häufiger entsorgen Menschen ihren Müll illegal. Für die Mitarbeiter der städtischen Bauhöfe heißt das Mehrarbeit, für die Bürger höhere Müllgebühren. Die Stadt Geilenkirchen will jetzt gegen die Umweltsünder rigoroser vorgehen.

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Thomas Wenkert

Wieder einmal sind die Mitarbeiter des Geilenkirchener Baubetriebshofes unterwegs. Mittlerweile kennen sie die Hotspots, also jene Plätze, an denen gerne Bürger ihren Müll einfach entsorgen. Am Rande eines Waldgebietes - das übliche: zahlreiche Autoreifen liegen hier, auch noch mehrere Elektrogeräte. "Das ist immer wieder super ärgerlich. Das bindet Arbeitszeit. In dieser Zeit könnten wir sicherlich Arbeiten erledigen, die wertvoller sind für die Stadt", sagt der Leiter des Baubetriebshofes, Peter Sentis.

Zwei Mitarbeiter vom Bauhof, die wilden Müll auf ihren Transporter tragen.

Mitarbeiter des Geilenkirchener Baubetriebshofes räumen illegal entsorgten Müll an einem Waldstück weg.

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Geilenkirchen: Müllverursacher sind unverbesserlich

48 Angestellte zählt der Baubetriebshof in Geilenkirchen. Und die sind mittlerweile so etwas wie die zweite Müllabfuhr. In den vergangenen Jahren sind die Entsorgungskosten für den wilden Müll um rund 200.000 Euro gestiegen. Und dafür kommt jeder Bürger auf.

Denn diese zusätzliche Kosten werden auf die Müllgebühren der Stadt umgelegt. "Der eine bringt seine Katzenstreu, der andere sein Ölfässchen. Das schafft Probleme. Dieser Mischmüll muss getrennt werden und das schafft hohe Kosten", zeigt sich Amtsleiter Gort Houben verärgert.

Amtsleiter Gort Houben während er etwas erklärt.

Gort Houben, Amtsleiter der Stadt Geilenkirchen, will stärker gegen illegale Müllablagerungen vorgehen.

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Illegaler Müll: Alle zahlen dafür

Darüber, so Houben, machen sich die Verursacher gar keine Gedanken. Letztendlich zahlen alle dafür, dass manche Menschen uneinsichtig sind. Das zeigt sich auch am Friedhof in der kleinen Ortschaft Würm. Hier hat die Stadt einen Container aufgestellt für Friedhofsabfälle.

Schilder weisen daraufhin, zum einen für Grünschnitt, zum anderen für Restmüll. Doch auch hier finden die Mitarbeiter normalen Hausmüll, leere Plastikverpackungen von irgendwelchen Kochgerichten. "Mittlerweile müssen wir diesen Container jeden zweiten Tag leeren. Das war so nicht geplant", sagt Thomas Claßen vom Baubetriebshof.

Ein Müllcontainer am Friedhof in Würm

Auch auf dem Friedhof in Würm landet immer wieder Müll, der dort nicht hingehört.

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Müllentsorgung: Beschwerden nehmen zu

Fast täglich beschweren sich Bürger über den wilden Müll. Ihnen stinkt es im wahrsten Sinne des Wortes. Deswegen will die Stadt Geilenkirchen jetzt ihren Kampf gegen illegalen Müll deutlich verschärfen. "Wir hoffen dabei auch auf Mithilfe. Wer etwas sieht, einfach das Kfz-Kennzeichen aufschreiben. Wir werden aber auch stärker den Müll kontrollieren", erklärt Amtsleiter Houben.

Man wolle die Verursacher endlich finden, auch mit Hilfe von Adressen, die manchmal noch auf Kartons stehen, die ebenfalls arglos entsorgt worden. Und die Strafe kann heftig sein, droht Houben. Vergehen können mit einer Geldbuße von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Unsere Quellen:

  • WDR-Interview Gort Houben, Amtsleiter Stadt Geilenkirchen
  • WDR-Interview Peter Sentis, Leiter Baubetriebshof Geilenkirchen
  • WDR-Interview Thomas Claßen, Baubetriebshof Geilenkirchen
  • Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR.de, Geilenkirchen kämpft gegen illegalen Müll, 04.09.2026, 14 Uhr

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