Der Preisträger des Deutschen Umweltpreises
Bildquelle: Jongebloed/DBUEine neue Ära der Abwasserreinigung - so bezeichnet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, kurz DBU, die Technologie, die Klaus Vossenkaul entwickelt hat. Der Ingenieur aus Roetgen hat eine spezielle Filtermembran entwickelt, die in Kläranlagen zum Einsatz kommt.
Filter für Mikroplastik und multiresistente Keime
Hier hat Klaus Vossenkaul seine Technologie entwickelt
Bildquelle: Membion GmbH2012 hatte Vossenkaul sein Unternehmen, die Membion GmbH, in Roetgen als eine Art Garagenfirma gegründet; Sitz ist bis heute ein altes Haus mit einer kleinen Halle, die früher eine Weberei war. In den Folgejahren entwickelte er unter anderem eine Membrantechnologie, mit der problematische Stoffe wie Mikroplastik, Krankheitserreger und multiresistente Keime aus dem Abwasser gefiltert werden können. Diese Technologie ist im Vergleich zu herkömmlichen Filtern wesentlich energiesparender.
Eine Entwicklung, die dem Umweltschutz dient
Das derart gefilterte Wasser schont laut DBU Flüsse, Seen und Talsperren und kann auch von Landwirten zur Bewässerung eingesetzt werden. Das sei vor allem wegen des Extremwetters, bedingt durch den Klimawandel, bedeutend. Klaus Vossenkaul leiste "innovative Pionierarbeit und bringe damit den Umweltschutz voran.", so Alexander Bonde, Generalsekretär des BDU.
"Vossenkaul hat als Unternehmer mit Mut, Beharrlichkeit und Innovationskraft Lösungen gefunden, um die lebenswichtige Ressource Wasser besser zu schützen." Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär
Hocheffiziente Reinigung von Abwasser wird immer wichtiger
Heute beschäftigt Vossenkaul 40 Mitarbeiter. Seine Filtertechnologie kommt bei verschiedenen Unternehmen und Kläranlagen zum Einsatz, darunter auch in einer Pilot-Kläranlage in Konzen bei Monschau.
Klaus Vossenkaul freut sich überden Deutschen Umweltpreis
Bildquelle: Große Ophoff/DBUBundesweit werden laut BDU pro Kopf und Tag 130 Liter Wasser gebraucht. Jedes Jahr müssen die Kläranlagen in Deutschland 8,3 Milliarden Kubikmeter Abwasser reinigen. Weltweit sei die Lage dramatisch: Von global rund 360 Milliarden Kubikmeter Abwasser fließen bis zu 80 Prozent ungeklärt, also verschmutzt, in die Umwelt.
Bundespräsident kommt zur Preisverleihung nach Aachen
Der dreifache Familienvater Vossenkaul teilt sich das Preisgeld in Höhe von 500.000 Euro mit der Hamburger Umweltjuristin Roda Verheyen. Vossenkaul und Verheyen bekommen den Preis offiziell in einem Festakt am 25. Oktober in Aachen verliehen. Überreicht wird er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der Deutsche Umweltpreis wird zum 34. Mal verliehen.
Unsere Quelle:
- Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
Sendung: WDR 2 Aachen und die Region, Lokalzeit, 03.09.2026, 07:03 Uhr
