Mona Neubaur macht sich in Baesweiler ein Bild, wie moderne, energieschonende Chipproduktion aussehen kann.
Bildquelle: WDRWDR. 1 Min. 56 Sek.. Verfügbar bis 27.08.2028.
Ein neues Verfahren von der Firma Element 3-5 GmbH in Baesweiler zeigt, dass bis zu 90 Prozent weniger Energie bei der Herstellung von Halbleiter-Chips möglich ist. Halbleiter sind ein Material, was in Elektronik Strom leitet und unter anderem in LEDs und Elektroautos zu finden ist.
Statt über 1.000 Grad braucht das neue Verfahren nur rund 300 Grad. Durch die niederigere Temperatur wird weniger Energie verbaucht und es entstehen auch weniger giftige Gase, sagt Yilmaz Dikme, der Technische Direktor und Mitgründer der Firma: "Bei den klassischen Verfahren wird reine Wärme verwendet. Es gibt keine andere Energiequelle. Wir verwenden etwas Wärme, aber in erster Linie Plasma, das ist der vierte Aggregatzustand." Und dieser ist weder fest, noch flüssig, noch gasförmig.
So sehen die Halbleiter-Chips aus, die das Unternehmen Element 3-5 aus Baesweiler produziert.
Bildquelle: WDRNeubaur lobt Unternehmen aus Baesweiler
Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wird von Bund und Land bislang mit rund 15 Milliarden Euro gefördert. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Bündnis90/Die Grünene) war heute in Baesweiler zu Besuch und sagte, dass in einem hart umkämpften internationalen Markt, in dem Halbleiter meist aus Asien kommen, der Standort als Vorzeigeprojekt gelte.
"Ich will, dass wir eine europäische Lieferkette aufbauen. Gerade hier im Rheinischen Revier mit einer starken Hochschullandschaft, mit vielen jungen und gunggebliebenen Leuten, die Ideen in sich targen, haben wir eine große Chance zu zeigen, dass wir aus den Ideen auch funktionierende Geschäftsmodelle machen." NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Bündnis90/Die Grünene)
Zahlreiche neue Arbeitsplätze sollen entstehen
Neubaurs Plan sei es mit Spitzentechnologien Weltmarktführer zu werden. Dieser Herausforderung will sich Geschäftsführer Volker Sinhoff von der Firma Eleemnt 3-5 GmbH zusammen mit seinem Team stellen. Doch bis hier eine große Produktionshalle gebaut werden kann, brauche es noch mehr Geld. Schon in wenigen Jahren könnte die Firma weitere Arbeitsplätze schaffen: "Vor drei Jahren waren wir noch zu zweit jetzt sind wir heute 50 und wir wollen in drei Jahren bei gut 200-250 Mitarbeitern stehen."
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (zw.v.l.) hat drei Industrie-Standorte in der Region besucht.
Bildquelle: WDRDie Wirtschaftsministerin hat heute auch zwei weitere Standorte in der Region besucht. Sie seien unter anderem Beispiele dafür, wie aus einer alten Kohleregion eine innovative und ressourcenschonende Industrie wachsen kann.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit Yilmaz Dikme und Volker Sinhoff
- WDR-Gespräch mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Bündnis90/Die Grünene)
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Aachen, 27.08.2026, 19:30 Uhr
