Hier wurde das Skelett gefunden

WDR 03:21 Min. Verfügbar bis 24.04.2028

Vermutetes Grab von d'Artagnan Sensationsfund wirft weitere Fragen auf

Stand:

Das Rätsel um das vermutete d'Artagnan-Skelett in Maastricht geht weiter. Was den Forschern noch für den Musketier-Beweis fehlt.

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Birgitta Bäck

Rund um die Ausgrabung eines Skeletts in einer Kirche im Westen Maastrichts bleiben weiterhin Fragen offen. Scheinbar fehlte eine offizielle Genehmigung für die Arbeiten - und auch die Identität der Gebeine ist noch ungeklärt: Ob es sich tatsächlich um d'Artagnan, einen der legendären Musketiere handelt, ist bislang nicht bestätigt.

DNA-Analyse bringt bisher kein klares Ergebnis

Eine erste DNA-Untersuchung der möglichen Überreste von d'Artagnan liefert kein ausreichendes Ergebnis. Das Institut für Rechtsmedizin an der Universität in München braucht für eine gesicherte Auskunft mehr Material. Zwei Zähne des gefundenen Skeletts waren dafür im März von Maastricht nach Deutschland geschickt worden.

Außenanasicht der St. Peter und Paul Kirche im Westen von Maastricht

St. Peter und Paul Kirche im Westen von Maastricht - hier wurde das Skelett gefunden

Das Team rund um die Ausgrabung in der Sint-Petrus-en-Pauluskerk ist sich trotzdem nach wie vor sicher, dass es sich bei dem Fund um d'Artagnan handelt. Das wäre eine Weltsensation. Bekannt ist der legendäre Adelige aus dem 17. Jahrhundert vor allem deshalb, weil er später als Inspiration für den Roman "Die drei Musketiere" diente.

Auszeichnung für Archäologen in Maastricht

Ein Mann in Anzug, mit Bürgermeister-Kette um den Hals, überreicht einem anderen Mann eine Urkunde

Wim Hillenaar, der Maastrichter Bürgermeister (links im Bild), überreicht die königliche Medaille an den Stadt-Ärchäologen

Für seine Arbeit hat am Freitag, den 24. April, der Maastrichter Archäologe Wim Dijkman die königliche Auszeichnung erhalten. Dijkman erforscht seit Jahren auch das Leben des Musketiers und Adligen Charles de Batz-Castelmore d'Artagnan. Der kämpfte 1673 in Maastricht und starb dort auch. Seine letzte Ruhestätte war bisher aber unbekannt.

"Es wäre schade, wenn die Forschung wegen Behördenauflagen jetzt ins Stocken gerät. Hier sollte doch auch gelten: Alle für einen, einer für alle." Thomas Samek, d'Artagnan-Darsteller und -Experte

Indizien deuten auf d'Artagnan hin

Auch Thomas Samek ist sich sicher, dass es sich bei Fund um eine Sensation handelt. Der Hamburger ist eigentlich von Beruf Arzt, aber auch als d'Artagnan-Darsteller und -Experte bekannt. Sowohl der Fundort als auch weitere Indizien sprechen für ihn dafür.

Ein Musketier-Darteller in Kostüm steht vor der d'Artagnian-Statue in Maastricht

Thomas Samek, d'Artagnan Darsteller und Experte

So soll zwischen den Rippen des Skeletts eine Musketenkugel gesteckt haben. Für Samek der Beweis, dass d'Artagnan, wie in einem Augenzeugenbericht erwähnt, von einem Schuss in die Niere getötet worden sein muss. Außerdem lag eine französische Münze aus dem 17. Jahrhundert neben den Knochen.

Zweifel an Genehmigungen der Ausgrabung

Geklärt werden muss derzeit, ob für die Ausgrabungen alle offiziellen Genehmigungen vorgelegen haben. Die an der Ausgrabung beteiligten erklärten die Arbeiten zunächst damit, dass der Kirchenboden vor dem Altar abgesackt sei. Bei Handwerksarbeiten sei dann das Skelett entdeckt worden. Daran gibt es mittlerweile Zweifel.

Das vermutete Musketier-Skelett wirft weiterhin Fragen auf

WDR 24.04.2026 00:33 Min. Verfügbar bis 23.04.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Stadt Maastricht
  • Interview mit Archäologe Wim Dijkman
  • Interview mit Thomas Samek, d'Artagnan-Experte
  • Beobachtungen der WDR-Rewporterin vor Ort

Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 24.4.2026, 13:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen, 24.4.2026, 19:30 Uhr

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