Merz zu Besuch in Hürtgenwald | Video

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WDR 01:34 Min. Verfügbar bis 22.08.2028

Mit Pfiffen empfangen So lief der Kanzlerbesuch in Hürtgenwald

Stand:

Kanzler Merz besuchte nach seinem Urlaub den Hürtgenwald. Vielen Anwohnern war das zu spät - sie empfingen ihn teils mit Pfiffen.

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Ingo Wagner

"Merz, wie war dein Urlaub?", riefen einige Demonstranten dem Kanzler bei seinem Besuch zu. Auch viele Landwirte mit Traktoren waren da, die zur Begrüßung laut hupten. Auch das war sicher nicht als Zeichen der Anerkennung gedacht.

Eine Frau mit buntem Oberteil hält ein Plakat in die Kamera.

Ruth Willms wünscht sich eine Verbesserung des Klimaschutzes.

Bildquelle: WDR / Ingo Wagner

Auf die Buhrufe ging Merz auch zum Ende seines Pressestatements ein. "Ich lasse mich von denen, die rumschreien nicht beeindrucken", adressierte er die Demonstranten. "Ich spreche mit denen, die helfen und mit denen, die im Sinne des Gemeinwesens tätig sind", hieß es weiter.

Kanzler stellt sich der Kritik

Friedrich Merz ging vor der Presse auf die Kritik ein, nicht früher seine Urlaub unterbrochen zu haben. Er sagte, er habe sich ständig über die Lage im Hürtgenwald informiert und seine Hilfe angeboten. Aber er sei sich mit dem Landrat des Kreises Düren einig gewesen, dass ein Kanzlerbesuch in der kritischen Situation im Hürtgenwald bei all dem Aufwand, der damit verbunden sei, nur stören würde.

"Besser, wenn Merz erst kommt, wenn alles vorbei ist"

Bundeskanzler Friedrich Merz in Hürtgenwald

Merz und der Dürener Landrat Ralf Nolten

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Das bestätigte der ebenfalls anwesende Dürener Landrat Ralf Nolten: "Es war klar, es ist besser er kommt erst, wenn alles vorbei ist."

Dank an freiwillige Helfer und Ehrenamtliche

Bei seinem Besuch besichtigte Merz zunächst das Brandgebiet. Danach dankte er den Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Vor allem lobte er die Zusammenarbeit von vielen Beteiligen: Von Feuerwehr, Bundeswehr und THW bis hin zur Land- und Forstwirtschaft. Außerdem trug Merz sich in das Gästebuch des Kreises und der Gemeinde Gey ein.

Er kündigte an, demnächst im Bundeskabinett zu besprechen, wie man sich künftig besser auf solche Großschadensereignisse vorbereiten könne. Es sei klar, erklärte der Kanzler, dass solche Ereignisse in Zukunft häufiger vorkommen würden.

"Schauen Sie sich an, was hier passiert ist. Das ist der Klimawandel." Bundeskanzler Friedrich Merz

Laut Merz müsse man alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen, aber auch mit ihm leben. Dieser Aufgabe müssten sich Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam stellen.

Ökologische Katastrophe durch den Waldbrand

Derzeit ist das ganze Ausmaß der ökologischen Katastrophe im Hürtgenwald noch gar nicht erfasst worden. Das werden Experten in den kommenden Wochen und Monaten tun. Und dann vielleicht auch schon ein Konzept aufstellen, wie der Wald wieder aufgeforstet werden kann.

Klar ist aber jetzt schon, dass der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens Schäden hinterlassen hat, die selbst in Jahrzehnten noch nicht behoben sein werden.

Kanzler in Hürtgenwald: Merz mit Pfiffen empfangen

WDR 22.08.2026 01:08 Min. Verfügbar bis 22.08.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Eindrücke des WDR-Reporters vor Ort
  • Pressegespräch mit Friedrich Merz

Sendung: wdr.de: Kanzler in Hütgenwald: Merz mit Pfiffen empfangen, 22.08.2026, 16:49 Uhr
Sendung: WDR Aktuell: Kanzler in Hütgenwald: Merz mit Pfiffen empfangen, 22.08.2026, 16:49 Uhr

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