Feuerwehr im Oberbergischen rüstet auf

WDR 02:38 Min. Verfügbar bis 23.07.2028

Feuerwehr im Oberbergischen rüstet auf Mit viel Technik gegen Waldbrände

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Im bergischen Hochsommer kann jeder Funke kann zum Waldbrand werden. Im Oberbergischen Kreis kommen deshalb jetzt Spezialfahrzeuge zum Einsatz. Der Kreis investiert hunderttausende Euro in den Schutz vor Waldbränden.

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Helge Rosenkranz

In den vergangenen Jahren hatten Brände zum Beispiel in Lindlar, Engelskirchen und in Wiehl viele Hektar Wald vernichtet. Kleinere Brände gab es in diesem Jahr auch schon. Vor allem aber ein Großbrand in Gummersbach vor sechs Jahren ist vielen Feuerwehrleuten noch in schlechter Erinnerung. Tagelang waren die Retter damals im Ortsteil Hömerich im Einsatz, 25 Hektar Wald brannten.

Oberbergischer Kreis zahlt für neue Ausrüstung

Ein Feuerwehrmann steht vor einem Feuerwehrauto

Julian Seeger, Kreisbrandmeister im Oberbergischen Kreis

"Dieser Brand hat hat den Anstoß dafür gegeben, dass wir investieren wollten", sagt Kreisbrandmeister Julian Seeger. Grundsätzlich sind zwar die 13 oberbergischen Kommunen zuständig für den Brandschutz. Doch der Kreis kümmert sich um den Bedarf an Fahrzeugen und um den Katastrophenschutz.

Nach dem Großbrand in Gummersbach hatte der Kreis einen "Katastrophenschutz-Bedarfsplan" aufgestellt. Als einer der ersten Landkreise in NRW. Ein Ergebnis der Planung: Mehr Investition in die Technik. Das Tanklöschfahrzeug in Marienheide gehört dazu. Ein weiterer Tankwagen der gleichen Bauart wird bald zusätzlich gekauft.

Spezial-Fahrzeuge im Oberbergischen auch ferngesteuert

Ein Feuerwehrmann bedient einen Wasserwerfer gegen Waldbrand

4.500 Liter gegen Waldbrand: Wasserwerfer der Feuerwehr in Marienheide

Seit April sind bei der Freiwilligen Feuerwehr in Marienheide zwei Spezial-Fahrzeuge stationiert, die bei einem Waldbrand zum Einsatz kommen: Ein "Waldbrand-Tanklöschfahrzeug" und ein Hilfsgerät, ein so genanntes "Utility-Task-Vehicle". Kosten für das Tandem: fast eine Million Euro. Das Tankfahrzeug hat einen Wassertank, der etwa 4.500 Liter Wasser aufnimmt. Zwei bis drei Minuten Hochdruck-Löschen ist damit möglich, dann muss zum Beispiel über einen Hydranten nachgetankt werden.

Wasserwerfer gegen Waldbrände im Bergischen Land

Wenn es in sehr unwegsames Gelände geht, kommt jetzt ein weiteres "Spielzeug" für die Feuerwehr zum Einsatz: Der Oberbergische Kreis hat ein Spezialfahrzeug angeschafft, das laut Kreis "überall dort zur Verfügung steht, wo konventionelle Einsatzmittel an ihre Grenzen stoßen." Das "LUF 60" ist ein Kettenfahrzeug, ferngesteuert und mit einem Wasserwerfer, einer Wärmebildkamera und einem Räumschild ausgestattet. Neben Waldbränden können auch Brände in Gebäuden, Tiefgaragen oder Tunneln gelöscht werden.

Hilfs-Fahrzeug für alle Feuerwehren im Oberbergischen Kreis

Stadtioniert ist das LUF 60 bei der Feuerwehr in Waldbröl. Aber bei einem Waldbrand können alle Feuerwehren im Oberbergischen Kreis das Fahrzeug anfordern. Im Sommer gibt es im Oberbergischen, auch angesichts der zunehmenden Trockenheit durch den Klimawandel, eine Einsatzgarantie.

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung des Oberbergischen Kreises
  • Kreisbrandmeister Julian Seeger
  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR.de, "Feuerwehr im Oberbergischen rüstet auf", 24.07.2026, 05:14 Uhr

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