Fire Watch zur Waldbrandprävention

Bildquelle: dpa / Bruno Fahy

6 Min. 49 Sek. Verfügbar bis 02.09.2028

KI und bessere Absprachen So sollen Waldbrände schneller erkannt werden

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Beim Brand im Hohen Venn gab es mehrfach widersprüchliche Aussagen von Feuerwehren auf belgischer und deutscher Seite. Jetzt wollen NRW, die Niederlande und Belgien besser zusammenarbeiten. Außerdem sollen Waldbrände in Zukunft mit KI früher erkannt werden.

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Ingo Wagner

"Was lief gut und was können wir besser machen, wenn Wälder brennen?" - mit diesen Fragen beschäftigen sich heute Vertreter aus NRW, den Niederlanden und Belgien beim „Netwerkdag naturbranden“. Außerdem wird dort das länderübergreifende Waldbrand-Früherkennungssystem "Fire Watch" präsentiert.

Sander Kleikers, Silke Gorißen, Jaimi van Essen und Jo Brouns in einer Podiumsdiskussion. Daneben eine belgische und einer niederländische Flagge.

Moderator Sander Kleikers, NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen, NL-Landwirtschafts- und Naturminister Jaimi van Essen und der flämische Minister für Umwelt und Landwirtschaft Jo Brouns im Podium.

Bildquelle: WDR/Benedikt Herfs

Damit ziehen die Länder die Konsequenzen aus dem verheerenden Waldbrand im Hohen Venn im vergangenen Monat. Dort kämpften hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen. Es war der größte Waldbrand in der Geschichte Belgiens, der allerdings auch den deutschen Grenzort Monschau bedrohte. Erst nach einer Woche war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauern wegen unterirdisch glimmender Glutnester in den Torfschichten der Moore des Hohen Venns allerdings noch länger an.

Probleme bei der Kommunikation zwischen belgischer und deutscher Feuerwehr

WDR-Reporter vor Ort erlebten dabei immer wieder, dass deutsche und belgische Einsatzleitungen oft ganz unterschiedliche Aussagen zur Lage im Hohen Venn machten, sich sogar immer wieder regelrecht wiedersprachen.

Daran soll jetzt gearbeitet werden. Die Projekte zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen mit Politikern aus den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden bespricht, dienen auch dazu, die generelle Abstimmung und Zusammenarbeit bei Großbränden zwischen den Einsatzkräften der drei Länder zu verbessern.

„Wir sind hier in der Euregio wegen der Dürren zur neuen Provence geworden. Deshalb müssen wir einschreiten.“ Emile Roemer, Gouverneur der Provinz Limburg in den Niederlanden

KI und Kameratechnik: Früherkennung von Waldbränden

Eine weitere Lehre, die die Politik aus den großen Bränden im Hohen Venn und im Hürtgenwald gezogen hat, ist: Die Früherkennung von Waldbränden muss deutlich besser werden. Dazu soll jetzt in den besonders gefährdeten Gebieten im Grenzbereich ein Früherkennungssystem installiert werden.

Ein weißes KI-Früherkennungssystem mit der Aufschrift Firewatch

Mit der "FireWatch"-Kamera sollen Brände frühzeitig erkennbar sein.

Bildquelle: WDR/Benedikt Herfs

Beim System "Fire Watch" werden optische Sensoren auf hohen Masten eingesetzt, die große Waldflächen permanent beobachten und Bilder an einen Computer schicken. Mit künstlicher Intelligenz werden diese Bilder dann in Echtzeit ausgewertet. So wird ein Waldbrand praktisch schon im Entstehen bemerkt und die Feuerwehr kann viel früher eingreifen.

So sollen Waldbrände schneller erkannt werden

WDR 02.09.2026 31 Sek. Verfügbar bis 01.09.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Eindrücke der WDR-Reporterinnen und -Reporter in den Regionen
  • WDR-Gespräche mit Feuerwehrleuten
  • Emile Roemer, Gouverneur der Provinz Limburg
  • Pressemitteilung des Landes NRW

Sendung: WDR.de, So sollen Waldbrände früher erkannt werden, 02.09.2026, 11:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR Lokalzeit aus Aachen, 02.09.2026, 19:30 Uhr

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