Grenzkontrollen: Hubschrauber gegen Schleuser

00:48 Min. Verfügbar bis 08.07.2028

Schleuserkriminalität Bundespolizei Aachen setzt auf XXL-Hubschrauber

Stand:

An den Grenzen zu den Niederlanden und Belgien in der Euregio setzt die Bundespolizei auf umfangreiche Technik. Bei der Jagd auf Schleuser sind jetzt auch Groß-Hubschrauber im Einsatz.

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Wolfgang Deutz

Mit den "Pumas", wie die Hubschrauber im Fachjargon heißen, soll Menschenhändlern und anderen Kriminellen endgültig das Handwerk gelegt werden. "Ab sofort können wir in kürzester Zeit überall sein", sagt Bernd Küppers, Sprecher der Bundespolizei in Aachen. Seit Dienstag kontrollieren die Beamten die rund 200 Kilometer lange Grenze zwischen Wassenberg im Norden und dem Losheimer Graben im Süden nämlich nicht nur zu Lande, sondern auch aus der Luft.

Erste Erfolge bei Grenzkontrollen

Und das mit Erfolg. Die ersten Stunden des neuen Einsatzkonzepts können sich sehen lassen: Bereits am Dienstag gab es einige Volltreffer. So wurde ein international gesuchter Straftäter gefasst, zahlreiche illegale Grenzübertritte verhindert, aber auch Menschen mit Drogen oder Autofahrer ohne Führerschein erwischt.

Bundespolizei setzt Hubschraubereinsatz fort

Zwei Polizisten kontrollieren an einer Straße einen SUV mit zwei Personen

Grenzkontrollen in der Städteregion.

Am Mittwoch gehen die Kontrollen weiter. Im Einsatz sind auch wieder die beiden Puma-Hubschrauber dabei. Die schwarzen, klobig wirkenden Fluggeräte können bis zu 20 Einsätzkräfte transportieren. Um 12 Uhr eine Kontrolle an der B 56 im Kreis Heinsberg und eine Stunde später die Kontrolle an der Grenze zu Rheinland-Pfalz - alles zeitlich kein Problem mehr. Die Bundespolizei spricht diesbezüglich von einem wahren "Gamechanger".

Für Schleuser in der Euregio wird es ungemütlich

Mit der Ausweitung des Einsatzkonzeptes dürfte die Unsicherheit für Schleuser an den Grenzen rund um Aachen deutlich gewachsen sein. Grenzübergänge, Landstraßen, Autobahnen oder der Feldweg mitten in der Eifel. Die Bundespolizei hat nach eigener Aussage alles im Blick. Auch am Mittwoch wird wieder kontrolliert. Wo genau, das sagt die Bundespolizei nicht. Sie setzt auf den Überraschungsmoment.

Hubschrauber: Probeeinsätze im vergangenen Jahr

Dass die Bundespolizei Aachen mit Hubschraubern an den Grenzen patroulliert, ist nicht neu. Bereits Mitte vergangenen Jahres wurden Einsatzteams mit Airbus-Hubschraubern vom Typ EC 135 und EC 155 bei Aachen von Grenzübergang zu Grenzübergang geflogen. Doch die beiden jetzt eingesetzten Hubschrauber vom Typ Puma seien eine ganz neue Dimension, sagt Bernd Küppers von der Bundespolizei.

Hubschrauber "Puma" ist auf einem Feld gelandet

Ein "Puma" landet auf einem Feld in Marienberg.

Laut Angaben der Bundespolizei ist der zu überwachende Grenzabschnitt über 200 Kilometer lang, was schnelle Autofahrten von A nach B erschwert. Die Behörde betont zudem die Vorteile von Hubschraubern bei Fluchtversuchen: Weigert sich ein Fahrer anzuhalten, kann er aus der Luft verfolgt werden, während die Bodenkräfte fortlaufend die aktuellen Koordinaten erhalten.

"Ein Hubschrauber hat keinen Stau. Ein Hubschrauber kennt keine Grenzen. Er fliegt über allem her und ist auch schneller vor Ort." Bernd Küppers, Pressesprecher der Bundespolizei Aachen

Wie lange die Hubschrauber eingesetzt werden, dazu äußert sich die Behörde nicht. Man wolle unberechenbar bleiben. Eins steht aber fest: Für Schleuser an den Grenzen zu Belgien und den Niederlande ist es ungemütlicher geworden.

Bundespolizei setzt Hubschrauber gegen Schleuser ein

WDR 08.07.2026 00:42 Min. Verfügbar bis 07.07.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Bundespolizei Aachen

Sendung: WDR.de, Bundespolizei setzt Hubschrauber gegen Schleuser ein, 08.07.2026, 11:39 Uhr

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