Großes Drogenlabor in Hückelhoven: Hohe Freiheitsstrafen für Angeklagte
Lokalzeit aus Aachen. 24.06.2025. 02:40 Min.. Verfügbar bis 24.06.2027. WDR. Von Purvi Patel.
Vor dem Aachener Landgericht sind heute drei Angeklagte wegen Drogenvergehen zu Freiheitsstrafen zwischen fünf und acht Jahren verurteilt worden. Sie hatten in einer Halle in Hückelhoven das größte Drogenlabor eingerichtet, das Zollfahnder seit mehr als 20 Jahren entdeckt hatten.
Tonnen von Chemikalien verarbeitet
Die Beamten sprachen von einer hochprofessionellen Einrichtung. In der Halle wurden Tonnen von Chemikalien verarbeitet. Daraus konnten, stellte das Aachener Landgericht fest, 39 Millionen Ecstasy-Tabletten gemacht werden, die einen Straßenverkaufswert von 8,5 Millionen Euro hatten.
Große Menge wirkte sich strafverschärfend aus
Rund eine Million Ecstasypillen hätten hergestellt werden können
Angesichts der gewaltigen Menge an Drogen, um die es in diesem Prozess ging, fiel das Strafmaß für die Angeklagten höher aus. Als strafmildernd wirkte sich aus, dass alle drei Angeklagten ein Geständnis abgelegt hatten.
Fahnder kamen den Angeklagten im vergangenen Jahr bei einer Grenzkontrolle auf die Spur. Dabei entdeckten die Beamten eine große Menge von Grundstoffen, die bei der Produktion von Ecstasy-Tabletten verwendet werden.
Nachdem Ermittler die Verdächtigen längere Zeit observiert hatten, schlugen sie im Mai des vergangenen Jahres zu. In der Halle in Hückelhoven wurden Bargeld und große Mengen an Chemikalien zur Herstellung von synthetischen Drogen beschlagnahmt.
Ermittlungen weiteten sich auf die Niederlande und Belgien aus
Auch dort wurden Gebäude durchsucht. Bei den eigentlichen Hintermännern der Geschäfte soll es sich um eine Bande in den Niederlanden gehandelt haben. Die Angeklagten sollen nur in ihrem Auftrag agiert und nicht selbst Drogen verkauft haben.
Unsere Quellen:
- Landgericht Aachen
- Zoll
- WDR-Reporter vor Ort