DLRG Bergneustadt: Neue Wache an Aggertalsperre

WDR 03:17 Min. Verfügbar bis 22.07.2028

Aggertalsperre DLRG Bergneustadt hat eine neue Wasserrettungsstation

Stand:

Von
Logo des Westdeutschen Rundfunk
Daniel Gowitzke

Der Schlüssel dreht sich im Schloss. Ein kurzer Moment, dann öffnen sich die Türen der neuen Wasserrettungsstation an der Aggertalsperre. Für die Mitglieder der DLRG Bergneustadt ist es ein besonderer Augenblick.

Nach fast 50 Jahren endet die Zeit in der alten Wache. Die Einsatzkräfte bekommen ein neues Zuhause - mit mehr Platz, moderner Technik und besseren Bedingungen für ihre ehrenamtliche Arbeit.

Die neue Wache der DLRG in Bergneustadt

Die DLRG in Bergneustadt freut sich über ihre neue Wache.

Die neue Station ist für die Ortsgruppe weit mehr als ein Gebäude. Hier werden Einsatzkräfte ausgebildet, Übungen vorbereitet und Einsätze koordiniert. Vor allem aber ist sie der Mittelpunkt für Menschen, die ihre Freizeit dafür einsetzen, anderen zu helfen.

Nach fast fünf Jahrzehnten war die alte Wache am Ende

Seit 1977 war die alte Wasserrettungsstation Ausbildungsstätte, Materiallager und Unterkunft zugleich. Doch die Jahrzehnte hatten ihre Spuren hinterlassen. Die bauliche Situation verschlechterte sich zunehmend, eine weitere Nutzung war schließlich nicht mehr möglich.

Alte Wache der DLRG an der Aggertalsperre

So sah die alte Wache der DLRG an der Aggertalsperre aus.

"Das war kein tragbarer Zustand mehr für eine moderne Wasserrettungswache. Das allergrößte Problem war, dass der Turm auf der Wache einsturzgefährdet war“, sagt Philip Solbach, Wachführer der DLRG Bergneustadt. Aus der geplanten Sanierung wurde deshalb ein Neubau. Die "Wache 2.0" markiert den Beginn eines neuen Abschnitts für die Wasserretter an der Aggertalsperre.

Mehr Raum für Ausbildung und schnelle Hilfe

Mit der neuen Station verbessern sich die Bedingungen für die ehrenamtliche Arbeit deutlich. Ein großer Schulungsraum ermöglicht Lehrgänge, Ausbildungen und Treffen der Ortsgruppe. Auch die sanitären Bereiche wurden modernisiert und nach Geschlechtern getrennt.

Fortschritte gibt es auch bei der Technik. Moderne Computer- und Funkanlagen unterstützen die Einsatzkräfte im Alltag. Die digitale Funktechnik verbessert die Kommunikation mit der Rettungsleitstelle des Oberbergischen Kreises und erleichtert die Zusammenarbeit bei Einsätzen.

Jeder Alarm bedeutet Verantwortung

Wie wichtig die Arbeit der DLRG ist, zeigt sich besonders in diesem Sommer. Die Einsatzkräfte wurden bereits mehrfach alarmiert und mussten zu verschiedenen Einsätzen ausrücken.

Philip Solbach

Wachführer Philip Solbach

"Wir hatten am Sonntag die 11. Alarmierung. Wir haben an vielen Wach-Wochenenden schon viel Hilfestellung leisten können. Gerade am Sonntag hatten wir noch einen Badetoten im Oberbergischen. Aber wir werden trotzdem weitermachen." Philip Solbach, Wachführer

Viele Unterstützer machen den Neubau möglich

Rund 400.000 Euro hat die neue Wasserrettungsstation inklusive Ausstattung gekostet. Finanziert wurde das Projekt durch Förderprogramme wie LEADER und "Moderne Sportstätte“ des Landessportbundes, Spenden sowie die Unterstützung regionaler Unternehmen und Institutionen.

Die neue Wache ist inzwischen Teil des täglichen Einsatzbetriebs. Denn Wasserrettung beginnt nicht erst mit dem Alarm. Sie beginnt viel früher: bei der Ausbildung, beim Training und bei den Menschen, die Verantwortung übernehmen. Mit der neuen Station hat die DLRG Bergneustadt nun den Raum, den diese Arbeit braucht.

Unsere Quelle:

  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
  • DLRG Bergneustadt

Sendung: WDR.de, DLRG Bergneustadt: Neue Wache an Aggertalsperre, 22.07.2026, 18.17 Uhr

Weitere Beiträge aus dem Oberbergischen Kreis

1 / 2