Wurde Manager von der Ehefrau verpfiffen?

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02:23 Min. Verfügbar bis 13.08.2028

Verdacht der Millionen-Untreue Wurde Manager von der Ehefrau verpfiffen?

Stand:

Der Mann für das China-Geschäft soll Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Verraten hat ihn wohl seine Frau.

Laut Anklage war der 52-Jährige leitender Angestellter des Remscheider Heizungs-Konzerns in China. Diese "herausgehobene Stellung" habe er ausgenutzt: 25 Zulieferer sollen gezahlt haben, damit sie liefern durften und die Konkurrenz leer ausging.

Ein "persönliches Motiv"

Die Ermittlungen begannen auf eher kuriose Art, sagt der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. "Bei Vaillant hatte sich die getrennt lebende Ehefrau des Beschuldigten gemeldet und dort Datenträger übergeben." Die übergab der Konzern an die Ermittler.

Gefunden hätte man viele Hinweise auf krumme Geschäfte. Warum sie ihn "ans Messer" geliefert hat? "Es gibt offenbar ein persönliches Motiv. Dazu möchte ich keine Stellung nehmen", so Baumert. Er selbst spreche von einer "Intrige" seiner Frau.

Laut Staatsanwaltschaft aber hatten die vorgeworfenen Schmiergeldzahlungen System. "Die sollen sich an den Umsätzen orientiert haben, die mit Vaillant gemacht wurden. Davon hat er seinen Anteil bekommen." So das Ergebnis der Ermittlungen.

Handschellen am Flughafen

Gefasst wurde der Beschuldigte im März am Münchener Flughafen. In seinem Gepäck ein Schlüssel, der zu einem Haus in Bremen gehört. Dort fanden die Ermittler teure Kunstwerke. Unter anderem von Jörg Immendorf.

Viel Kunst für Schmiergeld?

Skulptur auf einem Sokel

Skulptur "Atlas"

Bildquelle: Wolfram Lumpe / WDR

Im Garten stand die meterhohe Skulptur "Atlas" des Künstlers Markus Lüpertz. Dazu teuerster Wein und Immendorf-Gemälde. Gesichert ist nicht, dass der Mann all das vom mutmaßlichen Schmiergeld gekauft hat. Wahrscheinlich ist es wohl schon.

Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert
"Das sieht für uns aus wie eine Vermögensanlage, wie ein möglicher Rückzugsort, den man angelegt hat, für den Fall, dass das China-Geschäft irgendwann nicht mehr funktioniert." Wolf-Tilman Baumert, Oberstaatsanwalt

Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahren Haft. Der Vaillant-Konzern sagte dem WDR, man wolle zudem auch zivilrechtlich "konsequent die Wiedergutmachung entstandener Schäden" betreiben.

China-Manager soll Vaillant geprellt haben

WDR 12.08.2026 00:44 Min. Verfügbar bis 11.08.2028

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Unsere Quellen:

  • Staatsanwaltschaft Wuppertal
  • Anfrage an die Firma Vaillant
  • vorangegangene WDR-Berichterstattung

Sendung: WDR.de, China-Manager soll Vaillant geprellt haben, 13.08.2026, 16:43 Uhr
Erstveröffentlichung am 12.08.2026

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