Der Brand im Hohen Venn ist zwar weitgehend gelöscht, die Einsatzkräfte müssen aber weiterhin regelmäßig ausrücken. Ursache sind tief liegende Torfschichten, die noch weiterhin glühen und immer wieder kleinere Feuer entfachen. Schon während des Großbrands hatten Experten darauf hingewiesen, dass solche Moor- und Torfbrände besonders heimtückisch sind, weil die Glut unter der Oberfläche über lange Zeit bestehen bleiben kann.
Aktuell bekämpft die Feuerwehr erneut ein Feuer in der Nähe von Drossart. WDR-Reporter hatten vor Ort mehrere Rauchschwaden entdeckt. Nach Angaben der belgischen "Protection Civile" ist der Brand etwas größer als andere wiederkehrende Feuer der vergangenen Tage, inzwischen aber unter Kontrolle.
Einsatz im Hohen Venn: Feuer unter Kontrolle, Straße gesperrt
Aus Sicht der Einsatzkräfte steht ausreichend Personal zur Verfügung, um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Das Hohe Venn war Mitte August vom größten Flächenbrand der jüngeren belgischen Geschichte betroffen. Dabei brannten zeitweise mehrere Tausend Hektar Heide- und Moorlandschaft.
Wegen des aktuellen Einsatzes hat die Polizei die N68 von Eupen in Richtung Baraque Michel in der Eifel gesperrt. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau. Auch wenn die große Brandfront längst eingedämmt ist, rechnen die Verantwortlichen noch länger mit einzelnen Glutnestern und kleineren Wiederaufflammungen, solange die Torfschichten im Boden weiter schwelen.
Unsere Quellen:
- Protection Civile
- Eindrücke der WDR-Reporter vor Ort
- Vorangegangene WDR-Berichterstattung
Sendung: WDR.de, Feuer im Hohen Venn lodert wieder auf, 27.08.2026, 19:51 Uhr