Nach dem 38-jährigen wurde international gefahndet. Er war im März vergangenen Jahres nicht zu seinem Prozess wegen vieler Untreue- und Korruptionsvorwürfen am Wuppertaler Amtsgericht erschienen.
180.000 Euro in die eigene Tasche?
Der Mann ist ehemaliger leitender Angestellter des städtischen Entsorgungs- und Straßenreinigungsbetriebs (ESW). In dieser Funktion soll er mit zwei Garten- und Landschaftsbauern rund 180.000 Euro unterschlagen haben. Einer davon erhielt eine Geldstrafe, der andere wurde freigesprochen. Die ESW hatte 2022 Anzeige erstattet, nachdem der Betrug aufgeflogen war.
Gefälschte Rechnungen
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 38-Jährigen vor, Aufträge erteilt und überhöht abgerechnet zu haben. In diesem Zusammenhang soll er Rechnungen so gefälscht haben, dass städtische Zahlungen auf sein Konto flossen und nicht auf das der beauftragten Firmen.
Auslieferung steht an
Laut Staatsanwaltschaft wurde der Gesuchte am 24.6. an der bulgarisch-türkischen Grenze bei der Einreise nach Bulgarien gefasst. Das Auslieferungsverfahren läuft. Nach seiner Rückkehr soll der Prozess gegen den Mann erneut angesetzt werden.
Quelle:
- Staatsanwaltschaft Wuppertal
Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 26.06.2026, 16:31 Uhr
